Brinkumer SV war in der Vorbereitung eine Wundertüte

Saisonauftakt mit ganz vielen Fragezeichen

Bei Tom Trebin (rechts) zwickt noch die Leiste. Der Einsatz des Brinkumers am Sonntag zum Saisonauftakt bei BTS Neustadt ist noch fraglich. - Foto: Töbelmann

Brinkum - In den vergangenen Wochen war der Brinkumer SV so etwas wie eine Wundertüte. Mäßige Leistungen wechselten sich mit richtig guten Spielen fast regelmäßig ab. Und so kann Trainer Kristian Arambasic auch nur schwer beurteilen, wo seine Mannschaft vor dem Saisonauftakt in der Fußball-Bremen-Liga am Sonntag (13.30 Uhr) bei BTS Neustadt überhaupt steht. „Wir haben noch keine Stabilität gefunden“, räumt der Coach ein, der heute seinen 39. Geburtstag feiert.

Aufgrund von Verletzungen und auch urlaubsbedingt hatte Arambasic in der bisherigen Vorbereitung „nicht einmal bei Spielen oder im Training alle Mann an Bord. Wir stecken quasi noch weiterhin in der Vorbereitung. Und ich denke es wird noch rund zehn Tage dauern, bis wir so weit sind.“ Wichtig sei gewesen, die beiden Spiele im Bremer Landespokal zu gewinnen. Das habe der Mannschaft Selbstvertrauen gegeben.

Ansonsten aber brauche das Team noch Zeit. „Die Mannschaft ist noch einmal deutlich verjüngt worden, und man muss den jungen Talenten die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln und zu stabilisieren. Die Leistungen waren bislang noch zu schwankend“, meint der Brinkumer Trainer. Zudem sei der Etat reduziert worden. „Und dann kannst du keine fertigen Spieler holen“, weiß Arambasic.

Am Sonntag in Neustadt hat der Brinkumer SV erneut Personalsorgen. Lars Tyca und Marcel Dörgeloh fallen wegen Leistenbeschwerden noch länger aus. „Ein herber Verlust“, bedauert Arambasic, der vermutlich auch auf Daniel Block (Zerrung) verzichten muss. Offen ist noch, ob Tom Trebin (Leistenbeschwerden) spielen kann. „Ich habe ihm die ganze Woche trainingsfrei gegeben, damit er sich auskurieren kann“, sagt Arambasic.

Neustadt bezeichnet der BSV-Coach als eine sehr starke Truppe, die „kompakt und diszipliniert gegen den Ball arbeitet und dann über das Umschaltspiel kommt“. Für seine Mannschaft bedeute das, bissig in die Zweikämpfe zu gehen. „Wir haben uns in diesem Jahr ohnehin vorgenommen, aggressiver zu spielen“, verrät Arambasic. Dann soll das eigene, schnelle Umschaltspiel – auch über die Flügel – den Gegner in die Bredouille bringen.

Ein Wiedersehen gibt’s am Sonntag mit Esin Demirkapi. Brinkums etatmäßiger Innenverteidiger wechselte zum Saisonende nach Neustadt, „um dort mit seinen Freunden in der Zweiten zu spielen“, so Arambasic, „doch jetzt spielt er doch wieder Erste – und gegen uns.“ Und der BSV-Trainer weiß um die Stärke von Demirkapi, der in Fabien Njie einen ebenso starken Abwehrspieler an seiner Seite hat. Kein Zuckerschlecken also für Brinkums neue Sturmhoffnung Saimir Dikollari. 

flü

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