Rösner und Sebrantke gewinnen Vor-Silvesterlauf

Streckenrekorde im Doppelpack

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Maren Rösner (re.) und Oliver Sebrantke holten sich gestern mit jeweils Streckenrekord den Sieg in Uenzen.

Uenzen - Von Gerd Töbelmann. ,,Same procedure“, könnte man sagen. Dieser Ausspruch aus dem TV-Klassiker „Dinner for one“ kommt zwar erst heute richtig zum Tragen, galt für den 31. Vor-Silversterlauf in Uenzen aber schon gestern Nachmittag. Gemeint ist damit die Tatsache, dass es (wie schon im Jahr zuvor) erneut zwei Streckenrekorde für den 6,1 Kilometer langen Kurs zu notieren gab.

Während Oliver Sebrantke (LC Hansa Stuhr) seine eigene Bestmarke um zehn Sekunden auf 20:38 Minuten drückte, trug sich Maren Rösner (Tri Team Schwarme) mit 24:48 Minuten neu in diese Liste ein. Den alten Rekord hatte Xenia Krebs (SC Erichshagen/24:55) 2014 aufgestellt.

Damals wurde Rösner Zweite. Gestern jedoch stand die Triathletin ganz oben auf der Zeitenliste und war stolz: „Ich wollte nicht nur gewinnen, sondern auch den Rekord von Xenia knacken. Schön, dass mir beides gelungen ist.“

Die Schwarmerin wusste aber auch, bei wem sie sich zu bedanken hatte: „Peter Sokoll hat mich toll den letzten Kilometer lang gezogen, so dass ich im Windschatten Kraft sparen konnte. Ohne ihn hätte ich zumindest den Rekord nicht gepackt.“ Zum Sieg hätte es auch gereicht, wenn sie am Ende rückwärts gelaufen wäre, denn die Zweitplatzierte Julia Schädler (HSG Greifswald) war fast zweieinhalb Minuten langsamer. Ex-Siegerin Christiane Golenia (LC Hansa Stuhr/29:05) wurde Vierte.

Bei den Männern ging es etwas enger zu. Titelverteidiger Sebrantke entschloss sich erst sehr spät zu einem Start. „Ich habe beruflich momentan viel um die Ohren. Aber bei dem tollen Wetter habe ich mir die Zeit einfach genommen“, sagte der 39-Jährige, der auch heute beim Silvesterlauf seines Clubs in Fahrenhorst zu den Favoriten über 13,5 Kilometer zählt.

Die knapp halb so lange Strecke in Uenzen war sozusagen für den Marathon-Spezialisten ein Appetithappen. Den er nach einer Aussage etwas zu schnell angegangen war: „Ich habe mich nach einem Kilometer abgesetzt, habe es aber etwas übertrieben. Am Ende konnte ich nicht mehr zusetzen.“ Im vergangenen Jahr lief Horst Wittmershaus (SC Weyhe) lange Zeit auf Augenhöhe, gestern fehlte ein solcher Konkurrent. Dass es dennoch zum Streckenrekord langte, spricht für Sebrantkes Klasse. Der Stuhrer setzte sich vor Joaquim Pedro (Achim/20:56), Adam Hadaschik (21:27) und Frank Themsen (LG Bremen Nord/22:04) durch, der gestern das 20. Mal in Uenzen am Start war.

Zufrieden waren nicht nur die Sieger, sondern auch Organisator Gert Kracke, der mit 122 Teilnehmern einen neuen Rekord verbuchen durfte. „Das ist schon Wahnsinn, wie sich dieser Lauf entwickelt hat. Wir freuen uns jetzt schon aufs nächste Jahr.“

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