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RSV-Bruchhausen-Vilsen: Mountainbiker mit Teamwork zum Titel

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Eckhard (von links) und Manja Pleuß sowie Ralf Zeiseweis und Jan Erik Penning vom RSV Bruchhausen-Vilsen sind der Beweis, dass der Radsport längst nicht nur etwas für Einzelgänger ist.

RSV Bruchhausen-Vilsen - Radsport – das heißt nicht zwingend, dass jeder für sich blindlings in die Pedalen tritt. Diesen Beweis lieferten die Mountainbiker des RSV Bruchhausen-Vilsen im Mai 2014. Beim 24-Stunden-Rennen am Alfsee bei Osnabrück wurde das Mixed-Team um Eckhard und Manja Pleuß sowie Ralf Zeiseweis und Jan Erik Penning völlig unerwartet Deutscher Meister. Dank perfektem Teamwork.

„Wir hatten uns für kurze Einheiten entschieden“, erinnert sich Eckhard Pleuß: „Das hieß zwar, dass wir alle keinen Schlaf hatten, aber letztlich war genau dies unser Erfolgsrezept.“ Für eine Runde benötigten die Besten am Alfsee knapp eine halbe Stunde. Die Vilser wechselten zunächst stets nach zwei Runden. „So konnten wir immer am Anschlag fahren“, erklärt der 46-jährige Pleuß.

Während sich die Athleten anderer Mixed-Teams in ihren Pausen auch mal eine Mütze Schlaf am anliegenden Campingplatz gönnten, blieb für die RSV-Radsportler wenig Zeit zum Entspannen. „Wenn man gerade seine Runden absolviert hatte, ging es natürlich erst einmal darum, ‚cool down‘ zu betreiben“, sagt der Routinier. Heißt: trockene Sachen anziehen und essen. Gerade das Zweite ist keine Selbstverständlichkeit: „Die Verpflegung wird oft vernachlässigt“, weiß Pleuß: „Da muss man sich untereinander zu zwingen – gerade wenn man keinen Appetit verspürt“, so Pleuß.

Die Vilser sprachen sich Mut zu, spornten sich gegenseitig an und erhöhten nach elf Stunden sogar noch einmal die Intensität – wechselten nach jeder Runde den Fahrer. Es war nun Nacht, so dass es rund um die Wechselzone etwas ruhiger wurde. Bei den Vilsern klappte alles wie am Schnürchen, ein Rädchen griff ins andere, so dass sie am Ende den Titel perfekt machten. „Wir waren nicht dahin gefahren, um Deutscher Meister zu werden“, sagt Pleuß: „Doch gerade aufgrund dieser recht niedrigen Erwartungshaltung wurde es letztlich eine richtig geile Nummer.“ Die Vilser Athleten wissen genau, auf welchem Fundament dieser DM-Titel aufgebaut wurde. „Wir sind ein Team, kennen uns schon ewig, verbringen fast jedes Wochenende zusammen. Wenn eine Diva dabei wäre, könnte man so etwas auch gar nicht erreichen“, sagt Pleuß, der vor allem mit seiner Ehefrau Manja Pleuß (41) und Zeiseweis (52) schon jahrelang die Radstrecken dieser Welt unsicher macht. Der 20-jährige Penning komplettierte dagegen erst kurzfristig das Erfolgsquartett. „Wir haben noch jemanden gesucht, der den richtigen Biss für so etwas hat, und da war Jan Erik genau der Richtige“, sagt Eckhard Pleuß.

Und dieser Erfolg hat sie noch mehr zusammen geschweißt, gleichzeitig Appetit auf mehr gemacht. So steht für 2015 das Ziel fest: Titelverteidigung. „Wir wollen jetzt noch eine Schippe drauflegen“, sagt der 46-jährige Pleuß: „Wir gehen es jetzt noch professioneller an, haben einen Trainer engagiert. Bereits in den kommenden Wochen steht eine Leistungsdiagnostik an.“ Dazu das perfekte Teamwork. Wer soll dieses RSV-Team aufhalten?

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