Brinkums Handballer zu nachlässig in der Abwehr – 37:43 gegen Neuenhaus

Nie in Schlagdistanz

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Marco Walker wusste in Brinkums Offensive zu gefallen. Doch am Ende konnten auch seine sieben Treffer die Niederlage gegen die SG Neuenhaus/Uelsen nicht verhindern. Während die Gäste auf Rang drei sprangen, bleibt der Jahn auf Platz neun. 

Brinkum - Von Daniel WiechertSein Team lag bereits mit sechs Toren im Hintertreffen, doch Jahn-Trainer Sven Engelmann wollte die Flinte noch nicht ins Korn werfen: „Weiter, weiter – nicht nachlassen“, forderte er seine Brinkumer Verbandsliga-Handballer gestern auf.

Engelmann entledigte sich sogar seiner Trainingsjacke, um seiner Forderung, nochmal die Ärmel hochzukrempeln, Nachdruck zu verleihen. Letztlich vergebliche Liebesmüh, Brinkum verlor mit 37:43 (16:20) gegen die SG Neuenhaus/Uelsen.

„Uns hat heute der Biss gefehlt, die Einstellung stimmte einfach nicht“, gab Engelmann hinterher zu bedenken. Tatsächlich ging sein Team weniger leidenschaftlich zu Werke als Engelmann. Das 2:1 in der dritten Minute durch Marco Walker blieb die letzte Brinkumer Führung in der Partie gegen die vom Niederländer Mike van Rooden trainierte SG Neuenhaus/Uelsen.

Wie bei der 19:42-Klatsche im Hinspiel schafften es die Hausherren nicht, den Offensivdrang der Gäste zu zügeln. Besonders der Bundesliga-erfahrene Jörn Wolterink sorgte mit seiner Wurfgewalt, aber auch mit viel Übersicht, dafür, dass die Brinkumer stets Rückständen hinterherlaufen mussten. Über 5:2 (7.) und 14:9 (21.) gingen die Gäste mit 20:16 in die Halbzeitpause. Dort erwartete die Jahn-Spieler ein kurzes, aber deftiges Donnerwetter ihres Trainers. „Das war viel zu pomadig, nur Alibi. Vorne wie hinten haben wir alles mit uns machen lassen. Daher habe ich nochmal versucht, sie aufzuwecken“, schildert Engelmann die Halbzeitansprache.

Kurzzeitig schien der Klartext gefruchtet zu haben. Als Nicolas Karnick mit zwei Treffern innerhalb weniger Sekunden auf 25:28 (43.) verkürzte, tobte die Halle. Doch nur eine Minute später hatten Wolterink mit zwei Treffern sowie Jan Hensen den Brinkumern wieder den Wind aus den Segeln genommen – 25:31.

Am Ende der Partie hatte sich der 2,01 Meter große Rückraumspieler Wolterink 13 Mal in die Torschützenliste eingetragen. Bei Brinkum war Christoph Schneider mit elf Treffern (davon sieben Siebenmeter) der erfolgreichste Schütze. Vor allem in der Schlussphase versuchte er nochmal alles – erzielte fünf der letzten sieben Tore für Brinkum. Damit war Schneider maßgeblich daran beteiligt, „dass wir uns zumindest nicht haben abschlachten lassen“, wie es Engelmann hinterher formulierte.

Das konnte aber auch Rückkehrer Matthias Schneider nicht trösten. „Wir waren heute einfach zu blöd. Teilweise hatte ich auch das Gefühl, dass die Einstellung nicht ganz gestimmt hat“, sagte Schneider nach seinem Comeback. Der 28-Jährige ist erst kürzlich von seinem Auslandssemester im chinesischen Macao zurückgekehrt, war nach der Begegnung daher auch ziemlich ausgepumpt. In Macao habe er sich zwar zunächst mit Basketball fit gehalten, „doch das liegt mir nicht so“, sagte der Rückraumakteur. Später habe er mit der macaoischen Handball-Nationalmannschaft über Facebook Kontakt aufgenommen und mit ihnen drei Mal die Woche trainieren können.

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