150 Zuschauer in Bruchhausen-Vilsen begeistert / Bundestrainer lobt Hippler

Roßkopf und Fetzner brillieren bei Weltmeister-Gala

Die Hauptakteure bei der Tischtennis-Gala in Bruchhausen-Vilsen (v. l.): Jörg Roßkopf, Nele Puls, Denise Kleinert, Tobias Hippler, Hermann Schröder und Steffen Fetzner.
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Die Hauptakteure bei der Tischtennis-Gala in Bruchhausen-Vilsen (v. l.): Jörg Roßkopf, Nele Puls, Denise Kleinert, Tobias Hippler, Hermann Schröder und Steffen Fetzner.

Br.-Vilsen - Von Carsten DrösemeyerDieser Tischtennis-Leckerbissen zerging förmlich auf der Zunge. Anlässlich des 150-jährigen Vereinsjubiläums des TV Bruchhausen-Vilsen hatte sich die Tischtennissparte etwas ganz Besonderes ausgedacht und die bislang einzigen deutschen Tischtennis-Weltmeister Jörg Roßkopf und Steffen Fetzner in den Flecken gelotst. Zusammen schnappten sich beide 1989 in Dortmund den Weltmeistertitel im Doppel und sorgten in Deutschland für einen regelrechten Tischtennis-Boom.

Dass „Rossi“ und „Speedy“ auch nach 24 Jahren wenig von ihrer Kunst eingebüßt haben, stellten sie am Donnerstagabend den rund 150 restlos begeisterten Zuschauern schnell unter Beweis. Zuerst bekam Lokalmatador Hermann Schröder das Können von Steffen Fetzner zu spüren. Obwohl der Vilser Kreisliga-Akteur immer wieder überfallartig angriff, hatte Fetzner stets die bessere Antwort parat und kam beim glatten 3:0 kaum ins Schwitzen. Für Schröder jedoch kein Grund, Trübsal zu blasen: „Das hat richtig Spaß gemacht. Eine coole Erfahrung.“

Mehr Spannung versprach dann das zweite Match. Dem deutschen Bundestrainer Jörg Roßkopf stand in Tobias Hippler immerhin eines der größten deutschen Talente gegenüber. Doch der Heiligenroder Verbandsliga-Akteur musste schnell die Übermacht des Altmeisters eingestehen. Obwohl der 13-Jährige seine besten Bälle auspackte, war Roßkopf nicht in Bedrängnis zu bringen. Humorlos peitschte er immer wieder seine gefürchtete Rückhand am verdutzten Hippler vorbei und ließ dem Heiligenroder nicht den Hauch einer Chance. Im Anschluss fand „Rossi“ dann aber warme

„Der Abend hat alle

Erwartungen übertroffen“

Worte für Hippler: „Ich kannte Tobi ja schon vom Namen. Er ist ein großes Talent und hat sich gegen mich ordentlich aus der Affäre gezogen.“ Fand „Hippi“ auch: „Ich denke, ich habe mich ganz gut verkauft. Unglaublich, wie fit Roßkopf noch ist. Der hat mir klar die Grenzen aufgezeigt,“

Knapper wurde es dann im folgenden Doppel zwischen der Heiligenroder Oberliga-Paarung Denise Kleinert/Nele Puls und Roßkopf/Fetzner. Das Weltmeister-Duo präsentiere sich als Gentleman, ließ die Damen-Kombination gut aussehen und gestattete ihr am Ende sogar fast einen Satzgewinn. Entsprechend zufrieden zeigten sich Kleinert und Puls. Beide stuften das Ereignis als „tolle Erfahrung“ ein.

Bereits jetzt wirkten die zahlreichen Zuschauer äußerst zufrieden, doch noch wartete der Höhepunkt des Abends auf sie. Im abschließenden Showkampf zwischen Roßkopf und Fetzner zogen die beiden Altstars groß auf. Allerdings mit verteilten Rollen. Während sich „Rossi“ mehr auf sportliche Glanzlichter beschränkte, war „Speedy“ für die Unterhaltung zuständig. Immer wieder band Fetzner das Publikum mit ein, schäkerte mit weiblichen Fans oder schickte die Vilser Ikone Edda Wassermeyer-Delekat als Unterstützung an den Tisch. Sicherlich das Highlight des Abends, als sie Roßkopf mit einem unerreichbaren Stoppball verblüffte und die Zuschauer zu Lachsalven hinriss.

Wenig später endete dann eine Weltmeister-Gala, die ihrem Namen alle Ehre gemacht hatte. Auch Veranstalter Willi Werner zeigte sich begeistert: „Ich hätte niemals mit so viel Zuspruch gerechnet. Der Abend hat alle Erwartungen übertroffen.“

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