Heiligenrodes Nummer 2 gewinnt in zwei Spielen vier Einzel

Rückkehrer Andre Nieber beweist gleich alte Klasse

Heiligenrodes Jens Oehlmann hatte gegen Grasdorf noch Startprobleme, doch gegen Lechstedt lief es schon besser. - Foto: Westermann

Heiligenrode - Traumstart für Tischtennis-Landesligist TSV Heiligenrode: Erst zwangen Kapitän Andre Meyer und Co. den SV Germania Grasdorf mit 9:6 in die Knie, dann sorgte einen Tag später das 9:3 gegen den TTC Lechstedt für einen makellosen 4:0-Punkteauftakt.

TSV Heiligenrode - SV Germania Grasdorf 9:6: „Das war der erwartet zähe Einstieg“, atmete Meyer nach dem mühsamen Arbeitssieg tief durch. Denn: Mit etwas Pech wäre die Partie sogar über die „Wupper“ gegangen. Nur mit viel Mühe drehten Oehlmann/Mittelstädt gegen Goebel/Jurij Ussatschij einen 0:2-Satzrückstand noch um und verhinderten so ein 0:3-Doppeldesaster. Ein eminent wichtiger Erfolg, da wenig später Jens Oehlmann in drei engen Sätzen an Knut Goebel scheiterte. 

Erst als TSV-Rückkehrer Andre Nieber dank einer überzeugenden Vorstellung über Grasdorfs Nummer eins Andrzej Stankiewicz triumphierte, fand Heiligenrode endlich besser in die Partie hinein. „Andre war einfach überragend“, lobte Meyer seinen neuen, alten Teamkollegen. Verdientermaßen, da erst sein Fünfsatzerfolg die Hausherren beflügelte. Nacheinander erkämpften Stefan Schulz, Viktor Mittelstädt und Kapitän Meyer ein 5:3 und damit scheinbar bereits die Vorentscheidung.

Aber zu früh gefreut: Jörn Brosowsky zog gegen Jurij Ussatschij ebenso den Kürzeren wie kurz darauf Oehlmann im Spitzeneinzel gegen Stankiewicz. Also war erneut Nieber gefordert – und Heiligenrodes Neuzugang behielt auch die Nerven. Sein souveränes 3:1 über Goebel zog Grasdorf sichtbar den Zahn. In der Folgezeit musste lediglich noch Meyer gegen Jurij Ussatschij passen, ehe „Brösel“ Brosowsky endgültig alles klar machte – 9:6.

TSV Heiligenrode - TTC Lechstedt 9:3: Während gegen Grasdorf noch längst nicht alles Gold war, was glänzte – präsentierten sich die Heiligenroder einen Tag später schon in weitaus besserer Verfassung. Zwei gewonnene Doppel sorgten gleich für einen gelungenen Start, den TSV-Spitzenspieler Jens Oehlmann durch einen Dreisatztriumph über Dirk Baule zusätzlich veredelte. 

„Nach den beiden Niederlagen gegen Grasdorf tat das Jens richtig gut“, freute sich Meyer für Heiligenrodes Nummer eins. Und nicht nur Oehlmann durfte sich freuen. Auch seine Kollegen ließen kaum etwas anbrennen. Nur Viktor Mittelstädt bekam gegen TTC-Youngster Carlo Nöhren keinen Stich, und Jörn Brosowsky scheiterte nach einer uninspirierten Vorstellung knapp an Leon Konrad. Alle übrigen Partien entschieden die Hausherren aber in zumeist souveräner Manier für sich, so dass das 9:3 zu keiner Zeit in Gefahr geriet.

Auch dank einer erneuten Gala von Andre Nieber. Weder Lechstedts Spitzenspieler Stefan Sass noch Baule konnten Heiligenrodes Nummer zwei das Wasser reichen, womit Nieber einen Traumeinstand feierte. Der die Erwartungen spürbar steigen ließ. „In dieser Verfassung sind wir ein Titelkandidat. Zumindest führt die Meisterschaft nur über Heiligenrode“, strahlte Meyer.

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