Barrien gewinnt gegen Stuhr und holt Remis gegen Heiligenrode

Sarah Zieske hält Sieg fest

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Barriens Korbhüterin Sarah Zieske zeigte beim Sieg gegen Stuhr einige Rettungstaten.

Bremen - Von Sandra Hellmers. An einem kuriosen Spieltag der Korbball-Bundesliga Nord überraschte Barrien mit einem Remis gegen Heiligenrode. Im Spitzenspiel schlug Aufsteiger Oldenbroker TV die SG Findorff. Der TV Stuhr musste erneut zwei Niederlagen schlucken und kämpft gegen den Abstieg aus der höchsten Spielklasse.

TSV Thedinghausen - TV Stuhr 9:4 (2:2): In Person von Routinier und Kapitänin Dania Rönner sowie Katja Freiheit fehlten dem TV Stuhr zwei wichtige Akteurinnen. Doch vor allem zu Beginn war davon nicht viel zu spüren. Alle taktischen Absprachen wurden umgesetzt, und so verbuchte Stuhr nach drei Minuten eine 2:0-Führung durch Victoria Wessels. Doch trotz einer erneut lupenreinen Abwehrleistung wollte der dritte Treffer einfach nicht fallen. Dabei gab es Chancen genug, doch wie zuletzt hatte der TVS haarsträubende Probleme im Abschluss. Bis zur 14. Minute dauerte es, ehe Thedinghausen mit dem Anschlusstreffer daraus Kapital schlagen konnte.

In Halbzeit zwei verkrampfte Stuhr mit jeder Minute mehr, während Thedinghausen in aller Ruhe Korb um Korb davon zog. Beim Stand von 6:3 machte Stuhr auf, konnte das aber nicht mehr für Ballgewinne nutzen.

Oldenbroker TV - TSG Seckenhausen-F. 15:14: Mit diesem Verlauf hatte TSG-Trainerin Camilla Hahn nicht gerechnet: Weil beide Oldenbroker Korbhüterinnen zu groß gemessen worden waren und damit nun gesperrt sind (siehe Extra-Text), traf der Aufsteiger auf eine Einzeldeckung. Die Schwächung der Abwehr kompensierte Oldenbrok allerdings mit seinem treffsicheren Angriffsspiel. Die TSG hingegen machte zu wenig aus den eigenen Offensiv-Bemühungen: „Wir haben das Spiel verloren, weil wir nicht konsequent genug nach vorne gespielt haben und wir in manchen Situationen einfach noch zu grün sind“, erklärte Hahn. Die Auswirkung der Messung sah sie durchaus kritisch: „Heute waren keine bundesligawürdigen Spiele zu sehen. Mehr Körbe heißt nicht unbedingt schönere Spiele“, meinte die Trainerin.

TuS Sudweyhe - TSV Heiligenrode 7:7 (4:1): Vor allem in der Anfangsphase nutzte Heiligenrode die Lichtverhältnisse in der Findorffer Halle aus und baute das Angriffsspiel von der Sonnenseite her auf. Folge: Eine komfortable 3:0-Führung nach acht Minuten. Sudweyhe machte kein schlechtes Spiel, scheiterte aber wie zuletzt oft an den eigenen Würfen. „Das macht mich immer fast verrückt! Spielerisch und taktisch halten sich die Mädels an die Vorgaben, liefern dann aber nicht“, verzweifelte Sudweyhes Trainer Alexander Mauz an der Seitenlinie.

Doch auch das Heiligenroder 5:1 nach der Pause ließ seine Mannschaft nicht verzagen, denn im Verlauf der zweiten Halbzeit setzte der TuS sein Vorhaben um, die Wurfleistung zu verbessern. Korb um Korb kämpfte sich das Mauz-Team heran. „Bis zur 29. Minute lagen wir zwar noch knapp in Führung, konnten den Anschlusstreffer und den Ausgleich nicht mehr verhindern“, erklärte TSV-Trainerin Dagmar Schnelle. Am Ende stand ein leistungsgemäßes Unentschieden.

TSV Barrien - TV Stuhr 11:7 (5:2): Dem saftlosen Auftritt gegen Thedinghausen setzte Stuhr nun ein ungeplantes Comeback entgegen. Co-Trainerin Corinna Woltemade schnürte die Turnschuhe und verstärkte die Mannschaft auf dem Feld. Das machte sich vor allem an der Schnittstelle zwischen Angriff und Abwehr bemerkbar, wo Stuhr nun wesentlich agiler zu Werke ging. Barrien allerdings zeigte ein flüssiges, schnelles Kreisspiel und lag so von Beginn an immer vorn. Beim Stand von 5:1 für das Otto-Team schien der Drops gelutscht, doch Stuhr zeigte eine gute zweite Halbzeit und lauerte lange Zeit nur noch mit zwei Treffern im Rückstand. Doch in den entscheidenden Momenten antwortete Barrien mit Treffern antworten – oder die TSV-Korbhüterin Sarah Zieske schraubte sich in die Höhe, um die diesmal häufig gut platzierten Stuhrer Würfe zu entschärfen. Beim Stand von 7:9 machte Stuhr auf, um in Ballbesitz zu kommen. Das nutzte Barrien eiskalt aus und siegte verdient.

TuS Sudweyhe - TSG Seckenhausen-F. 16:12 (9:3): Zwei „verpennte“ Halbzeiten, je Mannschaft eine – so sahen es die beiden Coaches. Während Camilla Hahn die Schwächephase ihrer Mannschaft vor der Pause ausmachte, ärgerte sich Alexander Mauz über einen lahmen zweiten Abschnitt des TuS. „Diese Schläfrigkeit haben wir überwunden, dachte ich; daran müssen wir unbedingt arbeiten“, erklärte Mauz. Die TSG hatte zwar am Ende verloren, doch Hahn nutzte die Gelegenheit, um auf die Hinrunde des Aufsteigers zurückzublicken: „Der sechste Platz ist ein tolles Zwischenergebnis. Für die Rückrunde heißt es, diese Leistung zu halten und im Rückspiel noch etwas mehr heraus zu holen“, resümierte sie.

TSV Heiligenrode - TSV Barrien 4:4 (1:3): Mit einer schrägen Taktikidee gelang es Manfred Otto, seine Mannschaft gegen den Tabellenzweiten in Front zu bringen und gleichzeitig den Gegner zu verunsichern. „Wir banden eine gegnerische Akteurin während der gesamten 40 Minuten in deren Spielhälfte und setzten gleichzeitig bei Ballbesitz auf blitzschnelle Konter“, erklärte Trainer Otto das Vorhaben. Nach 16 Minuten führte der TSV mit 3:0. Erst in den letzten zehn Minuten lief es besser für Heiligenrode. Anschluss und Ausgleich fielen, auch das Barrier 4:3 egalisierte das Schnelle-Team noch. „Meine Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft und alles gegeben“, lobte Dagmar Schnelle. „Den Punkt haben wir uns redlich verdient“, zeigte sich auch Manfred Otto nicht unzufrieden. Heiligenrode rutscht nach dem Spieltag auf Platz drei ab, Barrien liegt im Mittelfeld.

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