Mannschaftskapitän der HSG Barnstorf/Diepholz zieht sich nach der Saison zurück

Der Rücken streikt: Mosel verkündet seinen Ausstieg

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Verkündete am Dienstag aus gesundheitlichen Gründen seinen Ausstieg vom Leistungs-Handball: Nils Mosel, Mannschaftskapitän bei der HSG Barnstorf/Diepholz. Er würde sich gern mit dem Gewinn der Oberliga-Meisterschaft verabschieden. ·

Barnstorf - Von Matthias BorchardtZwei Spiele vor Saisonschluss kann Handball-Oberliga-Spitzenreiter HSG Barnstorf/Diepholz aus eigener Kraft mit zwei Siegen Meister werden. Vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (Anwurf 17.30 Uhr) beim Elsflether TB platzte beim Training am Dienstag eine Bombe: Mannschaftskapitän Nils Mosel verkündete seinen Ausstieg.

„Noch zwei Spiele, dann bin ich raus. Ich habe massive Rückenprobleme, möchte auch mal wieder ohne Schmerzen aufstehen. Das ist eine Entscheidung für den Rücken und meine Familie“, unterstreicht der 31-Jährige, der sich in den vergangenen zwei Jahren mit mehreren Verletzungen herumgeschlagen hat. Nach der Serie tritt er kürzer, hält sich allerdings fit.

„Das ist ein herber Verlust für die erste Herren. Nils hat sowohl auf als auch neben dem Feld die Mannschaft geprägt. Aber ich freue mich, dass ich mit so einem tollen Spieler zusammenarbeiten durfte“, kommentiert Mario Mohrland, Trainer der HSG Barnstorf/Diep holz, den Ausstieg des Leistungsträgers.

Heiner Thiemann, sportlicher Leiter bei der HSG, zeigt Verständnis für Mosels Entscheidung: „Ich habe doch gesehen, wie er sich quält. Er ist für uns auf alle Fälle ein schmerzlicher Verlust. Nils bleibt uns aber als Stand-by-Spieler erhalten.“

Ob die HSG-Verantwortlichen für den rechten Flügel einen neuen Spieler verpflichten, bleibt abzuwarten. „Wir müssen sehen, wie die Saison ausgeht“, sagt Heiner Thiemann, der mit verschiedenen Akteuren nicht nur für den rechten Flügel in Kontakt steht. Sollte die HSG Barnstorf/Diepholz den Aufstieg in die Dritte Liga schaffen, dann dürfte personell noch etwas passieren. Laurynas Palevicius kann in die Fußstapfen von Nils Mosel treten, hat noch einiges an Potenzial. Mit Youngster Kevin Heemann, der sich gut entwickelt hat, gibt’s eine Alternative. Das würde für die Oberliga reichen.

Primus sollte Elsflether TB

nicht unterschätzen

Zunächst einmal stehen die beiden letzten Partien beim Elsflether TB und der Abschluss-Knaller gegen den Tabellenzweiten TV Bissendorf-Holte (Sonntag, 18. Mai, 15 Uhr) auf dem Programm. Und Nils Mosel verspricht: „Ich werde noch einmal alles geben. Sich mit der Oberliga-Meisterschaft zu verabschieden, das wäre ein Traum.“

Die Barnstorfer haben während der vierwöchigen Osterpause das eine oder andere Wehwehchen auskuriert, sind für den Endspurt gerüstet. „Alle Akteure sind spielfähig“, verkündet Mario Mohrland. Angeschlagen bleiben Kreisläufer Andrius Gervé (Schulterbeschwerden) und Marius Kasmauskas (muskuläre Probleme im Rücken). Die Hinbegegnung gewann der Primus mit 35:19. Doch unterschätzen sollten die Gäste die Elsflether nicht, denn am jüngsten Spieltag waren sie beim 27:28 gegen den TV Bissendorf-Holte über weite Strecken gleichwertig. Besonders gilt es, Linkshänder Christopher Santen zu beachten, der mit 156/29 Toren bester Werfer beim Tabellenneunten ist. Auch Kreisläufer Chris Danielzik (81/6) versteht sein Handwerk. Mohrland hebt warnend den Finger: „Das ist kein Selbstläufer. Wir müssen das Tempospiel über die Außenpositionen unterbinden.“ Dennoch: Alles andere als ein Sieg käme einer großen Enttäuschung gleich. Aus einer aggressiven 3:2:1-Deckung wollen die Barnstorfer über die erste und zweite Welle schnell nach vorn spielen.

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