Startnummer 20

Sara Finke erfüllt sich erneut Traum von DM-Teilnahme

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Startnummer 20: Sara Finke (r.)

Bassum - Vor genau einem Jahr war Sara Finke zum ersten Mal für die Sportlerwahl dieser Zeitung nominiert. 2014 hatte die Judoka einen beachtlichen neunten Platz bei den Deutschen Meisterschaften erreicht, die Qualifikation für 2015 aber knapp verpasst. Deshalb sagte sie damals zu ihren Zielen für das neue Jahr: „Ich will wieder zu den Deutschen Meisterschaften. Es ist das Größte, da dabei zu sein.“

Diesen Traum hat sich die 25-Jährige im vergangenen Jahr erfüllt. Bei den Deutschen Pokalmeisterschaften erreichte sie den dritten Platz und qualifizierte sich damit wieder für das größte deutsche Turnier, das am 23. und 24. Januar in Hamburg steigt. Finke blickt schon jetzt voller Vorfreude darauf. „Es ist einfach cool, bei den Deutschen Meisterschaften dabei zu sein, die Besten kämpfen zu sehen und selbst gegen sie zu kämpfen“, strahlt die Sulingerin, die für den TSV Bassum in der Gewichtsklasse über 78 Kilogramm antritt.

„Freunde fühlen sich in meiner Gegenwart sicher“

Dabei hatte es für Finke in der Qualifikation zuerst gar nicht gut ausgesehen. Bei den Deutschen Pokalmeisterschaften verlor sie ihren ersten Kampf und musste so in die Trostrunde. Doch Finke gab nicht auf und schaffte es mit zwei Siegen tatsächlich noch zum Kampf um den entscheidenden dritten Platz, der zur Qualifikation berechtigt. Dort wartete eine bekannte Gegnerin: „Ich hatte ein paar Wochen zuvor bei den Meisterschaften in Niedersachsen gegen sie verloren. Das war für mich ein zusätzlicher Anreiz“, erzählt Finke. Sie gewann den Kampf und gleichzeitig das Ticket für die Deutschen Meisterschaften. „Das war mein persönliches Highlight im letzten Jahr“, berichtet sie strahlend. Weitere Erfolge sammelte die Kampfsportlerin bei den niedersächsischen Landesmeisterschaften, bei denen sie einen dritten Platz belegte und bei den Landesmeisterschaften von Bremen, bei denen der erste Platz heraussprang.

Abseits der Matten ist Finke eine ganz normale junge Frau. Zurzeit macht sie eine Weiterbildung zur Verwaltungsfachangestellten in Hannover, ansonsten trifft sie sich gerne mit Freunden oder geht abends mal feiern. Wenn sie neue Leute kennenlernt, seien die schon häufig überrascht über ihre Leidenschaft für den Judo-­Sport. „Dann werde ich gefragt: Ist das nicht brutal? Dabei ist es das gar nicht“, erzählt Finke schmunzelnd. Insgesamt sehen ihre Freunde und Bekannte ihren Sport aber sehr positiv. „Sie haben Respekt davor und fühlen sich sicher in meiner Gegenwart“, lacht Finke: „Wenn wir abends in Hannover losgehen, sagen sie: ,Wir brauchen uns keine Sorgen zu machen, Sara ist ja dabei.'“

Neben der Schule geht Finke in ihrer Freizeit zwei bis vier Mal in der Woche zum Judo und macht zudem regelmäßig Fitnesstraining. Schließlich hat sie auch für 2016 einige Ziele. Mit dem VfL Stade, für den Finke dank eines Fremdstartrechts in der Bundesliga kämpft, möchte sie eine gute Saison hinlegen. Und natürlich sollen auch bei den vielen Einzelmeisterschaften wieder gute Ergebnisse herausspringen. Das Highlight des Jahres sind aber natürlich die Deutschen Meisterschaften. „Mein Ziel ist es, eine gute Leistung zu liefern. Die Platzierung ist für mich nicht so entscheidend“, meint Finke. Ein bisschen träumen, ist aber erlaubt: „Irgendwann eine Medaille bei den Deutschen Meisterschaften zu gewinnen, wäre schon cool.“

kal

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