Behrens holt sich den Tour-Sieg

Lokalmatador gewinnt S*-Springen am Steller See

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Dennis Schlüsselburg vom RFV Steller See setzte sich auf Co Pilot im S*-Springen durch. Mit seinem zweiten Pferd Condino wurde er zudem Fünfter.

Stuhr - Von Sonja Rohlfing. Der Kapitän eines Flugzeugs und sein Vize hätten es nicht besser machen können. Souverän steuerten Dennis Schlüsselburg vom RFV Steller See und sein Vierbeiner Co Pilot durch das S*-Springen mit Stechen. Damit gewann das Paar die abschließende schwere Prüfung beim dreitägigen Heimturnier. In der Steller-See-Tour triumphierte Liesa Behrens vom RV Sudweyhe.

Elf Hindernisse mit Höhen und Weiten von um die 1,40 Meter, darunter eine zweifache und eine dreifache Kombination, hatte Parcourschef Eric Runge aus Varrel den Teilnehmern in den Weg gestellt. „Das ist kein leichtes S*-Springen, aber dem Teilnehmerfeld angemessen. Wir haben viele gute Reiter und Pferde hier“, merkte der Turnierfachmann an.

Die anspruchsvolle Aufgabe erfüllten nur vier der 31 Paare fehlerfrei. Dennis Schlüsselburg legte auf Co Pilot im Stechen eine Nullfehlerrunde in 38,32 Sekunden vor. Irina Dierks vom RV Heiligenrode schaffte es auf C-You mit vier Fehlerpunkten und in 43,57 Sekunden. 

Als letzter Starter kam Karl Junior Brocks vom RV Waltrop auf Quinturo dem Führenden mit einer schnellen Nullrunde noch einmal gefährlich nah. Bei dem Wallenhorster, der sich mit zwei Pferden für das Stechen qualifiziert hatte, mit Lissino allerdings verzichtete, stoppte die Zeit jedoch bei 39,74 Sekunden.

Sudweyhes Liesa Behrens gewann auf Betty Balou nach zwei Wertungsprüfungen auf M*-Niveau die Steller-See-Tour.

Entsprechend glücklich strahlte Dennis Schlüsselburg. Für seinen vierbeinigen Sportpartner war er voll des Lobes: „Er hat Qualität und macht seinen Job.“ Das Pferd habe die richtige Einstellung zum Sport, unterstreicht der Springreiter, der – bevor er sich mit Kim Puhl auf dem elterlichen Hof selbstständig gemacht hat – bei Paul Schockemöhle und Lars Nieberg angestellt war. Insgesamt holte er vier Platzierungen. Preisschleifen ließen sich vom RFV Steller See ferner Nicole Schlüsselburg und Sandra Hofherr anheften.

Einen Wunsch hat sich Liesa Behrens mit dem Sieg in der Steller-See-Tour erfüllt. „Ich wollte es diesmal unbedingt schaffen, nachdem ich im letzten Jahr Dritte geworden bin“, erklärt die 20-Jährige. In dem ersten der beiden M*-Springen war sie auf Betty Balou Zweite geworden. Im entscheidenden Flutlichtspringen gewannen die beiden eine Abteilung. 

Eine derartige Prüfung sei schon etwas Besonderes, merkte die Amazone an. „Betty hat damit aber keine Probleme“, lobte sie ihre 13-jährige Stute. Im S*-Springen mit Stechen verpassten die beiden nach einem „Steher“ den Einzug ins Finale. „Ich kam einfach zu dicht heran. Sie hat keinen Fehler gemacht.“

Lennard Runge vom RFV Maasen-Sulingen holte in der zweiten Abteilung des L-Stilspringens Rang eins und zwei. Den Pokal dafür überreichte Lutz Vincke, zweiter Vorsitzender des RFV Steller See.

13 Springprüfungen standen am zweiten Turnierwochenende auf dem Zeitplan. 1 300 Nennungen waren eingegangen. „Die Hitze hat uns schon zu schaffen gemacht“, stellten Kerstin Krause und Anna Ludwig vom RFV Steller See mit Blick auf die Starterfüllung fest. „Dass wir gute Platzverhältnisse haben, hat sich allerdings herumgesprochen.“ 

Gestartet waren neben lokalen Reitsportgrößen auch Spitzensportler wie Mannschaftsolympiasiegerin und Doppelweltmeisterin in der Vielseitigkeit Sandra Auffarth oder der Sieger des Hamburger Derbys von 2017, Patricio Muente. 

Dank des neuen Sandplatzes auf der Anlage Schlüsselburg, der sich durch eine Hightech-Drainage selbst be- und entwässert, ist der dort beheimatete Verein wetterunabhängig. „Denn ohne Regen geht es bei uns nie“, sagte Anna Ludwig und schmunzelt.

Gut gemacht: Irina Dierks vom RV Heiligenrode erreichte auf C-You Platz drei im S*-Springen mit Stechen.

Diesmal war eine Gewitterfront mit heftigen Böen und Regen am frühen Samstagabend durchgezogen. Der Parcours des M*-Springens musste danach noch einmal neu aufgebaut werden. Sonst lief bei dem Turnier, das durch ein kleines, aber sehr engagiertes Team organisiert wird, aber alles glatt.

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