Beim Kraichgau-Ironman auf AK-Platz acht / Christiane Golenia mit Bestzeit auf Platz drei

Rookie Oliver Sebrantke mit bester Laufzeit

Oliver Sebrantke und das Rennrad: An diesen Anblick des Stuhrers muss man sich demnächst wohl auch gewöhnen. - Foto: el

KRAICHGAU - Gleich sieben Tri-Wölfe vom LC Hansa Stuhr gingen am Sonntag im Land der 1000 Hügel beim Ironman 70.3 an den Start. Wieder eine Topveranstaltung, erstklassig organisiert, tolle Stimmung. Mit Spannung erwartet wurde vor allem das Rennen von Rookie Oliver Sebrantke. Der Stuhrer bot eine Klasse-Vorstellung. Mit der schnellsten Laufzeit seiner Altersklasse kam Sebrantke in der M 40 in 4:31:49 Stunden auf den achten Rang, die unter mehr als 2000 Finishern den 89. Gesamtplatz bedeuteten.

Für seine erste Mitteldistanz hatte sich Marathonläufer Sebrantke ein anspruchsvolles Rennen ausgesucht, nicht nur was die internationale Konkurrenz, sondern auch den Kurs anbetraf. Nach 1,9 km Schwimmen im Hardtsee ging es auf einen abwechslungsreichen Radkurs über 90,1 km und rund 1000 Höhenmeter, dem sich drei Laufrunden über zusammen 21.1 Kilometer anschlossen. Hier spielte Sebrantke seine Qualitäten aus. Nach dem Schwimmen (33:11 min) noch 66. machte der Stuhrer auf dem Rad (2:34:50) schon einmal 30 Plätze gut, um am Ende mit einer Laufzeit von 1:18:12 Stunden zu glänzen. Das sei sicher nicht ein letzter Ironman gewesen, erklärte Sebrantke nach dem Rennen. Von der Möglichkeit, im September bei der Ironman 70.3-WM in Australien zu starten, machte der Stuhrer allerdings, ebensowenig wie seine Teamkollegen, Gebrauch. Aus gutem Grund: Der 40-Jährige hat bereits die Marathon-Senioren-WM, die im Oktober ebenfalls in Australien stattfindet, auf dem Plan.

Wie Sebrantke mussten sich auch die Teamkollegen Christian Walz und Frank Mömkes im Kraichgau mit rund 300 Alterskonkurrenten auseinandersetzen. Walz beeindruckte in der M 45 mit der zweitbesten Schwimmzeit (27:57 min). Nach 4:44:42 Stunden finishte er auf Rang 28. Die ausgeglichenste Leistung gelang Frank Mömkes. Der wohl erfahrenste Ironman im Team schien auch nach mehrjähriger Wettkampfpause nichts verlernt zu haben, blieb in allen drei Disziplinen in den Top Ten seiner Altersklasse M 50 und kam damit in 4:46:15 Stunden auf einen ausgezeichneten siebten Platz. Teamgefährte Holger Klyszcz-Nasko, der das M 50-Feld nach dem Schwimmen (26:56 min) noch angeführt hatte, beendete sein Mitteldistanzdebüt in 5:11:35 Stunden auf Platz 64.

Überschaubarer waren für Christiane Golenia und Gerhard Neye die Starterfelder in ihren Altersklassen. Golenia gelang bei ihren dritten Start im Kraichgau in 5:34:16 Stunden eine neue Bestzeit. Das bedeutete wie im Vorjahr Rang drei, allerdings mit nur zwölf Sekunden Rückstand auf die zweitplatzierte Französin. Die paar Sekunden hätten sich am einfachsten in den Wechselzonen einsparen lassen, hätte ich gewusst, dass es so eng werden könnte. Platz drei erkämpfte sich auch M-70-Senior Gerhard Neye in 6:45:08 Stunden.

Ihr erstes Rennen über die volle Ironmandistanz hat Carmen Rohlfs für 2017 fest im Visier. Die Premiere über die halbe Distanz gelang ihr im Kraichgau als 29. der W 25 in 6:18:34 Stunden. - el

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