Melchiorshausen findet erst nach einer halben Stunde in die Partie / Trainer Behrens hadert

Sabbar gleicht vom Punkt aus – 1:1

Die (tragische) Figur des Tages: Findorffs Kapitän Nico Sperling (l.), hier im Duell mit Melchiorshausens Jan-Phillip Brünings, traf zunächst selbst und verursachte dann den Handelfmeter, der zum 1:1-Endstand führte. Foto: Schlickmann

Melchiorshausen - Von Felix Schlickmann. So richtig wusste Trainer Lars Behrens nicht, was er mit diesem 1:1 (0:1) seines TSV Melchiorshausen im Heimspiel gegen die SG Findorff anfangen sollte. „Grundsätzlich ist die Punkteteilung sicherlich in Ordnung“, sagte der 40-Jährige nach dem Spiel am Samstagnachmittag, meinte dann aber: „Nach dem Spielverlauf hätten es unter dem Strich auch drei Zähler sein können.“ Und er hatte durchaus Recht, seine Landesliga-Fußballer waren über weite Strecken die bessere Mannschaft. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass der TSV gerade die Anfangsphase der Partie ordentlich verschlief.

Die von Beginn an aggressiven Findorffer kauften Melchiorshausen zunächst den Schneid ab und gingen promt in Führung. Eine Freistoßflanke von Tobias Eck aus dem linken Halbfeld landete genau auf dem Kopf von Kapitän Nico Sperling, der aus Nahdistanz TSV-Torwart Sascha Kleeman per Kopf überwand (6.). Auch in der Folge fanden die Gastgeber nicht so richtig in die Partie, die nächste Gelegenheit gehörte wieder den Gästen. Eick scheiterte mit seinem unpräzisen Abschuss an Kleemann, der den Ball allerdings nur abklatschen ließ. Marc-David Klebers Nachschuss parierte der Schussmann mit einer starken Fußabwehr (25.).

Erst nach einer halben Stunde meldeten sich dann auch Behrens’ Spieler an. Eine schöne Kombination über Ole Discher und Abdessamad Jabbar endete bei Jan-Phillip Brüning, sein Abschluss rauschte jedoch knapp rechts am Tor vorbei. Dennoch war die Aktion so etwas wie eine Initialzündung für die Blau-Weißen, die von Minute zu Minute besser ins Spiel kamen. Stürmer Lukas Kracke hatte die letzte Aktion vor der Pause, zog seinen Schuss jedoch links vorbei (44.).

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gastgeber ihre beste Phase. Lucas Heinemann scheiterte zwar aus kurzer Distanz an Findorffs Keeper Astrit Morina (46.), doch die viel bissigeren Melchiorshauser blieben nun dran und hatten zwei Minuten später die Riesenchance auf den Ausgleich. Einen langen Einwurf berührte Sperling mit dem Arm: Elfmeter. Sabbar verwandelte sicher links oben. Kurz darauf forderten die Gastgeber erneut Strafstoß: Sabbar war im Sechzehner zu Fall gekommen, Schiedsrichter Bastian Norden (SG Aumund-Vegesack) ließ aber weiterspielen (51.).

Die Gäste, die eigentlich nur über Standards gefährlich wurden, versuchten, die Euphorie des TSV nun etwas zu bremsen – und schafften dies auch beinahe. Raphael Wempners Kopfball nach Freistoßflanke von Eick zischte jedoch knapp links vorbei (53.). Zwar gelang es den Findorffern nicht, den Treffer zu erzielen, trotzdem hielten sie Melchiorshausen in der Folge erfolgreich vom eigenen Tor fern. Und plötzlich wäre die SG trotz klarer Ballbesitznachteile wieder in Führung gegangen. Ein eigentlich harmlos anmutender Flachschuss von Gregor Bertram setzte tückisch auf und klatschte an den linken Innenpfosten (69.). Melchiorshausen schaffte es auch danach nicht mehr, seine optische Überlegenheit in klare Torchancen umzumünzen. Brünings Kopfball (75.) und Sabbars Schuss aus spitzem Winkel (83.) brachten Morinas Kasten nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

„Es hätte den zweiten Elfmeter auch geben müssen“, haderte Behrens ein wenig mit der Schiedsrichter-Entscheidung aus der 51. Minute. Dennoch wollte er die zwei verlorenen Punkte nicht auf den Unparteiischen schieben: „Uns hat im letzten Drittel die Präzision gefehlt.“

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