Fortführung der unterbrochenen Serie eher unwahrscheinlich

Saisonabbruch im Tischtennis rückt näher

Heiligenrodes Topspielerin bei einem Ballwechsel.
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Die Gesundheit steht für Nele Puls im Vordergrund. Die Spitzenspielerin des TischtennisOberligisten TSV Heiligenrode hofft auf einen Saison-Abbruch.

Hannover – Unverändert befinden sich Deutschlands Tischtennisspieler – mit Ausnahme der Bundesliga-Cracks – im „Winterschlaf“: Aufgrund der Corona-Pandemie ruht seit November der Spielbetrieb – und daran dürfte sich zumindest in Niedersachsen zeitnah auch nichts ändern.

Im Gegenteil: Ein kompletter Saisonabbruch rückt immer näher, da sich bei einem informellen Austausch des Niedersächsischen Tischtennisverbandes (TTVN) mit seinen Kreisvertretern ein eindeutiges Meinungsbild ergab. Von 45 Teilnehmern stimmten 43 gegen eine Fortführung der Saison – viel klarer geht es kaum.

Auch Andre Meyer vom Landesligisten TSV Heiligenrode rechnet mittlerweile nicht mehr damit, vor September Punktspiele absolvieren zu dürfen: „Das halte ich für unrealistisch. Natürlich würden wir alle gerne wieder in die Hallen zurück, aber derzeit lassen es die Coronazahlen doch einfach noch nicht zu. Wer weiß schon, wann erste Lockerungen möglich sind? Ich plädiere dafür, die Saison zu annullieren und sie im Herbst zu wiederholen. Falls es dann machbar ist.“ Ähnlich äußert sich Vereinskollegin Nele Puls: „Momentan macht Hallensport für mich einfach keinen Sinn. Die Gesundheit muss ja an erster Stelle stehen. Ich hoffe auf einen Abbruch.“

Allerdings ist für Puls und ihr Heiligenroder Oberligateam nicht der TTVN zuständig. Hier muss der Norddeutsche Verband eine Entscheidung fällen. Ob diese indes von einem TTVN-Votum abweichen wird? Eher unwahrscheinlich.

Kramer würde gern Hinrunde beenden

Die Heiligenroder Vertreter wollen die Spielzeit also nicht mehr zu Ende spielen – Jens Kramer hingegen schon. Der Spitzenspieler des Bezirksoberligisten SC Twistringen möchte „wenigstens die Hinrunde beenden. So viele Partien wären das ja nicht mehr. Man könnte die Serie doch bis Ende Mai verlängern und so die restlichen Spiele durchbekommen.“

Geld wetten würde Kramer auf diese Lösung jedoch nicht: „Ich hätte zwar wieder voll Bock auf Punktspiele, aber es läuft wohl alles auf einen Saisonabbruch hinaus. Dann muss ich mich wohl mit Schnee schippen und Holz hacken fit halten.“

Okay, fortgeführt wird die Spielzeit mit ziemlicher Sicherheit tatsächlich nicht mehr. Aber was folgt daraus? Die wahrscheinlichste Variante ist Teilnehmern zufolge, dass die Serie annulliert und ab September – so es Corona zulässt – wiederholt wird. Mit vermutlich den gleichen Staffeleinteilungen wie in der momentan ausgesetzten Saison. Mit einer Ausnahme: Vereinen, die wegen der Pandemie ihre Mannschaften freiwillig abgemeldet hatten, soll laut Teilnehmerkreisen die Rückkehr in ihre angestammte Spielklasse ermöglicht werden. So könnte der TSV Asendorf demnach wieder in der 2. Bezirksklasse der Herren aufschlagen, was Swen Bergmann vom Ligakonkurrenten TuS Syke ausdrücklich begrüßen würde: „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir wieder auf unsere Asendorfer Kumpels treffen. Dann hätte der Saisonabbruch ja sogar etwas Gutes. Wahrscheinlich ist es wirklich vernünftiger, wenn es erst im Herbst weiter geht. Dann haben wir Corona hoffentlich besser im Griff.“

Hat noch „voll Bock“ auf Punktspiele in der Bezirksoberliga: Twistringens Topspieler Jens Kramer. Er hofft, dass wenigstens die Hinrunde beendet werden könnte.

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