Fußball-Bezirksligist schwächt sich mehrfach

Lemförde kassiert zu viele Platzverweise

Fordert von seinen Mitspielern mehr Disziplin: Lemfördes Mannschaftskapitän Dino Maieli (l.).
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Fordert von seinen Mitspielern mehr Disziplin: Lemfördes Mannschaftskapitän Dino Maieli (l.).

Das ist schon heftig: Fußball-Bezirksligist TuS Lemförde spielte in neun Partien der Staffel 2 sechsmal in Unterzahl, kassierte drei Rote Karten und drei Ampelkarten.

  • David Schiavone moniert Undiszipliniertheiten beim TuS Lemförde.
  • Trainer sucht nicht nach Ausreden.
  • Schiri Nico Harzmeier gibt Rat: „Meckern bringt nichts.“

Lemförde – Nach neun Spielen in der Fußball-Bezirksliga (Staffel 2) belegt der TuS Lemförde den vierten Platz, hätte mit etwas mehr Disziplin durchaus Zweiter sein können. Negativ: Bogdan Golgot (Spielerbeleidigung), Darius-Gheorghe Uibariu und Azat Akti (beide Notbremse) sahen die Rote Karte, Daniel Agripino (Unsportlichkeit), Andre Albuquerque (wiederholtes Foulspiel) und Dominic Becker (Meckerei) handelten sich die Ampelkarte ein. So spielten die Lemförder gleich in sechs Partien in Unterzahl.

Schiedsrichter Nico Harzmeier vom TuS Kirchdorf zeigte Dominic Becker in der Begegnung beim SV Inter Komata Nienburg (2:2) in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte: „Er hat sehr viel lamentiert. Ich habe ihn mehrmals angezählt, dann ging es nicht mehr.“ Der Referee hat keine Probleme mit den Lemförder Spielern: „Fußballerisch ist das eine gute Truppe, ich komme mit der Mannschaft klar.“

„Das geht mir total gegen den Strich. Diese Undiszipliniertheiten haben wir in jeder Besprechung zum Thema gemacht. Wir können ein Spiel nicht erfolgreich bestreiten, wenn wir ständig in Unterzahl spielen“, erläutert Lemfördes Trainer David Schiavone. In einem Punkt ist er sich sicher: „Mit voller Besetzung hätten wir den einen oder anderen Punkt mehr geholt.“ Aufgrund der Sperren war der 41-Jährige ständig gezwungen, die Mannschaft zu ändern. Da es auch noch den einen oder anderen verletzten Akteur gab, stand mehrfach eine andere Anfangself auf dem Platz.

Schiavone sucht nicht nach Ausreden: „An dieser Situation sind wir selbst schuld. Wir haben uns mit den Platzverweisen geschadet. Platz zwei wäre durchaus ein Thema gewesen, jetzt spielen wir in der Abstiegsrunde.“

Die Nackenschläge haben den in Marl wohnenden Coach gestört, zumal er auf anderen Sportplätzen (unter anderem in Brockum) dem einen oder anderen Rede und Antwort stehen musste: „Ich werde nicht auf unsere sportliche Leistung angesprochen, sondern in erster Linie auf die Platzverweise. Ich will mich eigentlich mehr über Fußball unterhalten.“

Ähnlich sieht es Kapitän Dino Maieli: „Wir fallen nicht durch eine unfaire Spielweise auf, haben mehrere dumme Gelbe Karten bekommen. Die Platzverweise gehen auf die Art und Weise aber nicht. Wir haben bei Sitzungen viel gesprochen und den Finger in die Wunde gelegt.“ Der 33-jährige Physiotherapeut fordert: „Das müssen wir in den Griff bekommen, sonst schwächen wir uns selbst. Das haben wir allerdings selbst in der Hand.“

Die Mannschaftszusammenkünfte haben schließlich doch etwas gebracht, denn in der letzten Begegnung vor dem November-Lockdown spielten die Lemförder nicht in Unterzahl, gewannen dank eines in der 86. Minute erzielten Tores von Offensivmann Andre Albuquerque beim TuS Drakenburg mit 2:1. Maieli fühlt sich bestätigt: „Wenn wir mit elf Mann eine Partie zu Ende spielen, haben wir auch größere Chancen zu gewinnen.“

TuS Lemförde will wieder positive Schlagzeilen schreiben

Schiavone nimmt seine Spieler, wenn nach der Corona-Pause wieder der Ball rollt, in die Pflicht: „Ich hoffe, dass wir aus den negativen Dingen die richtigen Schlüsse ziehen. Ich will wieder im sportlichen Bereich positive Schlagzeilen schreiben, zumal das besser für unsere Außendarstellung ist.“

Schiri Harzmeier gibt den Lemförder Fußballern noch einen Rat mit auf den Weg: „Meckern bringt nichts, ich nehme meine Entscheidungen nicht zurück.“ Eines verrät der 27-Jährige noch: „Ich höre in einem Spiel viel, kann allerdings auch einfach mal weghören.“

Von Matthias Borchardt

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