Aber Brinkum steht nach 3:1 gegen Vatan im Viertelfinale des Bremer Landespokals

Schönes Wetter – schreckliches Spiel

Heiße Zweikämpfe bestimmten das Match. Hier setzt sich Brinkums Xiancheng Li (rechts) voll ein.
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Heiße Zweikämpfe bestimmten das Match. Hier setzt sich Brinkums Xiancheng Li (rechts) voll ein.

Bremen – „Junge, Junge. Hier zählt heute nur das Weiterkommen“, meinte Dieter Burdenski, der Berater des Fußball-Bremen-Ligisten Brinkumer SV. Da konnte Trainer Mike Gabel nur zustimmen: „Spielerische Akzente wurden heute überhaupt nicht gesetzt. Aber wir sind weiter.“ Mit 3:1 (3:0) setzten sich die Brinkumer am Sonntagnachmittag bei herrlichem Herbstwetter im Achtelfinale des Bremer Landespokals beim Liga-Konkurrenten KSV Vatan Sport durch. Im Viertelfinale geht es nun Ende März des kommenden Jahres gegen den Bremen-Ligisten Blumenthaler SV (3:1-Sieg gegen Türkspor) weiter.

Der Einzug in die nächste Runde war gestern schon das Beste am gesamten Match. Gabel hatte schon vor der Partie ein mulmiges Gefühl im Magen: „Vatan spielt wohl extra auf dem B-Platz, der kleiner und unebener ist. Die werden es mit vielen langen Bällen versuchen.“ So kam es letztlich auch. Um das Spielfeld noch enger zu machen, verlegten die Gastgeber eine der Seitenlinien um sechs Meter nach innen – alles aber wohl noch regelkonform.

Spieler des Spiels: Bowen Wang

Mit seinem Doppelpack in der ersten Halbzeit legte Brinkums chinesischer Stürmer den Grundstein zum Weiterkommen im Bremer Landespokal.

Die Gäste jedoch versuchten auch gar nicht erst, auf dem weichen Geläuf ein passables Kurzpassspiel aufzuziehen. Auch der BSV agierte mit langen Bällen, die der ins Mittelfeld gerückte Esin Demirkapi dann als Schaltstation per Kopf weiter nach vorn leiten sollte.

Hinzu kam, dass gefühlt alle 30 Sekunden ein Spieler auf dem Boden lag. Schiedsrichter Dirk-Lutz Jürgens (ESC Geestemünde) zog sich bei seinen Entscheidungen oft den Zorn der Gastgeber zu. Allerdings verhielten sich Spieler und Trainerstab der Vatanesen auch nicht gerade clever mit ihren verbalen Einlassungen, die sicherlich nicht dafür sorgten, dass Jürgens den Gastgebern gegenüber wohlgesonnener pfiff.

Brinkum konnte froh sein, die Partie schon in der ersten Halbzeit vorentschieden zu haben. In der 18. Minute stand Innenverteidiger Hasan Dalkiran nach Ecke von Eugen Uschpol genau richtig und stocherte die Kugel zum 1:0 über die Linie.

Stenogramm, Landespokal, Achtelfinale

KSV Vatan Sport - Brinkumer SV 1:3 (0:3) - Brinkum: Pfaar - Mc Mensah Quarshie (67. Niefer), Janssen, Dalkiran, Uschpol - Li, Demirkapi, Park - Safi (60. Bicakci), Wang (90.+4 Kaid), Kujabi. Tore: 0:1 (18.) Dalkiran, 0:2 (27.) Wang, 0:3 (39.) Wang, 1:3 (61.) Muresan. Besondere Vorkommnisse: Rote Karte gegen Vatans Kök wegen Nachschlagens (76.). Ampelkarten gegen Brinkums Bikakci (88./nach Foulspiel) und Vatans T. Chaaban (90.+3/wegen Meckerns). Schiedsrichter: Dirk-Lutz Jürgens (ESC Geestemünde).

Danach spielte sich Brinkums Chinese Bowen Wang im Mittelpunkt. In der 27. Minute nutzte er einen Stockfehler in der Vatan-Deckung aus zehn Metern zum 2:0. Zwölf Minuten später hebelte der 18-Jährige die versuchte Abseitsfalle der Gastgeber aus und traf per Heber aus 16 Metern zum 3:0.

Brinkums Torjäger Ramien Safi hätte endgültig nach der Pause alle Schärfe aus dem Match nehmen können, scheiterte jedoch freistehend (58.) – und wurde wenig später ausgewechselt.

Über die zweiten Halbzeit sollte man den Mantel des Schweigens legen. Fußball wurde kaum noch gespielt. Vatan kam in der 61. Minute zwar noch zum 1:3 durch Andrei Muresan (aus 17 Metern aus halbrechter Position in den Winkel), doch ansonsten war das Spiel durch ständige Fouls und ständiges Lamentieren zerhackt. Brinkum wird das letztlich egal sein, denn nach wie vor gilt Gabels Ziel: „Wir wollen in dieser Saison den Pott nach Brinkum holen.“

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