Roughley und der Reklamierer

Kommentar: Schmerzhafte zusätzliche Meter

Von Cord Krüger - Auch das noch: Da stand sein SV Heiligenfelde schon fast die komplette zweite Halbzeit unter Beschuss des offensivstarken TV Stuhr, Innenverteidiger Martin Roughley hatte bereits einige Kilometer als Manndecker und Ausputzer hinter sich – und dann beorderte ihn Schiedsrichter Tekin Gürses noch in Minute 88 aus dessen Strafraum zurück zur Mittellinie.

Der Kapitän des Bezirksligisten musste einen vermeintlichen Störer von der SVH-Bank wegen zu lauten Reklamierens hinter die Werbebande komplimentieren. Roughley rannte also los – mal wieder. Knappe 50 Meter. Dabei muss sich jeder unnötige Schritt auf diesem tiefen und schweren Platz schmerzhaft angefühlt haben. Im Ziel angekommen, gab es auch noch Diskussionen. SVH-Torwarttrainer Ingo Wilkens beteuerte, gar nicht gemeckert zu haben – normalerweise bedeutet dies wertvolle Sekunden bei einer 1:0-Führung. Schließlich überredete ihn Roughley doch noch zum Platzverweis und sprintete zurück. Immerhin hatte der Schiri ein Einsehen und wartete mit dem Freistoß-Pfiff, bis Roughley wieder seine Position im 16er eingenommen hatte. „Jetzt ist es aber auch genug mit Laufen“, schnaufte der Abwehrspieler grinsend. Fünf Minuten Nachspielzeit später hatten er und seine Kollegen es dann endlich hinter sich. Der Sieg stand fest, doch „Sünder“ Wilkens suchte im jubelnden SVH-Pulk nach dem wahren Nörgler. Möglich, dass der nun beim „Vertriebenen“ noch Wiedergutmachungs-Zahlungen leisten muss.

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