Dritter in der Grand Prix Kür

RV-Wagenfeld-Reiter Gießelmann überrascht beim CHIO

Volle Konzentration: Jan-Dirk Gießelmann kam beim CHIO in Aachen in der Grand Prix Kür mit seinem Pferd Real Dancer FRH auf den dritten Rang. Es siegte die Favoritin Beatriz Ferrer-Salat.
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Volle Konzentration: Jan-Dirk Gießelmann kam beim CHIO in Aachen in der Grand Prix Kür mit seinem Pferd Real Dancer FRH auf den dritten Rang. Es siegte die Favoritin Beatriz Ferrer-Salat.

Aachen/Barver - Von Sonja Rohlfing. Jan-Dirk Gießelmann und sein Real Dancer FRH waren beim CHIO in Aachen trotz später Stunde hellwach. In der Grand Prix Kür am späten Samstagabend erreichten der Dressurreiter des RV Wagenfeld und sein Hannoveraner mit 75,125 Prozent Rang drei. Damit hielten die beiden in der Grand Prix Kür der internationalen Tour beim Weltfest des Pferdesports die deutschen Fahnen hoch.

Die Auslosung der Startfolge hatte ergeben, dass Jan-Dirk Gießelmann in der Kür als letzter Reiter um kurz vor 23 Uhr an den Start gehen sollte. Ausgerechnet für die Zeit zwischen 22 und 24 Uhr waren für Aachen Unwetter und Starkregen gemeldet. Gerade als der Pferdewirtschaftsmeister aus Barver und sein 13-jähriger – selbst ausgebildeter – Wallach auf dem Abreiteplatz mit den Vorbereitungen begannen, öffnete der Himmel seine Schleusen. Schon vor dem Start war das Paar von oben bis unten nass. Die mitgereiste Familie war gespannt, wie Pferd und Reiter auf die Kombination Regen, Flutlicht und Atmosphäre am Abend im ausverkauften Stadion reagieren würden.

0,15 Prozentpunkte fehlen für Platz 2

„Das war schon eine ungewohnte Uhrzeit. Es war ein langer, angespannter Tag vorher“, merkte Jan Dirk Gießelmann an. Die Kulisse in Aachen sei sehr speziell durch das Flutlicht und die vielen Zuschauer. Das Paar ließ sich davon aber eher im positiven Sinne beeindrucken. Die Lektionen der selbst zusammengestellten Kür klappten wie geplant und passten zur Musik – so wie es in einer Kür sein soll. Das Pferd präsentierte sich aufmerksam mit sehr viel Ausdruck. Diese Leistung wurde auch von den fünf Richtern anerkannt. Im technischen Wert erreichten Reiter und Pferd um die 73 Prozent, im künstlerischen Wert für die Tom Jones-Kür kratzten sie an der 80 Prozentmarke. Im Gesamtergebnis erreichten sie Rang drei mit nur 0,15 Prozentpunkten Abstand auf Platz zwei. Es siegte die Favoritin, die Spanierin Beatriz Ferrer-Salat auf dem westfälischen De Niro-Sohn Delgado (78,275 Prozent). Zweite wurde die Portugiesin Maria Caetano auf dem Lusitano Coroado (75,275 Prozent).

Aachen sei einfach ein einzigartiges Erlebnis. „Das ist ein Reitturnier eigener Kategorie“, schwärmt der Reiter des erweiterten Championatskaders, der in diesem Jahr zum zweiten Mal in der Aachener Soers starten durfte. Selbst für absolute Profis wie Ludger Beerbaum und Isabell Werth bliebe der CHIO der Höhepunkt einer jeden Turniersaison.

Emotionaler Schlusspunkt

Angereist war der Gießelmann-Tross schon am Montag. Am Dienstagvormittag stand für Real Dancer FRH der verpflichtende „Vet-Check“ durch den Tierarzt an. Am Mittwoch bestritten Pferd und Reiter mit dem Grand Prix die erste Prüfung. In eine gute Vorstellung schlichen sich zum Ende der fast zehnminütigen Aufgabe kleinere Fehler ein. „Das Feld war recht eng zusammen zwischen Rang vier und Rang zwölf“, merkt Jan-Dirk Gießelmann an. Für eine Platzierung und somit für eine Qualifikation für die Grand Prix Kür reichte es in dem qualitätvollen Starterfeld dennoch.

Der „Abschied der Nationen“ vor rund 50.000 Zuschauern am Sonntag setzte einen emotionalen Schlusspunkt hinter die Turniertage. In den kommenden Wochen werden nun erst einmal wieder die Nachwuchspferde im Vordergrund stehen. Real Dancer FRH habe sich eine etwas längere Turnierpause verdient, unterstreicht Gießelmann.

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