MEIN SPORT-IDOL

Bret Hart: Schmerzhafter „Sharpshooter“

Der „Hitman“: Bret Hart
+
Der „Hitman“: Bret Hart

Ist es denn nun Sport oder nicht? Jein! Natürlich ist beim Wrestling unfassbar viel (sehr gute) Show dabei – und wie die Schlachten im Ring ausgehen, soll ja schon vorher feststehen. Aber klar ist auch: Die Protagonisten müssen viel Aufwand betreiben, um fit zu sein, muskulöse Körper zu haben, ihre teils spektakulären Moves im Ring vollführen und es aushalten zu können, heftig auf die Bretter geknallt zu werden. Also, ja: Das sind Profis – und alles ist ganz schön sportlich.

Früher, etwa Mitte der 90er, haben wir uns oft bei Kumpel Alex in Süstedt getroffen und uns die größten Events der World Wrestling Federation (WWF) reingezogen. Wrestlemania 1 bis gefühlt 220, Summer Slam und, und, und – teilweise nächtelang. Spannend, kurzweilig, Top-Unterhaltung.

Meine persönliche Nummer eins war Bret Hart. Einer von den Guten – bis er letztlich, angeblich gegen seinen Willen, zum Bösewicht umgeschult wurde. Schwarze Lockenpracht, pink-schwarze Outfits und eine dunkle Sonnenbrille, die er vor Kämpfen immer einem verzückten Kind auf den Kopf setzte. Und der „Hitman“, auch „The Excellence of Execution“ genannt, hatte sportlich einiges zu bieten. Viele Griffe, Würfe und Tricks, saubere Technik. All dies machte den mittlerweile 63-jährigen Kanadier zu einem absoluten Publikumsliebling und Aushängeschild der seinerzeit enorm populären WWF. Natürlich trug er auch mehrfach den dicken Champion-Gürtel – als Einzelkämpfer sowie im Tag Team mit seinem Schwager Jim Neidhart, mit dem er als „Hart Foundation“ auftrat.

Die Wrestling-Begeisterung führte damals so weit, dass wir im Keller meines „Best Buddys“ Manu in Henstedt (im Elternhaus war eine kleine Turnhalle eingebaut) quasi selbst in den Ring stiegen. Einmal war auch Harts legendärer Finishing Move dabei – der Sharpshooter. Vereinfacht formuliert: Ich liege auf dem Bauch, mein Gegner setzt sich auf mein Hinterteil und reißt meine Beine hoch. Das zieht gewaltig, vor allem im Rücken. „Er löst den Sharpshooter nicht“, höre ich meine Freunde noch jauchzen. Ich klopfe mit schmerzverzerrtem Gesicht ab – lurAufgabe! Hart war’s, aber irgendwie auch cool.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Seckenhausen bei allen auf dem Radar

Seckenhausen bei allen auf dem Radar

Seckenhausen bei allen auf dem Radar
TuS Sulingen mehrere Wochen ohne Jona Hardt

TuS Sulingen mehrere Wochen ohne Jona Hardt

TuS Sulingen mehrere Wochen ohne Jona Hardt
Thorolf Meyer steht zum „Jugendstil“

Thorolf Meyer steht zum „Jugendstil“

Thorolf Meyer steht zum „Jugendstil“
Sergiy Dikhtyar sagt „Ja“ zu Wagenfeld

Sergiy Dikhtyar sagt „Ja“ zu Wagenfeld

Sergiy Dikhtyar sagt „Ja“ zu Wagenfeld

Kommentare