TuS Sulingen verliert 1:4 gegen Oldenburg

Schops: „Ein Spiegelbild der Saison“

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Starker letzter Auftritt für Sulingen: Rajann Leymann überzeugte als Sechser.

Sulingen - Von Cord Krüger. Nichts war’s mit drei Punkten zu seinem Abschied. Rajann Leymann stand unweit der Spielertraube vom VfL Oldenburg, die den 4:1 (1:1)-Sieg und damit die Oberliga-Vizemeisterschaft bei „seinem“ TuS Sulingen feierte. Das störte den defensiven Mittelfeldmann weitaus weniger als der schon eine Woche zuvor nicht mehr abwendbare Abstieg der Mannschaft, mit der der 26-Jährige in seinen sechs Jahren drei Aufstiege gefeiert hatte – von der Kreisliga bis hinauf in die Oberliga.

„Es war eine schöne Zeit – und ich verlasse dieses Team nur, um etwas weniger Aufwand zu betreiben“, erklärte der künftige Bezirksliga-Akteur des TuS Kirchdorf. Allerdings wurmten ihn die ein bis zwei Gegentore zu viel durch den VfL: „So viel schlechter waren wir nicht. In der ersten Halbzeit haben wir gut gegengehalten und die Räume eng gemacht. Aber nach der Pause nutzt so eine Mannschaft kleine Fehler konsequent aus.“ Das fand auch TuS-Trainer Maarten Schops: „Es ist ein Spiegelbild der Saison: Augenscheinlich waren wir nicht schlechter als der Gegner, aber viele Details machen letztlich den Qualitätsunterschied aus.“

Schops hatte Leymann für sein letztes Spiel die Kapitänsbinde gegeben. Mit ihm als Sechser und dem zuvor ebenfalls verabschiedeten Lauritz Müller als Rechtsverteidiger ließen die Platzherren zunächst nichts zu. Die erste gefährliche Szene der Gastgeber leitete ebenfalls Müller ein: Seine Flanke vor den zweiten Pfosten verpasste Sebastian Elvers knapp (25.). Kurz darauf hätte es 1:0 für die Gäste stehen müssen, doch Pascal Steinwender scheiterte am stark reagierenden TuS-Schlussmann Tim Becker (27.). 

Völlig auf dem falschen Fuß wurde Becker aber erwischt, als ihn Joshua König nach einer zu kurz geratenen Klärung per Bogenlampe mit dem 1:0 überwand (35.). Doch keine drei Minuten später stand es bereits 1:1 – denn Mehmet Koc köpfte eine scharfe Rechtshereingabe von Salam Garaf zum 1:1 in die Maschen (38.). Leymann hatte den Ball erobert, Müller bedient – und der zu Garaf weitergeleitet.

Nach dem Wechsel blieb es zunächst bei einer an Chancen armen Partie, weil beide Defensivabteilungen konzentriert arbeiteten. So musste eine Standardsituation für den nächsten Treffer her – bei Oldenburg eine Aufgabe für Daniel Isailovic, dessen Ball Philip Nauermann zum 2:1 einköpfte (61.). Steinwender sorgte mit dem 3:1 (67.) für klare Verhältnisse, als er über links durchlief und ins lange Eck abschloss. Ebenfalls Steinwender nutzte eine Rechtsflanke des gerade eingewechselten Marvin Osei zum 4:1 (81.).

Somit endete Sulingens einjähriges Oberliga-Gastspiel mit der 17. Niederlage und dem drittletzten Platz. „Wir hätten gar nicht absteigen müssen, aber wir waren nicht robust genug“, bilanzierte Schops, der am Ende seinen Abgängern Leymann und Müller ein „wirklich gutes Spiel“ attestierte.

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