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Sabbars Traumtor eröffnet Schützenfest: Melchiorshausen feiert 7:0-Sieg

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Von: Fabian Terwey

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Satter Schuss in den Winkel: Abdessammad Sabbar (re.) vom TSV Melchiorshausen trifft in den Knick.
Satter Schuss in den Winkel: Abdessammad Sabbar (re.) vom TSV Melchiorshausen trifft in den Knick. © terwey

Im Stuhlkreis vorm Kabinentrakt genossen die Spieler das verdiente Siegerbier in der Sonne. Mit 7:0 (2:0) hatte Fußball-Landesligist TSV Melchiorshausen soeben das Heimspiel gegen das sieglose Schlusslicht DJK Germania Blumenthal gewonnen. „Wir haben uns für unsere Leistung belohnt. Es war ein hartes Stück Arbeit“, freute sich Torschütze Abdessammad Sabbar vom Tabellenzehnten.

Melchiorshausen –Sein Traumtor zum 1:0 eröffnete den Torreigen vor rund 30 Zuschauern am Bollmannsdamm (12.). „Abdou“ hatte sich in der komplizierten Anfangsphase gegen defensiv kompakte Gäste ein Herz gefasst und nach Halbfeldflanke von Marvin Nienstermann die Kugel aus 15 Metern kurzentschlossen in den Winkel gejagt. „Den Ball habe ich satt getroffen, aber entscheidend war die kollektive Zusammenarbiet“, sagte Sabbar. In der Folge belagerte Melchiorshausen weiter das Gäste-Tor. TSV-Trainer Lars Behrens ordnete ein ums andere Mal bei gegnerischen Abstößen an: „Vorne bleiben!“ Doch der TSV biss sich am Blumenthaler Bollwerk lange die Zähne aus. Karim Bourou tat sein Übriges dazu bei. Der eher kleine aber dafür sprunggewaltige Gäste-Torwart kratzte Kugel um Kugel aus den Ecken seines Kastens. Doch gegen Lukas Heinemanns Einzelleistung war auch Blumenthals aufgeweckter Keeper chancenlos. Der Dreh- und Angelpunkt des Melchiorshauser Offensivspiels tankte sich im Strafraum durch und brachte den Ball im Fallen vorbei an Bounou ins lange Eck – 2:0 (43.).

„Ich bin mit der kämpferischen Leistung in der ersten Halbzeit zufrieden. Wir haben uns mit dem Abstieg längst abgefunden. Die 13 Leute, die da waren, haben sich gut verkauft“, sagte Wolfgang Stednitz. Das einzige, was dem Blumenthal-Trainer nicht gefiel, war „das Wettern gegen den Schiedsrichter“. Das ließ im zweiten Durchgang nach – ebenso wie die Gegenwehr. „Am Ende hatten wir keine Kraft mehr“, sagte Stednitz: „So bekommen wir wieder nur Lob dafür, dass wir überhaupt noch antreten.“

„Abdou“ Sabbar

Der TSV-Angreifer traf traumhaft zum 1:0 in den Winkel, bereitete drei Tore für seine Teamkollegen vor und sorgte zudem für gefährliche Standards aus allen Lagen.

Spätestens, als der eingewechselte Elmar Brühl auf Sabbar-Zuspiel vom Sechzehnereck lang in den Winkel geschlenzt hatte, war die Vorentscheidung gefallen (58.). Kennet-Eric Heise legte in ähnlicher Manier das 4:0 nach (66.). Wie schon für Brühl hatte Sabbar von rechts die Vorabeit geleistet. Und der 31-Jährige bereitete auch das 5:0 vor, bediente per Ecke den freistehenden Marvin Nienstermann, der wuchtig einnickte (79.).

Und es wurde noch bitterer für die Gäste. Weil Torwart Bounou nach Hechtsprung verletzt raus musste, rückte Feldspieler Daniel Mc Gunigall zwischen die Pfosten. Das Kontingent an Wechselspielern war zudem erschöpft, und so musste Blumenthal obendrein mit einem Mann weniger agieren. Marven Lange nutzte das prompt, drosch nach zunächst geklärter Ecke aus 16 Metern ein (83.). Doppelpacker Heinemann erhöhte – ebenfalls von der Strafraumkante – auf 7:0 (84.). „Mich hat extrem gefreut, dass die Jungs aus der zweiten Reihe – wie Enrico Nienstermann oder auch Kennet-Eric Heise – sich angeboten haben und wir die Intensität aufrecht gehalten haben“, sagte Behrens: „Das ist in Melchiorshausen nicht immer der Fall. Am Ende wollen wir auf einen einstelligen Tabellenplatz.“

TSV Melchiorshausen - DJK Blzumenthal 7:0 (2:0)

Melchiorshausen: Gätje - Lange, M. Nienstermann, E. Nienstermann, Westerhold (40. Kel.-E. Heise), Heinemann, Kaiser, Sökel, Discher (46. Brühl), Sabbar, Ken.-E. Heise. Tore: 1:0 (12.) Sabbar, 2:0 (43.) Heinemann, 3:0 (58.) Brühl, 4:0 (66.) Ken.-E. Heise, 5:0 (79.) M. Nienstermann, 6:0 (83.) Lange, 7:0 (84.) Heinemann. Schiedsrichter: Daniel Grube (TS Woltmershausen).

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