Seckenhausen dankt Dahlheuser

Ristedter „Württemberg-Cup“: Derbytor zum 1:1 gegen Stuhr erzielt

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Melchiorshausens Neuzugang Abdessamad Sabbar (rechts) kann sich in diesem Duell gegen den Bremer SV behaupten. 

Ristedt - Von Gerd Töbelmann. Beim 19. Fußball-Turnier um den Ristedter „Württemberg-Cup“ griffen gestern auch die Teams der Gruppe B ins Geschehen ein. Dabei setzte sich der Titelverteidiger Bremer SV klar mit 3:0 gegen den Bremer Landesligisten TSV Melchiorshausen durch. Im mit Spannung erwarteten Gemeinde-Derby kam Landesliga-Aufsteiger TV Stuhr nur zu einem 1:1 gegen den Bezirksligisten TSG Seckenhausen-Fahrenhorst.

Bremer SV - TSV Melchiorshausen 3:0 (0:0): Bremens neuer Trainer Ralf Voigt hielt sich immer wieder die Hände vors Gesicht. Mal stand er an der Bande, mal saß er auf der Bank – aber seine Stimmung war immer gleich mies: „Ich bin mit unserer Leistung gar nicht einverstanden. Keiner wollte den Ball haben. Erst mit der Einwechselung von Alexander Arnhold wurde es besser.“ Heute spielt der BSV beim stark besetzten Turnier in Elsdorf gegen den Regionalligisten SV Drochtersen/Assel um Platz drei. „Wenn wir da so auftreten wie heute, gibt es eine Rutsche“, sagte Voigt.

Stuhrs Janis Oehlerking (re.) machte auf der linken Angriffsseite gegen Seckenhausen viel Druck und traf einmal die Latte. 

Besonders im ersten Abschnitt war der Ristedter Abonnement-Sieger sehr pomadig, sodass Melchiorshausen – erst seit wenigen Tagen im Training – viel Zeit hatte, um die Räume eng zu machen. „Wir haben gut verschoben und können mit der Defensivleistung zufrieden sein“, erklärte Trainer Lars Behrens.

In der zweiten Halbzeit wurden die Bremer dann jedoch ihrer Favoritenrolle (zumindest vom Ergebnis her) gerecht. In der 50. Minute erzielte Gastspieler Jena Salihagic das 1:0. Nach schwerem Patzer von TSV-Keeper Sascha Kleemann erhöhte Arnhold auf 2:0 (58.). Dass Arnhold nicht zwingend die Mithilfe des Keepers für einen Torerfolg benötigt, bewies der Offensivmann nur drei Minuten später, als er das Leder aus 20 Metern per Vollspann in den rechten Knick jagte. Das war ein Treffer der Marke „Tor des Turniers“.

TV Stuhr - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 1:1 (1:0): Die Stuhrer bestimmten zwar die Partie, aber so richtig gefährlich wurde es zunächst nicht für TSG-Keeper Malte Wolpmann. Im Gegenteil: In der 13. Minute verpasste Tobias Thiemann das 1:0 nur ganz knapp. Danach war dann aber Stuhr an der Reihe. In der 34. Minute traf Janis Oehlerking mit seinem Schuss nur die Latte, doch eine Minute später, also fast mit dem Pausenpfiff, ging der Bezirksliga-Meister aus Stuhr doch mit 1:0 in Führung. Nach einem Seckenhauser Ballverlust brachte Dimitri Steen sein Team in Führung – und dies in Unterzahl, denn in der 32. Minute hatte Jannis Böttcher nach einer Notbremse die Rote Karte gesehen.

Im zweiten Abschnitt waren die Anteile weitestgehend verteilt. In der 60. Minute jedoch wurde die TSG für ihren Aufwand belohnt und schaffte durch Björn Dahlheuser tatsächlich noch das 1:1.

„Unser Anspruch ist eindeutig höher. Die Rote Karte hat uns natürlich gar nicht geschmeckt. Um hier das Finale zu erreichen, müssen wir uns erheblich steigern“, erklärte Stuhrs Torwarttrainer Timo Sürstedt. Seckenhausens Coach Dirk Hofmann war zufrieden: „Das Remis ist verdient. Ich fand sogar, dass wir in der zweiten Halbzeit die besseren Chancen hatten. Wir haben aber auch von der Überzahl profitiert.“

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