Stratnummer 3

Sabrina Ernst (Radsport)

+
Sabrina Ernst hat ein erfolgreiches Radsportjahr hinter sich, unter anderem belegte sie den fünften Platz beim Weser-Ems-Cup. Auch im kommenden Jahr möchte die 30-Jährige des RSV Bruchhausen-Vilsen wieder angreifen.

Bruchhausen-Vilsen - Von Julian Diekmann. Dafür, dass Sabrina Ernst erst seit November 2016 Radsport betreibt, zählt sie in der Region schon zu den ganz großen Fahrerinne – unter anderem belegte die Cross- und Mountainbikerin des RSV Bruchhausen-Vilsen beim Weser-Ems-Cup 2017/18 den fünften Platz in der Kategorie „Hobby der Frauen“. Nicht gerade selbstverständlich für eine Athletin, die vorher nichts mit der Sportart zu tun hatte.

Dabei ist der Weg, der sie zum Radsport brachte, eher traurig. „Ich hatte einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten und suchte damals nach einem Sport, bei dem ich den Kopf frei bekomme. Ich musste einfach etwas machen, alleine schon, um wieder gute Laune zu bekommen“, blickt die OP-Fachkrankenschwester im Bremer Krankenhaus „Links der Weser“ auf ihre sportlichen Anfänge zurück. „Damals hat mich ein Bekannter auf den RSV Bruchhausen-Vilsen aufmerksam gemacht.“ Also machte sich die Leesterin auf den Weg in den Luftkurort. „Seitdem bin ich mit Herz und Seele dabei“, betont die 30-Jährige. Der RSV sei mittlerweile zu ihrer zweiten Heimat geworden: „Am Anfang bin ich einfach ein bisschen mitgejuckelt.“ Das änderte sich aber schnell. Zu verdanken hat sie das vor allem Manja und Eckhard Pleuß, die ebenfalls beim RSV Bruchhausen-Vilsen aktiv sind. Das Ehepaar nahm Sabrina Ernst damals an die Hand: „Die beiden sind zu meinen absoluten Lieblingsmenschen geworden.“

Seitdem geht es für den Newbie steil bergauf. „Allein in den zurückliegenden sieben Monaten habe ich mein Leistungsniveau enorm gesteigert“, strahlt Ernst. Die Pleuß’ haben ihr auch Jos Habraken vermittelt, der seit Februar ihr fester Trainer ist. „Er hat für mich extra einen Trainingsplan erstellt.“ So ging es dann auch bei Wind, Nässe und Kälte raus. „Gerade bei Minusgraden ist es doch schon richtig hart“, weiß Ernst.

Doch das Training machte sich schnell bezahlt. So steigerte sich die Krankenschwester beim Allersheimer Mountainbike-Cup, bei dem sie einen Marathon über 50 Kilometer fuhr, im Vergleich zum Vorjahr um starke 30 Minuten, was ihr am Ende den zweiten Platz in der Gesamtwertung der Frauen einbrachte. „Da war ich von meiner Leistung ganz schön überwältigt. Zumal ich auch noch eine Lizenzfahrerin abhängen konnte“, berichtet die RSV-Athletin.

Damit aber nicht genug: Auch bei der aktuellen Cross-Serie des Weser-Ems-Cups 2018/19 läuft es für Ernst mehr denn je nach Plan. „Hier konnte ich gleich das erste Rennen gewinnen“, strahlt die Siegerin. Anschließend folgten weitere Podiumsplätze. Mittlerweile hat sie zehn der insgesamt zwölf Rennen der Serie hinter sich. Im Gesamtklassement liegt sie auf einem guten zweiten Platz, hat lediglich einen Punkt Rückstand auf die Gesamtführende Linda Pleis. „Linda ist ein richtiges Urgestein der Szene, hat bereits viele Titel abgeräumt“, informiert die Zweitplazierte. Somit fällt die Entscheidung über den Gesamtsieg erst im letzten Rennen der Serie, das am 6. Januar in Engter über die Bühne geht. „Es wird ein richtiges Battle um Platz eins“, ist sich Ernst sicher, die parallel auch noch bei der Panther-Cross-Serie (Deutschlands älteste Cyclocross-Veranstaltung), die in Braunschweig ausgetragen wird, beste Chancen auf den Gesamtsieg hat. „Das unterscheidet mich von anderen Fahrerinnen, die meistens nur an einer Serie teilnehmen. Das bedeutet aber auch, dass ich oft samstags und sonntags im Einsatz bin. Aber ich habe einfach Bock darauf“, hat sich Sabrina Ernst auch für das kommende Jahr hohe Ziele gesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Autotest: Taugt der Ford Kuga als modernes Familienauto?

Autotest: Taugt der Ford Kuga als modernes Familienauto?

Fotostrecke: Erstes Werder-Training in der Coronavirus-Krise

Fotostrecke: Erstes Werder-Training in der Coronavirus-Krise

Autos, Bier und Zigarren - Wer "Corona" alles im Namen trägt

Autos, Bier und Zigarren - Wer "Corona" alles im Namen trägt

Auto fahren in Corona-Zeiten

Auto fahren in Corona-Zeiten

Meistgelesene Artikel

Brinkmanns Vorschlag: „Die Saison für ein Jahr einfrieren“

Brinkmanns Vorschlag: „Die Saison für ein Jahr einfrieren“

Spitzen-Squasher vor ungewisser Zukunft

Spitzen-Squasher vor ungewisser Zukunft

„Sturmtank“ für Sudweyhe

„Sturmtank“ für Sudweyhe

Behrens bleibt Melchiorshausen erhalten

Behrens bleibt Melchiorshausen erhalten

Kommentare