Topstürmer droht das Karriereende / Trainer Barten: „Das ist so bitter“

Schock für Melchiorshausen: Kreuzbandriss bei Behrens

Melchiorshausen - Von Arne FlüggeWas zunächst wie eine harmlose Aktion ausgesehen hatte, entpuppte sich jetzt als verhängnisvoll: Topstürmer Lars Behrens vom Bremer Fußball-Landesligisten TSV Melchiorshausen hat sich zuletzt im Spiel in Lesum einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen und fällt für den Rest der Saison aus. Das ergab die genaue Diagnose.

„Das ist so bitter. Für Lars tut es mir unheimlich leid“, seufzt Melchiorshausens Trainer Mike Barten, der ohnehin eine ellenlange Verletzenliste hat. Dass Behrens für lange, lange Zeit darauf vermerkt sein wird, ist eine sportliche Katastrophe. Der mit bereits 14 Saisontreffern beste Torschütze des Teams ist einfach nicht zu ersetzen. „Ich bin in Lesum hochgesprungen und nur auf dem linken Bein gelandet“, beschreibt Behrens die Szene: „Und direkt bei der Landung hat es geknackt. Da wusste ich ziemlich schnell, was los ist.“

Am Montag bekam Behrens dann die genaue Diagnose, zog sich erstmal ein paar Tage zurück. „Es war im ersten Moment ein Riesenschock für mich. Da kriegst du ein kleines Kopfkino, in dem abläuft, was vielleicht plötzlich nicht mehr möglich ist – in Beruf, Freizeit und Sport“, berichtet Behrens. Nach ein paar Tagen Abstand „habe ich das aber ganz gut verarbeitet. Ich muss positiv denken.“

Neun Monate wird es mindestens dauern, bis Lars Behrens wieder zurückkommt, wenn er denn zurückkommt. Denn die schwere Verletzung könnte auch das Karriereende für den mittlerweile 34-Jährigen bedeuten. „Ich kann nichts ausschließen“, erklärt Behrens. Mit Gewalt werde er aber „mit Sicherheit kein Comeback erzwingen. Es gibt mittlerweile wichtigere Dinge als Fußball“, erklärt der Lehrer. Mitte Dezember will sich Behrens operieren lassen, „und dann schauen wir weiter. Ich werde mir die Zeit nehmen, die es dauert.“

Für den TSV Melchiorshausen bedeutet die schwere Verletzung des Stürmers, dass die Verantwortung nun auf mehrere Schultern verteilt werden muss. Zumal die Sturm-Alternativen „Niki“ Schröder und Tim Cohrs noch Rückstand haben. „Es ist keinem verboten, Tore zu schießen“, sagt Barten vor dem Heimspiel morgen (14.30 Uhr) gegen ATSV Sebaldsbrück: „Wir müssen jetzt in den nächsten Spielen alle Kräfte mobilisieren und noch Punkte sammeln, um oben dran zu bleiben.“ Im Winter will Melchiorshausen dann „Augen und Ohren offen halten“ (Barten), um nach Verstärkung Ausschau zu halten. Einen Ersatz für Lars Behrens zu finden, dürfte aber fast unmöglich sein.

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