Vereine sprechen sich mit klarer Mehrheit dafür aus / Entscheidung am 4. Juni

Saison-Abbruch in Bremen rückt näher

Klare Kante: Brinkums Spartenleiter Jörg Bender plädiert für einen Saisonabbruch ohne Absteiger und mit Quotientenregelung beim Aufstieg. Foto: töbelmann

Bremen – Die vorletzte Hürde im Bremer Fußball-Verband (BFV), wie es denn nun mit der wegen der Coronakrise unterbrochenen Saison weitergehen soll, wurde am Mittwochabend genommen. In einer Video-Konferenz des Bremer Vorstandes (anwesend waren Präsident Björn Fecker und der Spielausschuss-Vorsitzende Andreas Kramer) mit den Mitgliedsvereinen des Bezirks Bremen Stadt (Bremerhaven und Bremen-Nord waren schon früher dran) wurden zwei Modelle diskutiert, um die aktuelle Spielzeit abzuschließen.

Modell 1: Die Saison wird abgebrochen. Absteiger wird es nicht geben, und die beiden Aufsteiger werden durch eine Quotientenregelung (Punkte geteilt durch Anzahl der Spiele) ermittelt.

Modell 2: Die Saison wird ab dem Zeitpunkt noch fortgeführt, wenn wettkampfmäßiger Mannschaftssport wieder zulässig ist.

Die überwältigende Mehrzahl der Vereine (89,5 Prozent – 51 Vereine) votierte für die erste Variante. Lediglich vier Clubs machten sich für eine Fortsetzung der Saison nach den Sommerferien stark. Zwei Vereine enthielten sich der Stimme.

„Ich habe vor der Schalte zu Hause noch gesagt, dass ich für Abbruch ohne Absteiger und mit Quotientenregelung beim Aufstieg bin. Und so ist es letztlich ja auch gekommen. Ich kann mit dieser Lösung sehr gut leben“, erklärte Brinkums Spartenleiter Jörg Bender, der beim BSV auch Manager der ersten Herren in der Bremen-Liga ist.

Von dieser Regelung kann allerdings abgewichen werden, sollte es der Bremen-Liga-Spitzenreiter FC Oberneuland tatsächlich in die Regionalliga schaffen. In einer noch zu spielenden Relegation müsste das Team von Trainer Kristian Arambasic den ersten oder zweiten Platz in einer Dreiergruppe belegen. Im Falle des Aufstiegs würden dann zum Beispiel aus der Landesliga drei statt der eigentlich zwei vorgesehenen Teams aufsteigen dürfen. Diese Regelung würde auch in den darunter liegenden Klassen zur Anwendung kommen.

Durch die Tatsache, dass keine Mannschaft absteigen wird, werden die Sollzahlen der Ligen in der kommenden Spielzeit (wann auch immer die beginnen wird oder darf) natürlich überschritten. „Da war die einhellige Meinung, dass man die Rückkehr zur alten Sollstärke nicht im Hauruck-Verfahren macht, sondern auf mehrere Jahre verteilt, in denen es dann mehr Absteiger gibt als eigentlich vorgesehen sind“, erklärte Bender.

Offen hingegen blieb die Frage, ob und wann die noch ausstehenden Partien im Halbfinale des Landespokals nachgeholt werden. Bereits vor einiger Zeit wurde schon der „Tag der Amateure“, also die bundesweiten Endspiele der einzelnen Landesverbände, auf unbestimmte Zeit verschoben. Hier soll erst die weitere Entwicklung auf DFB-Ebene abgewartet werden.

Das Abbruch-Szenario für die Bremer Ligen muss nun nur noch eine Hürde nehmen. Am 4. Juni findet ein virtueller außerordentlicher Verbandstag statt. Dort sollen die rechtlichen Grundlagen für den Abbruch final beschlossen werden, wie es gestern in einer Pressemitteilung des BFV hieß.

Wann die neue Saison 2020/21 dann starten wird, steht noch in den Sternen. Benders Aussage dazu: „Definitiv besprochen wurde es nicht. Wenn jedoch in diesem Jahr gar nicht mehr gespielt wird, dann könnte ich mir vorstellen, dass im neuen Jahr vielleicht nur eine Runde durchgeführt wird.“  töb

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