„Württemberg-Cup“: TuS Sulingen 1:0 gegen Heiligenfelde

Garaf trifft auf den letzten Drücker

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Hier behauptet sich Sulingens Pascal Löhmann gegen die Heiligenfelder (v.l.) Göksan Vurgun, Dominik Simon und Tobias Dickmann. 

Ristedt - Von Gerd Töbelmann. Das war gestern wirklich ein gelungener Auftakt des 19. Ristedter Fußball-Turniers um den „Württemberg-Cup“. Insgesamt 300 Zuschauer verfolgten die beiden Spiele in der Gruppe A, wobei es (wie bereits im Vorjahr) eine Überraschung gab: Im ersten Spiel des Abends tat sich Oberliga-Absteiger TuS Sulingen zwar schwer, gewann aber durch ein Last-Minute-Tor von Salam Garaf mit 1:0 gegen den SV Heiligenfelde. Danach jedoch patzte Bremen-Liga-Meister Brinkumer SV und verlor gegen den Bezirksligisten TuS Sudweyhe mit 1:2.

TuS Sulingen - SV Heiligenfelde 1:0 (0:0): Heiligenfeldes neuer Trainer Torben Budelmann guckte sich beim Stande von 0:0 schon Spieler für das bei Gleichstand in der Vorrunde vorsorglich angesetzte Elfmeterschießen aus. Letztlich mussten seine Spieler aber nicht mehr vom Punkt ran. Grund: Wenige Sekunden vor Abpfiff der 70-minütigen Spielzeit erzielte Stürmer Salam Garaf den erlösenden Siegtreffer für das Team von Trainer Maarten Schops.

„Insgesamt war unsere Leistung okay. Aufgrund der Mehrzahl von Torchancen haben wir den Sieg auch verdient. Auch deshalb, weil wir hinten kaum etwas zugelassen haben. Allerdings müssen wir uns bis zum Punktspielstart noch in Sachen Tempo steigern, um den Gegner noch mehr unter Druck zu setzen“, sagte Schops.

Kollege Torben Budelmann, aus Seckenhausen zum letztjährigen Ristedt-Finalisten SVH gewechselt, war natürlich betrübt ob des späten Knockouts, meinte aber dennoch recht gut gelaunt: „Eigentlich war das Spiel mit 0:0 durch. Mit unserer Defensivleistung bin ich sehr zufrieden. Auch im Spiel nach vorn hatten wir durchaus gute Passagen. Leider konnte ich in der Offensive Björn Isensee nicht einsetzen, der sich im Testspiel gegen Okel zwei Zähne ausgeschlagen hat. Isi ist Freitag gegen Sudweyhe aber hoffentlich wieder dabei.“

Sulingen hätte im ersten Abschnitt alles vorentscheiden können, doch Mehmet Koc (21./links am Winkel vorbei), Abwehrchef Atsushi Waki (24./freistehend drüber) und auch Ramien Safi (26./knapp vorbei) verpassten die Sulinger Führung. Heiligenfelde indes zeigte wirklich gute Ansätze, doch gefährliche Abschlüsse wurden daraus nicht.

Jetzt hätte der Belgier Schops ja heute Gelegenheit, sein Team ab 20.00 Uhr im WM-Halbfinale gegen Frankreich anzuschauen. Aber so richtig heiß ist er nicht darauf: „Ich habe von Belgien bisher nicht viel gesehen. Und Dienstag ist Training. Aber vielleicht nicht so lange, denn die Jungs sind heißer auf das Spiel als ich.“

Brinkums Neuzugang Jakob Raub (rechts, hier gegen Sudweyhes Fabian Meyer) brachte den Bremen-Ligisten mit 1:0 in Führung.

Brinkumer SV - TuS Sudweyhe 1:2 (1:1): Auf der Suche nach einem zweiten Torwart neben Benjamin Schimmel ist Tariq Olatunji, der zuletzt beim Liga-Konkurrenten SV Werder Bremen III spielte und gestern im Brinkumer Kasten stand, ein heißer Kandidat, doch noch steht eine Einigung zwischen Spieler und Verein aus.

Wird Olatunji Brinkums zweiter Torwart?

Die Brinkumer, die im vergangenen Jahr enttäuschten, legten durchaus furios los und gingen bereits in der 13. Minute durch Neuzugang Jakob Raub, wie Olatunji zuletzt bei Werder III am Ball, mit 1:0 in Führung, als er nach Vorarbeit von Marcel Dörgeloh mit links aus 13 Metern traf. In der 25. Minute hätte der aus Etelsen gekommene Yannick Funck auf 2:0 stellen können, doch sein Kopfballtreffer wurde wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben. Sudweyhe jedoch ließ sich keineswegs hängen und glich in der 34. Minute durch Kapitän Julian Heusmann (Heber aus 25 Metern) zum 1:1 aus.

Und es sollte noch besser kommen für den Underdog, der gestern von Co-Trainer Markus Pieprzyk gecoacht wurde. In der 44. Minute wurde Jannik Liebig im Strafraum gelegt, Stephen Bohl schnappte sich den Ball und verwandelte zur Sudweyher 2:1-Führung. Pieprzyk war hinterher förmlich aufgelöst vor Freude: „Mir fehlen fast die Worte. Aufgrund der zweiten Halbzeit mit unserem enormen Kampfgeist ist der Sieg sogar verdient.“

Brinkums Coach Dennis Offermann haderte natürlich mit der Niederlage: „Es ist zwar nur ein Testspiel, aber unmittelbar vor der Haustür wollten wir natürlich gewinnen. Leider haben wir dem Gegner die beiden Gegentore durch unsere Fehler aufgelegt. Und am Ende haben wir in dem Kampfspiel die Ordnung verloren.“

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