Rehdens Youngster verweigert dem Boss langfristige Zusage / Belka unter Druck / Wnuck tritt kürzer

Schilling enttäuscht Schilling

Jannik Schilling gibt sich noch eine halbe Saison Zeit, um in der Stammelf des BSV Rehden Fuß zu fassen. Ansonsten, sagt der 20-Jährige, „werden sich unsere Weg wohl trennen“. Seinem Vereinschef gefällt das gar nicht.

Kreis-Diepholz - Von Arne HelmsREHDEN · Vor dem Heimauftakt ins Jahr 2011 gegen den SC Langenhagen (morgen, 14 Uhr) brodelt es in Friedrich Schilling. Dabei hätte der Chef des BSV Rehden nach der Verpflichtung von Florian Greve (wir berichteten) allen Grund zur Freude. Doch in Jannik Schilling sorgt ein vermeintlicher Zukunftsbaustein des Fußball-Oberligisten für Ärger. Der 20-Jährige, ein BSV-Eigengewächs, will sich nicht langfristig binden.

„Wir haben es wirklich versucht. Heiner Bünte (Teammanager, Anm. d. Red.) hat sich intensiv bemüht. Aber Jannik war nicht dazu bereit“, ist Namensvetter Friedrich sichtlich angefressen, dass er bei dem Mittelfeldspieler, dessen Vertrag im Juni ausläuft, auf Granit beißt. „Aber die Gründe sind ganz simpel“, erklärt Jannik Schilling: „Sportlich bin ich nicht da, wo ich gerne wäre. Ich hätte gerne mehr Spielanteile und habe in den Wochen vor Weihnachten – auch bei Einsätzen in der zweiten Mannschaft – Konstanz in meine Leistung bekommen. Ich würde mir schon zutrauen, die Aufgabe im zentralen offensiven Mittelfeld zu erfüllen.“

In der Hinserie hatte es der Student jedoch nur auf neun Einsätze gebracht, wurde dabei siebenmal ein- und zweimal ausgewechselt. „Das gefällt mir nicht. Wenn es bis zum Sommer nicht besser wird, werden sich unsere Wege wohl trennen“, prescht der 20-Jährige, der zudem noch nicht weiß, wie sehr ihn die Lernerei in Oldenburg fordert, nach vorne. Nachdem ihm nun auch noch der Cloppenburger Spielmacher Greve vor die Nase gesetzt wurde (Schilling: „Ein Rückschlag“), stehen die Zeichen auf Abschied. „Schade. Ich verstehe das nicht. Jannik ist ein Rehdener und ich achte auf die Identifikation zwischen Verein und Fans. Ich weiß nicht, ob es für ihn einen besseren Verein gibt als den BSV Rehden“, bezieht Trainer Uwe Brunn klar Stellung.

Der Verlust des hoffnungsvollen Jungfußballers würde besonders schmerzen, „weil wir ja auch ältere Spieler im Kader haben. Daran müssen wir denken. Stillstand ist Rückschritt“, gibt Friedrich Schilling zu bedenken.

Während der Buchdeckel auf dem Kapitel Jannik Schilling jedoch noch nicht geschlossen ist, wird Björn Wnuck im Oberliga-Kader nur noch in Ausnahmefällen auftauchen. Der Gastronom will kürzertreten und nur noch in der Reserve spielen. In der Bezirksliga dürfte der Druck viel geringer sein.

Unverändert hoch liegt die Messlatte hingegen für Benjamin Belka. Der Neuzugang blieb mit zwei Toren aus zwölf Spielen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Friedrich Schilling gibt ihm nun „seine letzte Chance. Er muss jetzt die Kurve kriegen. Im Gespräch hat er mir aber versprochen, richtig Gas zu geben.“

Da auch Sergej Dikhtiar (vier Tore) und Mehmet Koc (drei) das Runde bislang zu selten ins Eckige hievten, rechnete alle Welt mit einem neuen Offensivgesicht beim Tabellenneunten, doch in Florian Greve kam am Mittwoch ein Mittelfeldmann. „Es ist schwer, einen Stürmer zu finden“, sagt Uwe Brunn – einen „richtig guten kriegen wir bei unseren Bedingungen gar nicht“, geht Boss Schilling sogar noch einen Schritt weiter. Bei einem jungen Spieler sei er allerdings in guten Verhandlungen, ließ der BSV-Macher durchblicken.

„Letztlich spielen die Spieler um ihre Zukunft. Ich hoffe, ihnen gefällt es hier so gut, dass sie alles geben“, setzt Uwe Brunn vor der Partie gegen den Achten auf einen wohltuenden Egoismus seiner Akteure. Auch der Vertrag von Alexander Burgardt läuft aus, empfehlen kann der sich verletzungsbedingt aber nicht.

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