SPIELER DES WOCHENENDES Stürmer des FC Sulingen untermauert seine gute Form

Rollenwechsel: Pingel blüht richtig auf

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Vom Außen- zum Mittelstürmer: Marian Pingel von Bezirksligist FC Sulingen.

Sulingen - Von Felix Schlickmann. Ein Tor fehlt Marian Pingel noch, dann stehen zehn Treffer auf seinem Konto – also genau die Anzahl, die er in der vergangenen Saison für seinen FC Sulingen in der Bezirksliga erzielt hatte. „Mein Ziel war, häufiger zu treffen als letztes Jahr“, sagt der 32-Jährige. Und nach nur sieben Spieltagen ist er bereits auf einem verdammt guten Weg – auch wegen seiner beiden Dreierpacks gegen den TSV Okel (6:1) und den SV BE Steimbke (5:2) am Sonntag. Gerade im Duell mit dem Landesliga-Absteiger kamen Pingels Treffer zum genau richtigen Zeitpunkt, findet FC-Trainer Stefan Rosenthal. „Ich habe häufig von außen gehört, Marian sei ein ,Highlight-Spieler‘, also einer, der gegen die kleineren Gegner abtaucht, in wichtigen Spielen aber zur Stelle ist“, erklärt der 40-Jährige: „In dieser Saison ist das zwar definitiv nicht mehr so, Marian gibt gegen jeden Gegner immer alles. Und gegen ein so gutes Team wie Steimbke war er genau dann da, als wir ihn gebraucht haben.“

Und zwar bei seinen Treffern zum 1:1 (31. Minute), 3:1 (43.) und 3:1 (84.), als Pingel das Spiel fast im Alleingang zugunsten seiner Sulinger entschieden hatte. Der Dreierpacker selbst wiegelt zwar ab und hebt auch seine Mitspieler wie Neuzugang Bjarne Meyer lobend hervor („Er hat ein gutes Auge, immer eine tolle Idee“), doch Rosenthal weiß, wie groß Pingels Anteil am starken Start der Sulestädter in die neue Saison (15 Punkte, Platz zwei) ist. „Unabhängig von seiner Torquote ist er natürlich total wichtig“, betont der Coach: „Ich bewerte einen Stürmer eher danach, wie viel er für die Mannschaft arbeitet. Und das macht er sehr gut. Im Moment ist er für uns vorne drin unverzichtbar.“

Im Sturmzentrum spielt Pingel beim FC erst seit dieser Saison. Und das auch nur, weil Sulingens langjähriger Angreifer Svend Kafemann im Sommer seine Karriere beendet hatte. „Spötter könnten behaupten, Marian profitiert davon, dass Svend nicht mehr da ist“, meint Rosenthal schmunzelnd – denn eigentlich wollte in der Mannschaft natürlich keiner, dass Goalgetter Kafemann aufhört. Nun haben Pingel und sein Team jedoch das Beste aus der Situation gemacht. „Unser Spiel war auf Svend zugeschnitten. Nachdem wir ihn aber ersetzen mussten, haben wir uns überlegt: Wir wollen den nächsten Schritt machen und ein bisschen offensiver, attraktiver spielen“, erklärt der FC-Coach: „Marian profitiert davon.“

An seine neue Rolle musste sich Pingel nicht lange gewöhnen, schließlich hat er bis zu seinem Wechsel in die Sulestadt 2017 fast nur diese Position bekleidet. Wegen Kafemann wich er in Rosen-thals 4-1-4-1-System aber auf die Flügel aus. „Jetzt bin ich so ein bisschen wieder in diese Rolle reingerutscht“, sagt Pingel und betont: „Ich fühle mich dort richtig wohl.“ Genau wie insgesamt beim FC Sulingen: „Ich bin sehr zufrieden hier. Wir haben eine gute Trainingsbeteiligung und mit Stefan, Frank (Fischer, d. Red.) und Markus (Norrenbrock, d. Red.) drei tolle Trainer, die immer Bock haben. Außerdem ist die Kameradschaft in der Mannschaft super. Es macht total Spaß und ist genau so, wie es für mich passt.“

Da macht es allen Seiten auch nichts aus, dass Pingel aus Zeitmangel („Ich wohne in Hannover, und die Wege sind nunmal einfach weit“) nur einmal die Woche in Sulingen trainieren kann. „Das wird perfekt angenommen, weil eben alle um die Problematik wissen und in der Lage sind, das einzuordnen“, betont Rosenthal. Und fußballerisch scheint es Pingel auch nicht zu beeinflussen. Immerhin ist er ja nach nur sieben Spieltagen nur noch einen Treffer von seiner Ausbeute in der vergangenen Saison entfernt . . .

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