Bremen-Ligist am Sonntag zum SV Grohn

Schlacke oder Rumpelrasen? Brinkum ist vorbereitet

Marcel Dörgeloh (re.) und der Brinkumer SV müssen sich in Grohn auf einen heißen Tanz einstellen. - Foto: Flügge
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Marcel Dörgeloh (re.) und der Brinkumer SV müssen sich in Grohn auf einen heißen Tanz einstellen.

Brinkum - Edle Techniker treffen auf robuste Kämpfer – das ist nicht immer ganz einfach für die feinen Fußball-Klingen, denn ihr Spiel wird häufig mit unbändigem Einsatz des Gegners zerstört.

Auch spielen die Krieger gern auf Plätzen, auf denen es für den Gegner schwer ist, den Ball laufen zu lassen. Alles erlaubt. Das weiß auch Kristian Arambasic vor dem Auswärtsspiel seines Brinkumer SV am Sonntag (15.00 Uhr) beim Tabellenletzten SV Grohn. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Spiel ausfällt“, meint der Coach, „wir werden entweder auf Schlacke oder auf einem ganz schlechten Rasen spielen. Den Vorteil wird sich Grohn nicht nehmen lassen.“

Daher spricht Arambasic auch von einer „extrem unangenehmen Aufgabe“. Doch der schlaue Mann beugt vor: „Wir wissen, dass wir dort nicht mit Kurzpassspiel oder zwei Kontakten zum Erfolg kommen werden, daher wollen wir unser Spiel ein wenig umstellen.“ Und seit zwei Wochen hat sich der Brinkumer SV auch ein etwas anderes Spielsystem „antrainiert“, wie es der Trainer nennt. Was genau er umstellen wird, wollte der 39-Jährige im Vorfeld nicht an die große Glocke hängen. Möglich aber, dass der Brinkumer SV häufiger als gewohnt lange Bälle einstreut, um die gegnerische Abwehr zu überspielen.

Den SV Grohn kann Arambasic schwer einschätzen. Der Tabellenletzte hat bereits elf Punkte Rückstand zum rettenden Ufer, sich aber in der Winterpause mit sechs Spielern verstärkt. „Die werden sicherlich alles raushauen“, vermutet Brinkums Übungsleiter.

Aber das werden seine Spieler auch. Bevor es in die Pause ging, hatte der Brinkumer SV acht Spiele in Folge gewonnen. „Und diese Serie“, sagt Arambasic, „wollen wir natürlich ausbauen.“ Allerdings hatte es auch bei Brinkum in der Vorbereitung so einige Probleme gegeben. Durch viele verletzte oder kranke Spieler sei die Trainingsbeteiligung nicht optimal gewesen, räumt der Coach ein. „Wir sind noch nicht da, wo wir zu diesem Zeitpunkt gerade wären“, sagt der A-Lizenzinhaber.

Jedoch habe er in den vergangenen zwei Wochen eine deutliche Steigerung ausgemacht. „Die Jungs sind fokussiert und gehen ihre Aufgabe mit sehr, sehr viel Engagement an“, lobt Arambasic seine Spieler, „sie haben in den beiden letzten Testspielen gegen tief stehende Gegner gute Ideen entwickelt. Damit war ich sehr zufrieden“, berichtet der Coach. Und diese Ideen sollen nun auch am Sonntag in Grohn greifen.

Zudem hätten sich Spieler, die zuletzt nicht immer erste Wahl waren, sehr hervorgetan. „Sie haben enormen Druck auf die erste Elf gemacht. Das gefällt einem Trainer natürlich“, schmunzelt Arambasic, „dann hat man die Qual der Wahl.“

Allerdings muss der Brinkumer SV noch eine ganz bittere Nachricht verdauen: Hendrik Stannius hat sich einen Meniskuseinriss im rechten Knie zugezogen, muss operiert werden und fällt rund acht Wochen aus. „Das ist eine Katastrophe. Er war richtig gut drauf“, klagt Arambasic. Dennis Krefta und Diyar Kücük fallen jeweils mit einem Bänderriss aus, fraglich ist noch der Einsatz von Keeper Niklas Frank (Rückenprobleme). Mittelfeldspieler Marcel Brendel war die ganze Woche krankgeschrieben. Einsatz ungewiss. - flü

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