Jahn-Keeper brilliert beim 32:20-Kantersieg

Sadeghi hat überall die Finger dran

„Ich muss ihm seine Freiräume aufzeigen“, sagte Sven Engelmann nach der Partie über Kreisläufer Hannes Brenning (am Ball). Hat funktioniert: Sechs Tore sprechen für sich.

Kreis-Diepholz - Von Arne HelmsBRINKUM · Dass die SG Achim/Baden II am Ende der Saison in der Handball-Verbandsliga nicht von der Tabellenspitze grüßen wird, war Sven Engelmann am Samstag auch klar. Dennoch verschaffte es dem Trainer des FTSV Jahn Brinkum eine „Genugtuung, dass wir den aktuellen Tabellenführer mit einer Rumpfmannschaft aus unserer Halle gerammt haben“ – und zwar mit 32:20 (15:12).

Aufgrund eines Regelverstoßes bei der Aufstellung hatten die Brinkumer den Saisonauftakt gegen Wagenfeld im Nachhinein verloren. Unter der Woche signalisierten dann noch fünf Spieler, dass es mit einem Einsatz am zweiten Spieltag nichts werden würde – unter anderem Mittelmann Carsten von der Heyde. „Wir waren richtig verunsichert“, gab Engelmann später zu. Ihm sei angst und bange gewesen.

Während des Spiels war davon keine Spur mehr. Brinkum zeigte sich absolut unbeeindruckt und war sichtlich bemüht, die Partie zu kontrollieren. Dies gelang in der Anfangsphase vor allem über den sprunggewaltigen Matthias Schneider im linken Rückraum. Bis er in Manndeckung genommen wurde (35.), wuchtete Schneider den Ball insgesamt zehn Mal in die Maschen und raubte Achims Schlussmann Andreas Dörries-Sobczak schon nach 16 Minuten den letzten Nerv – Torwartwechsel. Die Gäste hatten dem nur den zunächst treffsicheren Rechtsaußen Jannis Elfers entgegenzusetzen. Doch auch der musste nach drei schnellen Toren erkennen, dass gegen Brinkums Torhüter Aschkan Sadeghi am Samstag kein Kraut gewachsen war. „Wegen dem Spiel gegen Wagenfeld bin ich mit Wut im Bauch auf das Feld gegangen. Mit dem Anpfiff war ich allerdings voll konzentriert“, sagte Sadeghi nach seiner Klasse-Leistung.

In der ersten Halbzeit stachen noch Aktionen wie der Hüftwurf von Jan Niclas Weber zum 13:10 (26.) heraus. Nach dem Seitenwechsel sorgte zunehmend die Defensive für ein Raunen unter den knapp 100 Zuschauern. Sven Engelmann hatte eine „super Absprache zwischen Torhüter und Abwehr“ gesehen: „Beide haben fast immer die richtige Ecke dichtgemacht. Und Aschkan hat die Bälle zum Teil ja sogar gefangen.“ Der Gelobte, der nach nur sieben Gegentoren in Durchgang zwei Platz machte für Nachwuchsmann Michael Mischok (55.), zeigte sich jedoch zurückhaltend: „Sie haben es mir aber auch leicht gemacht.“ Das bezog sich zum einen auf die nachlassenden Gäste – viel mehr aber auf die gute Arbeit seiner Vorderleute, die von Meik Schäfer und Christoph Schneider gekonnt dirigiert wurden. Zudem lief es vorne weiterhin gut: Über 20:15 (38.) erhöhten die Gastgeber auf 24:16 (48.). Und allerspätestens mit dem 28:17 (52.) durch Kreisläufer Hannes Brenning war alles klar.

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