1:0 – goldenes Freistoß-Tor bei Rehdens Sieg in Uelzen / Starke Mittelachse

Schiffbänker macht’s mit links

Kreis-Diepholz - REHDEN (mr) · So richtig gefruchtet hatte der Anschauungsunterricht nicht  . . . Auf der Busfahrt zum Spiel beim SV Teutonia Uelzen sahen die Fußballer des BSV Rehden gestern – statt der angekündigten Kömödie – eine Auswahl der 1 000 schönsten Bundesliga-Tore.

Auf dem Platz gelang dem Oberligisten dann allerdings lediglich ein Treffer. Aber: „Der war toll“, schwärmte BSV-Trainer Uwe Brunn. Und, noch viel wichtiger: Christian Schiffbänkers sehenswertes Freistoßtor reichte zum knappen 1:0 (1:0)-Auswärtssieg, dem zweiten in Folge nach dem 2:1 in Lüneburg eine Woche zuvor. Damit verbesserte sich der BSV vom neunten auf den siebten Platz.

„Wir haben heute sehr souverän gespielt, aber zu wenig Tore gemacht“, resümierte Rehdens Vereinsvorsitzender Friedrich Schilling. „Zwei bis drei mehr hätten wir schon machen können, wenn nicht müssen“, meinte auch Brunn, der im Großen und Ganzen jedoch zufrieden war: „Letzte Woche in Lüneburg habe ich gesagt, es war ein dreckiger Sieg – heute war’s ein sauberer. Die Mannschaft hat die taktischen Vorgaben sehr gut umgesetzt.“

Bei der Aufstellung (diesmal ein 4:4:2 statt eines 4:1:4:1 wie in den Vorwochen) hatte Brunn für eine

▪ Manuel Meyer

▪ als Stoßstürmer

Überraschung gesorgt und den sonstigen Defensivmann Manuel Meyer als Stoßstürmer ganz nach vorne beordert. Bei einer Spielbeobachtung war ihm aufgefallen, dass ein großer, stämmiger Angreifer der Teutonia Probleme bereiten kann. „Und es hat auch ganz gut funktioniert“, sagte Brunn, der sich diese Variante – je nach Gegner – auch zukünftig vorstellen kann.

Gestern hatte Meyer vor 300 Zuschauern mit seinem Kopfball ans Außennetz die erste richtig gute Chance (33.). Fünf Minuten später holte der 27-Jährige in halbrechter Position einen Freistoß heraus. Schiffbänker legte sich den Ball zurecht und schlenzte ihn aus 20 Metern mit links über die Mauer – 1:0 (38.). Kurz vor der Pause hatte der BSV dann aber Glück, als Markus Börngen übers Tor schoss und damit Uelzens beste Gelegenheit der gesamten Partie leichtfertig vergab (42.).

Im zweiten Durchgang kontrollierte Rehden die Partie nach Belieben, verpasste aber die Vorentscheidung. Auch, weil Teutonia-Keeper Thorben Reinhardt glänzend hielt – unter anderem gegen Schiffbänker, als er den Ball an den Pfosten lenkte (52.). „In den Schlussminuten ist der Puls dann noch mal hoch gegangen. Da kann ja immer mal einer ausrutschen – und dann sind zwei Punkte weg“, weiß Brunn. Es ging aber alles gut. Und dafür sorgte gestern in erster Linie die Mittelachse mit Keeper René Damerow, den Verteidigern Stefan Bernholt und Lars Schiersand sowie zwei Mittelfeldspielern: Maarten Schops war laut Brunn „absolut überragend“ und „der beste Mann auf dem Platz“, Schiffbänker präsentierte sich im Vergleich zu den Vorwochen „stark verbessert“. Diese Fünf „waren der Schlüssel zum Erfolg“, urteilte der Rehdener Trainer.

Ein anderer, der in der vergangenen Saison häufig herausragte, saß gestern aus taktischen Gründen zunächst nur auf der Bank – wie schon in Lüneburg. Ex-Profi Sergej Dikhtiar kam erst in der 69. Minute ins Spiel. „Er war aber nicht beleidigt, sondern gleich voll da“, lobte Brunn. Doch glücklich über die Reservistenrolle wird Dikhtiar gewiss nicht sein.

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