Scholz setzt alles auf eine Karte

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Auch TV-,,Knochenbrecher“ Tamme Hanken (Mitte) schaute in Okel mit zwei jungen Hengsten samt Reiterinnen vorbei. Rechts ist Okels Kassenwart Manfred Wohlers zu sehen.

Okel - Mit einem absolut beherzten Ritt gewann Nicole Scholz vom RFV Pennigbüttel beim Osterturnier in Okel das L-Springen mit Stechen. Auch Platz zwei und drei im Höhepunkt des Hallenturniers des Reit- und Fahrvereins Okel sicherten sich Amazonen. Das gute sportliche Niveau der Turniertage lobte Turnierleiter Helmut Martsch.

Neun anspruchsvolle Hindernisse mit elf Sprüngen hatte Parcourschef Joachim Cordes aus Stuhr den 38 Teilnehmern des L-Springens mit Stechen in den Weg gestellt. „Nicht übertreiben, fair bleiben“, war dabei seine Devise. „Zehn Teilnehmer im Stechen wären schön“, merkte er an und war gespannt, ob er das Vermögen von Reitern und Pferden richtig eingeschätzt hatte. Er lag am Ende ziemlich gut. 14 Paare qualifizierten sich mit Nullfehlerrunden für das Finale.

Als letzte Starterin im Stechen setzte Nicole Scholz vom RFV Pennigbüttel alles auf eine Karte. Sie ließ dabei den Namen ihrer Stute „Flying Beauty“ zum Programm werden und verschenkte zwischen den Sprüngen im Stechparcours keinen Millimeter. Dass die engen Wendungen auch zu Fehlern hätten führen können, war der Reiterin wohl bewusst. „Die anderen Wege waren mir aber einfach zu weit“, sagt sie und strahlte bei der Siegerehrung.

Auch die Zweitplatzierte des L-Springens, Alexandra Bischoff-Bätjer vom RV Stuhr, war voll zufrieden. Auf Bonserano benötigte sie nicht einmal zwei Sekunden mehr als Scholz. Platz drei ging mit Liesa Behrens ebenfalls an eine Amazone. Die Reiterin vom RV Sudweyhe saß im Sattel von Betty Balou.

Das gute Starterfeld freute auch Turnierleiter Helmut Martsch. Der zweite Vorsitzende des RFV Okel zog schon nach zwei Turniertagen ein positives Fazit. „Wir haben mehr Nennungen als im Vorjahr und tolle Startergebnisse, die bei fast 90 Prozent liegen. Das gute Wetter trug natürlich seinen Teil dazu bei“, erklärt er. Für die elf Prüfungen hatten die Reiter aus dem Norden 572 Startplätze reserviert, das waren knapp 100 mehr als im Vorjahr. „Der Ablauf klappt reibungslos. Wir sind sehr gut in der Zeit“, war Martsch stolz auf sein eingespieltes Turnierteam während der Wettkampftage.

Das Osterturnier in Okel, das es seit 1972 gibt, hat seinen festen Platz im Vereinsleben und im Turnierkalender der Pferdesportler. „Die Reiter nutzen das Turnier zu Saisonbeginn zu einer ersten Standortbestimmung“, weiß Martsch. Angeboten wurden Dressur und Springen bis zur Klasse L.

Ein Herz für traditionelle Züchter

Der Turniersonntag war ganz auf Prüfungen für junge Pferde ausgerichtet. „Hier gibt es noch die traditionellen Züchter, die mit zwei bis drei Stuten züchten. Ihnen wollen wir die Chance geben, ihre Pferde an den Start zu bringen“, erklärt der Turnierleiter.

In der Dressurpferdeprüfung Klasse L siegte Jan-Dirk Gießelmann vom RV Wagenfeld auf Qantara, einer Quaterbak-Weltmeyer-Stute aus der eigenen Zucht. Zweite wurde Rieke Schnieder vom RV Aller-Weser auf Sansibar. Platz drei ging an Uwe Stradtmann vom RFV Diek-Bassum auf Fashion Freak VP. sor

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