Fußball-Oberligist schlägt Schlusslicht VfL Bückeburg mit 2:0 / Auch Dikhtiar trifft / Möllers tritt nach und sieht Rote Karte

Schiffbänker bringt Rehden auf die Siegerstraße

Übernahm Verantwortung beim Torschuss und erzielte gegen den VfL Bückeburg das 1:0: Rehdens Mittelfeldakteur Christian Schiffbänker (l.).

Kreis-Diepholz - Von Matthias BorchardtREHDEN · Er forderte die Bälle, war viel in Bewegung, riskierte Distanzschüsse und brachte am Sonnabend den Fußball-Oberligisten BSV Rehden mit einem Kopfball-Tor beim 2:0 (0:0)-Erfolg über Schlusslicht VfL Bückeburg auf die Siegerstraße: Mittelfeldakteur Christian Schiffbänker.

Der Akteur mit der Nummer zehn zählte zusammen mit dem zweikampfstarken Abwehrchef Stefan Bernholt zu den stärksten Spielern. „Es hat gedauert, bis wir ins Spiel gekommen sind, denn Bückeburg hat um jeden Ball gekämpft. Wir haben ordentlich gespielt und verdient gewonnen“, sagte ein zufriedener Christian Schiffbänker.

Auch Routinier Stefan Bernholt freute sich über den ersten „Dreier“ nach einer Winterpause von 97 Tagen: „Wir wussten nicht, wo wir stehen. Die Abstimmung hat noch nicht ganz gestimmt, aber wir haben das erste Spiel gewonnen, das ist doch positiv.“ Einziger Wermutstropfen: Benjamin Möllers sah beim Stand von 1:0 nach einer Tätlichkeit an Phillipp Böhning von Schiedsrichter Malte Preut (Hansa Friesoythe) die Rote Karte. Bernholt hatte die Szene genau gesehen: „Benjamin hat nachgetreten.“ Der Ex-Osnabrücker wurde allerdings zunächst vom Bückeburger gefoult.

Die Neuzugänge Lars Schiersand und Adrian Wagner standen in der Anfangsformation und boten eine solide Leistung. Die Gastgeber machten vor 200 Zuschauern von Beginn an Druck, erarbeiteten sich Chancen. Zunächst setzte Mehmet Koc den Ball nach einem Zuspiel von Alexander Burgardt neben den Pfosten (4.). Nur 180 Sekunden später hätte der Stürmer den Tabellenfünften in Führung bringen müssen. Nach einer präzisen Linkshereingabe von Burgardt wollte der freistehende Koc die „Pille“ mit der Brust über die Linie drücken, scheiterte aber an Bückeburgs Torhüter Tim Engler (7.). Warum der 27-Jährige den Ball nicht mit dem Kopf oder dem Fuß nahm, blieb unverständlich. Im Gegenzug hatten die Platzherren Glück, als Bastian Schmalkoch die Kugel am langen Eck vorbeijagte (8.). Bei einem Distanzschuss von Christian Schiffbänker hatten die BSV-Anhänger den Torschrei schon auf den Lippen, doch der Ball ging haarscharf neben den linken Pfosten (19.). „Nach 20 Minuten haben wir dann den Faden verloren“, monierte Rehdens Trainer Uwe Brunn. Den Hausherren unterliefen im Spielaufbau zu viele Abspielfehler, hatten gegen die kompakt stehende Bückeburger Abwehr ihre Probleme. Mehr als ein Distanzschuss von Schiffbänker, der nach einer Koc-Ablage das Ziel verfehlte (32.), sprang bis zur Pause nicht heraus.

Nach dem Wechsel scheiterte Alexander Bremer nach einer Freistoß-Hereingabe von Böhning mit einem Kopfball an BSV-Torwart René Damerow (57.). Das erste Tor fiel auf der anderen Seite: Nach einer Burgardt-Ecke köpfte Schiffbänker den Ball zum 1:0 (65.) ins Netz. Wenig später handelte sich Möllers die eingangs geschilderte Rote Karte ein (68.). In Unterzahl ließen die Rehdener aber nichts anbrennen. Sie bemühten sich in der Folgezeit um ein zweites Tor. Björn Wnuck (Kopfball daneben/75.) und Mehmet Koc (rüber/82.) vergaben zwei Möglichkeiten. In der zweiten Minute der Nachspielzeit schloss Sergej Dikhtiar einen Konter über den eingewechselten Erdal Ölge mit dem 2:0-Endstand ab.

„Aller Anfang ist schwer, aber wir haben verdient gewonnen. Wichtig war, dass die Null stand“, unterstrich Uwe Brunn abschließend.

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