Barenburgs Boßler „Bliev Drup“ Klasse für sich

Sie schieben wahrlich keine ruhige Kugel

+
Die Barenburger (v.l.) Nils Kammacher, Helmut Kammacher, Christoph Sittnick und Carsten Schröder holten einmal mehr den Fachverbandstitel. ·

Barenburg - Fernsehkoch Steffen Henssler hat es schon versucht, Ex-Fußballprofi Michael Schulz ebenso. Beide stellten sich den Tücken der Wurfbahn am Renzeler Weg und boßelten mit den Mitgliedern des Boßelvereins „Bliev Drup“ Barenburg um die Wette. Dabei mussten sie schnell feststellen, dass die lokalen Stars der Szene andere Namen tragen.

Wie Nils und Helmut Kammacher, Christoph Sittnick oder Carsten Schröder. Diese vier bilden das Spitzenquartett der Barenburger und haben gerade zum siebten Mal in Folge den Fachverbandstitel für „Bliev drup“ errungen. „Im Moment haben wir Vorteile gegenüber den anderen“, berichtet Nils Kammacher. Und das war nicht immer so: Denn mit den anderen sind insbesondere die Konkurrenten aus Kirchdorf und Wehrbleck gemeint, die sich vor allem in den 90-er Jahren mit den Barenburgern heiße Duelle um die Meisterschaft geliefert hatten.

Aber was ist das überhaupt? Boßeln? 1976 machte ein gewisser Horst Behlen, der aus dem boßelverrückten Wilhelmshavener Umland stammte, die Sportart in Barenburg bekannt. Einfach gesagt: Vier Personen müssen abwechselnd und in einer festen Reihenfolge eine Boßel bis ins Ziel einer etwa fünf Kilometer langen Strecke werfen.

In Barenburg muss man das niemandem mehr erklären. Die derzeitige Dominanz im Fachverband Diep holz fußt nämlich vor allem auf der hohen Anzahl aktiver Mitglieder und dem damit verbundenen großen internen Konkurrenzkampf.

„Jeden zweiten Sonntag stehen hier mindestens 20 Akteure zum Übungsboßeln an der Wurfbahn“, erzählt der heutige „Bliev drup“-Vorsitzende Karl-Heinz Nöhre. In vereinsinternen Wettkämpfen wird dann unter anderem die Besetzung für die später folgende Meisterschaft ausgeboßelt.

„In der Regel treten die erfolgreichsten Werfer eines Jahres als erste Herrenriege an“, erläutert Nöhre. Kammacher, Kammacher, Sittnick und Schröder sind also kein über Jahre eingespieltes Team, sondern die, die im Verein 2012 am besten drauf waren. Für Helmut Kammacher ist dies aber nur eine Randnotiz: „Die Konkurrenz im eigenen Team pusht einen zwar schon, den Titel haben wir aber für den gesamten Verein und für Barenburg gewonnen. Da freut sich dann auch jeder Mitspieler mit, der es nicht ins erste Team geschafft hat.“

Nächstes Jahr sind es also vielleicht wieder vier andere, die im Teamwettbewerb die achte Meisterschaft nacheinander an die Große Aue holen wollen. Klar ist dabei nur, dass weder Henssler noch Schulz trotz ihrer ordentlichen Auftritte auf eine Nominierung für die Seriensieger hoffen können. · pka

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

„Deniz hat es allen gezeigt“

„Deniz hat es allen gezeigt“

„Deniz hat es allen gezeigt“
Der heiße Kampf um die Spitze

Der heiße Kampf um die Spitze

Der heiße Kampf um die Spitze
Freese rast zum Europarekord

Freese rast zum Europarekord

Freese rast zum Europarekord
Bassumer Squasher geben Oberliga-Spitze ab

Bassumer Squasher geben Oberliga-Spitze ab

Bassumer Squasher geben Oberliga-Spitze ab

Kommentare