Fußball-Bezirksligist rüstet Kader mächtig auf / Zielsetzung dennoch defensiv

Rosige Zeiten für Wetschen: Ripke fordert Spektakel

Kreis-Diepholz - Von Carsten DrösemeyerWETSCHEN · Fußball-Bezirksligist TSV Wetschen bläst zur Attacke. Nach einer recht durchwachsenen Saison, in der am Ende ein schmuckloser neunter Rang heraussprang, darf es laut Trainer Franz-Josef Ripke diesmal gerne ein Platz unter den ersten Fünf sein.

Damit dies kein Wunschtraum bleibt, langten die Wetscher auf dem Transfermarkt kräftig zu. In Daniel Agripino (TuS Wagenfeld), Marwin Meyer (BSV Rehden II) sowie den vier Diepholzern Florian Scharnitzky, Marcell Katt, Marcus Pfannenschmidt und Andre Krause stießen gleich sechs Neulinge zum TSV. Wohlgemerkt alles Hochkaräter, die eine goldene Zukunft versprechen. Insbesondere die „Diepholz-Connection“ bürgt für höchste Qualität.

In punkto Schnelligkeit und Treffsicherheit dürfte es wohl kein Bezirksliga-Angreifer mit Scharnitzky aufnehmen können, in der Defensive geht kein Weg an Abwehrrecke Pfannenschmidt vorbei und im Mittelfeld zählten Katt sowie Krause selbst in der Landesliga zu den besseren Spielern. Auch Meyer – Ex-Kapitän vom BSV Rehden II – gilt als sicherer Kandidat auf einen Mittelfeld-Stammplatz, während Offensivkraft Agripino vom Kreisligisten TuS Wagenfeld zumindest den Druck auf die Etablierten erhöht.

Derart gut aufgestellt, müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn Wetschen nicht ein ernsthaftes Wort im Titelkampf mitreden würde. Zumal in Taskin Türker lediglich eine potenzielle Stammkraft den TSV verließ. Doch Ripke bremst sofort zu hohe Erwartungen: „Erst einmal müssen wir als Team zusammenwachsen. Elf gute Einzelspieler machen noch lange keine überragende Mannschaft aus.“

Allzu große Sorgen über das Zusammenwachsen macht sich der TSV-Coach indes nicht. Die Neuen seien „charakterlich alle top“ und das Team habe sie super aufgenommen. Trotzdem bleibt der 57-Jährige vorsichtig: „Klar wollen wir uns verbessern, aber bis ganz nach oben ist es noch ein langer Weg. Unser Ziel ist es, uns langfristig in der Bezirksliga zu etablieren. Das wird schwer genug.“

Dennoch ist klar: Die als Ziel ausgerufenen 50 Punkte sind eher defensiv kalkuliert. Lediglich der STK Eilvese erscheint um Nuancen besser besetzt zu sein als die Wetscher – sonst braucht sich der TSV hinter keinem Team zu verstecken. Noch traut Ripke dem Braten zwar nicht ganz, aber immerhin ringt er sich dazu durch, „wesentlich mehr Offensivspektakel“ zu erwarten: „Vor allem daheim war ich letzte Saison oftmals nicht zufrieden. Das sollte sich jetzt ändern. Endlich können wir so dominant auftreten, wie ich es mir im modernen Fußball vorstelle. Durch unsere Neuverpflichtungen haben wir die Qual der Wahl.“

Rosige Zeiten also für die Wetscher. Sollte das runderneuerte Team schnell zu einer Einheit verschmelzen, dann ist vom TSV einiges zu erwarten. Zumindest die Vizemeisterschaft stellt ein realistisches Ziel dar. Nur Ripke stapelt weiterhin tief: „Erst wenn wir 50 Punkte auf dem Konto haben, beschäftige ich mich mit anderen Zielen. Ein Platz unter den ersten fünf würde mir in der Endabrechnung vollauf reichen.“

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