1848-Schütze schlägt Olympiasieger Nestruev, doch der Bundesliga-Aufsteiger zieht mit 1:4 den Kürzeren

Rothers Coup lässt Gilde kalt

Kreis-Diepholz - BROISTEDT (tau) · Die SSGi Bremen-Bassum wurde in der Luftpistolen-Bundesliga ihrer Favoritenrolle gerecht. Der amtierende Nord-Meister besiegte den Aufsteiger Bassum v. 1848 zum Saisonauftakt in Broistedt (in der Nähe von Salzgitter) mit 4:1.

Drei Jahre lang mussten die schießsportbegeisterten Bassumer auf dieses Derby warten. Nach dem Abstieg aus der Bundesliga schafften die 1848er im dritten Anlauf den lang ersehnten Wiederaufstieg in Deutschlands Eliteklasse. Dort kam es gleich am ersten Wettkampftag zum Stadtderby gegen die SSGi Bremen-Bassum.

Das Team des Aufsteigers, in dem lediglich drei der fünf Schützen Bundesligaerfahrung aufweisen konnten, tat sich von Beginn an schwer. Nur so kann man die Sechs von der Nummer eins Denis Rother im ersten Schuss erklären. Obwohl ihm Trainer Jens Voß versuchte, den Druck zu nehmen: „In der Begegnung mit Michael Nestruev kann nur einer verlieren – und das ist der russische Olympiasieger.“

Rother erholte sich schnell von dem Fauxpas. Ganz im Gegenteil zu seinem Gegner. Nestruev, der in Normalform 375 bis 385 Ringe erzielt, schaffte es in den ersten drei Serien nicht, über einen Schnitt von neun Ringen zu kommen. „Das war weit unter seinem Niveau“, konnte sich der sichtlich überraschte SSGi-Betreuer Michael Meinhard diesen Leistungseinbruch nicht erklären. Und auch der Schütze selbst wirkte zunächst ratlos – ehe er sich und seine Fans mit

▪ Gevorgjan siegt mit

▪ drittem Stechschuss

einer 95er-Schluss-Serie etwas versöhnte. Für den Sieg gegen Denis Rother war es jedoch zu spät. Der 1848-Schütze punktete mit 374:359 und konnte diesen Erfolg kaum fassen. Es sollte jedoch der einzige Punkt für den Underdog bleiben.

An Position zwei siegte Pierre Michel (376 Ringe) souverän gegen Christian Brandt (369), der für die weiteren Begegnungen laut seinem Trainer noch Luft nach oben hat.

Die spannendste Partie erlebten die Zuschauer an Position drei. Nachdem Gilde-Schütze Artur Gevorgjan nach drei Serien bereits fünf Ringe Vorsprung hatte, kämpfte sich Nina Recker mit einer tollen 97er Serie zur Ringgleichheit heran. Erst der drite Stechschuss brachte die Entscheidung für den Routinier der SSGi.

Auch die unteren beiden Begegnungen konnten die Gilde-Schützen mehr oder weniger klar gewinnen. Sascha Sandmann (371) gegen Sabrina Dreyer (369) sowie Antje Noeske (374) gegen Andreas Reindl (366) machten den 4:1-Sieg perfekt. „Mit den Ergebnissen sind wir mit Ausnahme von Michael Nestruev sehr zufrieden“, bilanzierte Meinhard.

Jens Voß jedenfalls machte seinen Schützlingen keine Vorwürfe: „Uns war klar, dass wir es sehr schwer haben werden. Die Ergebnisse waren im Großen und Ganzen in Ordnung. Trotz der Niederlage freuen sich alle auf die weiteren Herausforderungen in der Bundesliga.“

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