Saatci und Dikollari schießen BSV beim 2:0 gegen Vegesack auf den Thron

Brinkumer SV kann auch Spitzenspiel

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In der 90. Minute machte Saimir Dikollari mit seinem 2:0 den Deckel drauf.

Brinkum - Von Gerd Töbelmann. Nach der 0:5-Klatsche zum Saisonstart gegen den Meister Bremer SV konnte man meinen, dass dem Brinkumer SV Spitzenspiele vielleicht nicht liegen könnten. Gestern zeigte sich der Fußball-Bremen-Ligist von einer anderen Seite, setzte sich vor 200 Zuschauern auf eigenem Platz mit 2:0 (1:0) gegen den Tabellenzweiten SG Aumund-Vegesack durch und eroberte damit die Tabellenspitze, die tags zuvor eben jener BSV übernommen hatte.

„Es ist schön zu sehen, dass wir also auch die Spitzenspiele gewinnen können“, freute sich Brinkums Trainer Dennis Offermann nach der Partie. Und der 34-Jährige meinte weiter: „Ich denke, dass es ein verdienter Sieg gewesen ist, weil wir die etwas besseren Torchancen hatten.“

Brinkums Coach gab aber auch zu, „dass uns Vegesack in den ersten zehn Minuten ziemlich überrascht hat“. Und meinte damit das gnadenlose Pressing der Gäste, die sich zudem unglaublich lautstark Mut machten. „Das gehört zu unserem Spiel. Nach dem Umbruch im Sommer ist allen klar, dass wir keinen Zauberfußball mehr spielen können, sondern über die Kompaktheit und Aggressivität kommen müssen“, erklärte Vegesacks neuer Trainer Jens Heine.

Brinkum schüttelte sich aber nur kurz und bekam danach mehr Zugriff auf das Match. Stark war in dieser Phase besonders die Innenverteidigung um die nahezu fehlerfrei spielenden Inouss Boure Toure und Jürgen Heijenga, der diesmal den fehlenden Tom Witte vergessen ließ.

Nach vorn hin jedoch taten sich beide Teams richtig schwer. Bis auf Ugur Saatci: Brinkums Neuzugang zielte in der 22. Minute noch haarscharf vorbei, um es dann in der 40. Minute richtig gut zu machen. Nach toller Vorarbeit von Marcel Dörgeloh nahm der 30-Jährige den Ball mit der Brust mit und wuchtete das Spielgerät in einer flüssiger Bewegung zur 1:0-Führung ins Netz. Das erkannte auch Heine lobend an: „Das war schon toll gemacht vom Brinkumer.“

Nach dem Wechsel blieb das Match zwar weiter intensiv, aber auch weiterhin recht arm an Torchancen. Vegesacks Power-Pressing fand nun nicht mehr statt. „So etwas kann kein Team der Welt 90 Minuten durchhalten – auch die Bayern nicht“, meinte der Bremer Trainer.

Brinkum indes hätte frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen können, doch Dörgeloh, Saimir Dikollari und auch Mirco Duhn verpassten zunächst die 2:0-Entscheidung. Die war in der 90. Minute dann dem erneut sehr quirligen Dikollari vorbehalten, der nach Vorarbeit von Hendrik Stannius per Rechtsschuss ins linke untere Eck das 2:0 erzielte.

Dass die Brinkumer in Sachen Spitzenspiel jetzt richtig auf den Geschmack gekommen sind, können sie schon am Samstag beweisen, wenn das Auswärtsspiel beim FC Sparta Bremerhaven ansteht.

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