Brinkumer erzielt 3:2-Siegtor in der Nachspielzeit / „Ich bin stolz auf euch“

Safi auf Wolke sieben

Da musste das Trikot dran glauben: Brinkums Ramien Safi schreit seine Freude nach dem Siegtor heraus. Auch Kapitän Jannik Bender hat seinen Spaß.
+
Da musste das Trikot dran glauben: Brinkums Ramien Safi schreit seine Freude nach dem Siegtor heraus. Auch Kapitän Jannik Bender hat seinen Spaß.

Brinkum – Gelbe Karte wegen Ausziehens des Trikots – das war Ramien Safi gestern Nachmittag sowas von egal. In der vierten Minute der Nachspielzeit stand der aus Uphusen geholte Offensivmann des Brinkumer SV goldrichtig, drückte die Kugel über die Linie – und dann zog er blank. Es war beim 3:2 (0:1) am Sonntag im Heimspiel gegen die BTS Neustadt ein Dreier des Willens, denn der BSV lag bereits mit 0:2 hinten und hatte bis dahin sogar schon einen Elfer (Nicolai Gräpler) vergeben.

Nach dem Match kam es wie erwartet zur freudigen Rudelbildung auf dem Brinkumer Rasenplatz. Zur Ansprache des Trainers schloss Esin Demirkapi den Kreis als Letzter. Der Innenverteidiger hatte zuvor noch seine Neustädter Ex-Kollegen etwas getröstet. Aber Demirkapi schaltete schnell wieder auf Brinkum-Modus um und meinte zu seinen Mitspielern: „Ich bin echt stolz auf euch, dass wir hier noch ein 0:2 drehen.“

In diese Richtung ging auch die kurze Ansprache von Trainer Mike Gabel: „Das macht eine Spitzenmanschaft aus, dass sie solche Spiele nach einem 0:2-Rückstand noch gewinnt. Ihr seid eine geile Truppe. Schönes Wochenende.“

Und mit etwas mehr Abstand zum Match fügte Gabel noch hinzu: „Wir haben das Ding auch gedreht, weil wir mehr Kraft hatten als Neustadt. Zudem hätten wir schon in der ersten Halbzeit klar führen müssen.“

Safi (4.) und zweimal Herman Mulweme (27.) vergaben gute Chancen für die Gastgeber. Und in der 32. Minute leistete sich Nicolai Gräpler nach Foul an Hyoungbin Park sogar den Luxus eines verschossenen Elfers. „Der war aber auch wirklich nicht gut geschossen“, meinte Gabel. Weiterer Nackenschlag: Kurz vor der Pause traf Rigo Ehresmann nach vorangegangenem Fehler von Eugen Uschpol zum 1:0.

Und die Gäste hatten noch einen zweiten Nackenschlag in der Pipeline. Nur zehn Sekunden nach Wiederbeginn sorgte Hassan Sleiman für das 2:0. Eigentlich war das sogar der dritte Nackenschlag, spielte Sleiman doch in der vergangenen Saison noch am Brinkumer Brunnenweg.

Aber danach ging ein Ruck durch das Team des letztjährigen Tabellendritten. Neustadt konnte sich, vielleicht auch wegen nachlassender Kraft, kaum noch aus der Defensive befreien. Brinkum war besonders über die linke Seite gefährlich. So in der 48. Minute: Linksflanke Park, Kopfball Mulweme – 1:2. Dieses Muster mundete Brinkum offenbar. In der 63. Minute fiel so auch das 2:2. Nach scharfer Flanke von Gräpler stand der spielende Co-Trainer Kevin Artmann goldrichtig und köpfte aus fünf Metern den Ausgleich.

Jetzt wollte Brinkum auch den Sieg, hatte aber Glück, dass Sleiman in der 86. Minute aus halbrechter Position verzog. Mit der Einwechslung von Dennis Krefta als „Brecher“ ging Gabel noch einmal in die Vollen. Und das sollte sich auszahlen. In der vierten Minute der Nachspielzeit band Krefta in der Sturmmitte mehrere Neustädter Verteidiger, sodass Safi nach, na klar, einer Linksflanke zum umjubelten 3:2 netzen konnte. Der Siegtorschütze drehte danach völlig am Rad, hatte sich aber schnell wieder im Griff: „Ich habe immer dran geglaubt, dass wir es noch schaffen können.“

Von Gerd Töbelmann

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Dämpfer für PSG und Chelsea zum Start der Champions League

Dämpfer für PSG und Chelsea zum Start der Champions League

Mit dem Kart mitten durch die Wohnung

Mit dem Kart mitten durch die Wohnung

Die Schätze der zyprischen Küche in Larnaka genießen

Die Schätze der zyprischen Küche in Larnaka genießen

Ist ein Fahrradschutzbrief sinnvoll?

Ist ein Fahrradschutzbrief sinnvoll?

Meistgelesene Artikel

Dem Handball droht eine Absagen-Flut

Dem Handball droht eine Absagen-Flut

Dem Handball droht eine Absagen-Flut
Erst der Armbruch, dann das Tor

Erst der Armbruch, dann das Tor

Erst der Armbruch, dann das Tor
Der „liebe“ Holger Zander geht

Der „liebe“ Holger Zander geht

Der „liebe“ Holger Zander geht
Nach der Quarantäne die Klatsche

Nach der Quarantäne die Klatsche

Nach der Quarantäne die Klatsche

Kommentare