Auch der Weyher Derby-Doppeltorschütze feiert wohl seinen Abschied

Schlussakkord auf dem Kiez: „Johnny, komm’ bald wieder“

Melchiorshausen - Von Gerd TöbelmannNach dem Match gab’s noch einmal die große Sause bei den Fußballern des SC Weyhe. Die Abschlussfeier des Absteigers aus der Fußball-Bremen-Liga führte das Team nach dem 2:1 (0:0) im letzten Saisonspiel bei Mitabsteiger TSV Melchiorshausen auf die sündige Meile nach St. Pauli. Und da könnte das Team in leichter Abwandlung eines Hits von Freddy Quinn gesungen haben: „Johnny, komm’ bald wieder.“

Das mit dem Wiederkommen ist bei den Weyhern so eine Sache. Bis auf Keeper Dennis Denker und vielleicht Jannis Berendt werden alle Spieler den Verein verlassen. Auch die Zukunft von Johnny Bastiampillai ist noch offen. Im Derby gegen Melchiorshausen war die Anleihe der zweiten Heren jedoch der Matchwinner. In der 78. Minute nahm er die Kugel gekonnt mit rechts an und verwandelte mit links zum 1:0. Drei Minuten vor dem Ende erzielte Bastiampillai aus der Drehung heraus das 2:0 – die Entscheidung. Da konnte das 1:2 (90.) von Oliver Riekers auch nichts mehr dran ändern.

Weyhes Trainer Stephan Joho, der den Verein auch verlässt, freute sich diebisch: „Johnny ist ein feiner Kerl. Schön, dass er heute die Tore gemacht hat. Und schön, dass die Mannschaft gezeigt hat, dass sie noch gewinnen kann.“ Und wie war das nach vier Jahren meist erfolgreicher Tätigkeit mit dem Abschiedsschmerz? „Es kommt bei mir keinerlei Wehmut auf. Ich hatte in den vergangenen Wochen Zeit genug, die ganze Sache zu verarbeiten“, sagte Joho, der noch bei keinem anderen Verein zugesagt hat: „Das muss passen. Und wenn es aus meiner Sicht passt, wehre ich mich auch nicht dagegen, mit dem einen oder anderen Spieler aus dem jetzigen Kader weiter zusammenzuarbeiten.“ Auf eben diese Entscheidung scheinen viele Spieler zu warten, denn Zusagen für neue Clubs haben bisher nur wenige abgegeben.

Da ist die Zukunft der Melchiorshauser Ersten schon erheblich weiter fortgeschritten. In den nächsten Tagen erwartet Trainer Markus Hoßfeld die Zusagen von weiteren neuen Spielern. Und auch im aktuellen Kader gab’s für Hoßfeld positive Nachrichten, denn „Hossi“ rechnet fest damit, dass die Wackelkandidaten Manoel Arnhold, Jan Klinkenborg und auch „Fitterwöchler“ Andre Kucharski bleiben werden. Nur bei dem starken Defensivmann „Sigi“ Byrger ist sich der Melchiorshauser Coach nicht sicher: „Berufsbedingt kann er kaum bis gar nicht trainieren. Ich kann den jungen Spielern doch nicht sagen, dass sie regelmäßig trainieren sollen – und Sigi dann ohne Training aufstellen.“

Bei den Melchiorshausern gab’s natürlich auch eine Party. Die fiel mit Bier und Würstchen allerdings etwas schmaler aus – aber schließlich sieht sich der Großteil des Teams (im Gegensatz zu den Weyhern) ja demnächst zur Vorbereitung auf die neue Saison wieder.

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