Okels neuer Trainer bislang nur im Verdener Raum aktiv / „Müssen noch mutiger werden“

Routinier Clausen ist im Kreis ein Greenhorn

Trainer Cord Clausen surft mit Okel in der Bezirksliga momentan auf einer kleinen Erfolgswelle.
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Trainer Cord Clausen surft mit Okel in der Bezirksliga momentan auf einer kleinen Erfolgswelle.

Okel – Avanciert der TSV Okel etwa zur diesjährigen Überraschungsmannschaft in der Fußball-Bezirksliga? Zumindest rangiert der Dorfclub nach drei Spieltagen mit sechs Zählern auf dem zweiten Platz – was zur Aufstiegsrunde berechtigen würden. Allerdings sieht sich Okels neuer Trainer Cord Clausen nicht als erster Sudweyhe-Jäger: „Der TuS ist schon eine andere Hausnummer als wir. Wir genießen lieber momentan die schöne Momentaufnahme. Der zweite Platz fühlt sich zwar toll an, aber wir fangen nicht an zu träumen.“

Traumhaft verlief indes der Einstand des 56-Jährigen im Kreis Diepholz. Schon in seinem zweiten Spiel als TSV-Coach krönte er sich dank eines 1:0-Triumphs über den SV Heiligenfelde zum „Syker Stadtmeister“. Es hätte schlechter beginnen können.

„Das stimmt“, schmunzelt der Diplomkaufmann: „Gerade den Jungs war der erste Heimsieg gegen Heiligenfelde extrem wichtig. Ein Dreier im Derby ist ja immer ein besonderer Erfolg.“

Zu lange will sich Clausen jedoch nicht mit seinem gelungenen Debüt beschäftigen. Stattdessen feilt er schon an Verbesserungen: „Wir müssen noch mutiger werden. Ständig gegen favorisierte Teams den Mannschaftsbus vorm Tor zu parken, wird auf Dauer nicht reichen.“

Spieltagstipp

SC Twistringen - SV Heiligenfelde 0:0

TuS Sudweyhe - TSV Bassum 2:0

TV Stuhr - SV Bruchhausen-Vilsen 1:1

TSG Seckenhausen-F. - TSV Okel 1:1

Clausen möchte Okel also weiterentwickeln – und das ist ihm auch durchaus zuzutrauen. Schließlich machte er bereits mit 18 Jahren die B-Lizenz und ist seitdem mit viel Erfolg als Trainer tätig. Deutlich erfolgreicher jedenfalls als als Spieler, wie Clausen berichtet: „Ich habe zwar in Blender und Achim ganz ordentlich gekickt, musste aufgrund eines Kapselrisses im Sprunggelenk aber schon mit 25 Jahren aufhören. Seitdem gilt meine ganze Leidenschaft ausschließlich dem Trainergeschäft.“

Und hier versteht er seinen Job ausgesprochen gut. Zunächst startete Clausen seine Karriere als Coach der Achimer A-Jugend in der Bezirksoberliga, ehe er im Studium als Kreisauswahltrainer tätig war.

Doch auf Dauer sah sich der 56-Jährige eher im Erwachsenenbereich. Als Co-Trainer des TSV Verden leckte er in der damaligen Niedersachsenliga Blut, ehe Clausen 2003 beim Bezirksligisten TB Uphusen erstmals alleinverantwortlich ein Herrenteam anleitete.

Drei Jahre hielt die sportliche Ehe zwischen Uphusen und ihm – und in dieser Zeit hievte er den TBU in die Bezirksoberliga, was der heutigen Landesliga entspricht. „Aber das war damals schon ein ähnlich riesiger Sprung wie momentan“, seufzt Clausen: „Ohne die passende Infrastruktur ist da wenig zu machen und so weit war Uphusen damals einfach noch nicht.“

Folgerichtig blieb der Erfolg aus, sodass sich beide Seiten wieder trennten. Für Cord Clausen der Startschuss zu einer regelrechten „Sightseeing-Tour“ über die Verdener Fußballplätze. Erst coachte er aus Verbundenheit für acht Jahre seinen Heimatverein TSV Blender, dann stand der Diplomkaufmann für drei Spielzeiten beim SV Hülsen auf der Kommandobrücke, ehe noch zwei Serien bei der Ottersberger Reserve und vier Saisons beim TSV Etelsen II folgten. „Ich kenne im Verdener Raum also praktisch jeden Grashalm“, lacht Clausen: „Nun freue ich mich auf neue Sportplätze.“

Bislang scheint der Trainerfuchs seinen Abstecher in den Diepholzer Kreis auch nicht zu bereuen. Im Gegenteil: Clausen schwärmt regelrecht von „der super ausgeglichenen Bezirksliga. Es macht hier richtig Spaß. Schon beim ersten Gespräch mit den Okeler Verantwortlichen hatte ich ein super Gefühl. Es ist eine tolle Herausforderung, mit dem TSV um den Klassenerhalt zu kämpfen. Und selbst beim Abstieg würde hier ja die Welt nicht untergehen.“

Aber so weit muss es ja nicht kommen. Vielleicht rettet sich Okel ja in die Meisterrunde und hält so vorzeitig die Klasse. Clausen hätte nichts dagegen: „Bei uns wehrt sich dagegen bestimmt niemand.“

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