2:2 – Brinkum verpasst den Anschluss

„Schlechter geht es nicht“

Der Ball im Auge von Brinkums Lord Hoopmann (Zweiter v.r.), aber nicht im Netz.

Kreis-Diepholz - Von Arne HelmsBRINKUM · An der Kreidelinie des Fußballplatzes ist Florian Leschnik kein sonderlich impulsiver Mensch.

Während vereinzelte Zuschauer am Brunnenweg gestern die sich anbahnende Niederlage gegen den TuS Schwachhausen mit lautstarken Schmährufen abwenden wollten, wirkte der Trainer des Brinkumer SV in sich gekehrt. Frei nach dem Motto: In der Ruhe liegt die Kraft. Tatsächlich erköpfte Innenverteidiger Andreas Liebhard (82.) für den Bremen-Ligisten noch den 2:2 (0:0)-Endstand. Doch Leschniks vermeintliche Ruhe entpuppte sich als Frust. Amüsiert zählte er seine „drei positiven Dinge“ der Partie auf: „Keiner hat sich verletzt, wir haben den Punkt, und schlechter geht es nicht mehr.“

Sogar „Retter“ Liebhard gestand nach dem Schlusspfiff: „Wir haben den Gegner unterschätzt. Dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen.“ Denn natürlich schielt der BSV in der Tabelle nach oben. Das machte es für Liebhard „noch bitterer. Wir wären bis auf zwei Punkte an Blumenthal dran gewesen.“ Die wiederum trennen nur vier Punkte von Spitzenreiter Werder Bremen III.

Gerade in der ersten Halbzeit boten die Gastgeber aber mausgrauen Mittelklasse-Fußball. „Wir haben unser Konzept überhaupt nicht durchgebracht. Der Ball wurde ja nur nach vorne gebolzt“, verzog Liebhard angewidert das Gesicht. Ein paar Geistesblitze hellten das Geschehen zumindest zeitweilig auf. Nach einem Foul an Kapitän Jannik Bender (18.) schnappte sich Bastian Steyer das Leder und beförderte es über 40 Meter zu David Nürnberg, der Schwachhausens Torwart Benjamin Schimmel zu einer Glanztat zwang. Dass dessen Team nach 45 Minuten nicht mit 1:0 in Führung lag, war an der Abschlussschwäche von Adrian Chwiendacz festzumachen, der in der 30. Minute loszeterte: „Der Ball muss sitzen.“

Brinkums Angreifer Ufuk Gencer hielt es mit dem Abschluss etwas genauer und besorgte in der 48. Minute den schmeichelhaften Führungstreffer für den BSV. „Danach hätten wir das Spiel schön mit 2:0 nach Hause schaukeln können. Aber so weit sind wir noch nicht“, war Leschnik schon etwas milder gestimmt. Während Steyer vorne um Zentimeter vorbeizielte (50.), rumpelte Marc Rässler im eigenen Strafraum Gegenspieler Martin Janke um (54.). TuS-Kapitän Daniel Schütten versenkte zunächst den fälligen Strafstoß, bevor er auch Khaiss Sultani beim 2:1 (57.) für die Gäste bediente.

Der Brinkumer SV zeigte nun zumindest Moral. In Andreas Liebhard und Lars Unger trieb sich die komplette Innenverteidigung fast ausschließlich im Schwachhauser Strafraum herum. Plötzlich stimmte der von Leschnik so vehement geforderte Kampfgeist.

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