Spektakulärer Trainerwechsel am Saisonende / Recker: „Neue Impulse setzen“

Ripke muss gehen – und Müller übernimmt Wetschen

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Stefan Müller wird Trainer in Wetschen.

Wetschen - Von Arne Flügge. Trainer Franz-Josef Ripke muss den Fußball-Bezirksligisten TSV Wetschen nach drei Jahren am Saisonende verlassen. Der Vertrag des 57-Jährigen wird nicht verlängert.

Sein Nachfolger steht auch bereits fest: Stefan Müller, derzeit noch Coach des Ligakonkurrenten TuS Wagenfeld, übernimmt im Sommer. „Wir wollten neue Impulse setzen. Und da früh klar war, dass Stefan Müller frei wird, haben wir uns mit der Sache beschäftigt“, sagte Wetschens Vorsitzender Klaus Recker gestern.

Müller hat bereits vor fünf Wochen seinem Club TuS Wagenfeld mitgeteilt, dass er am Saisonende aufhören wird. Zu dem Zeitpunkt habe er aber noch nicht mit einem anderen Club in Kontakt gestanden, wie der 50-Jährige gestern beteuerte. „Ich hatte meine Gründe, und die habe ich dem Verein auch mitgeteilt“, erklärte Müller. Was genau ihn bewogen hat, in Wagenfeld auszusteigen, wollte der Trainer nicht sagen. „Ich möchte jetzt nichts schlecht machen. Die Gründe waren jedenfalls extrem. So etwas habe ich noch nicht erlebt“, so Müller. Irgendwann habe dann Wetschens Vorsitzender Recker mit ihm Kontakt aufgenommen, „und so ist es dann zustande gekommen“, sagt Müller. Recker sprach von „sehr, sehr guten Gesprächen“, mit dem künftigen Coach. Am Montagabend wurde final über die Verpflichtung verhandelt, am Dienstagabend die Mannschaft informiert. Wetschens derzeitiger Trainer Franz-Josef Ripke wurde bereits vor zwei Wochen davon unterrichtet, dass für ihn am Saisonende Schluss sein wird. „Wir haben die Maxime, nach drei Jahren zu schauen, ob es eventuell Abnutzungserscheinungen gibt, ob es noch passt“, berichtete Recker: „Und wir haben die Entscheidung getroffen, uns nach einem neuen Trainer umzuschauen. Das haben wir mit Franz auch so weit besprochen.“

Und da früh bekannt wurde, dass Müller frei wird, habe der TSV Wetschen die Gelegenheit beim Schopf gepackt und ist bei Müller vorstellig geworden. „Seine fachliche Kompetenz ist unbestritten. Und in den Gesprächen habe ich erkannt, dass er auch menschlich absolut zu uns passt“, meinte Recker.

Die Trennung von Ripke so Recker, sei eine generelle Entscheidung gewesen und habe nichts mit der derzeitigen Leistungsstagnation zu tun. „Niemand verlangt, dass die Mannschaft aufsteigen soll. Wir wollen im oberen Drittel der Bezirksliga guten Fußball spielen. Sollten wir irgendwann einmal in die Situation kommen, doch aufzusteigen, wird die Mannschaft gefragt, ob sie das will. Denn die Landesliga ist doch ziemlich unattraktiv“, weiß Recker. So sei es jetzt auch mit Müller besprochen worden.

Für Franz-Josef Ripke ist der Trainerwechsel „völlig normal und fair abgelaufen. Man überlegt nach drei Jahren doch selbst, ob noch alles passt. Diese Gedanken brauche ich mir jetzt natürlich nicht mehr zu machen.“ Der Verein habe ihm rechtzeitig mitgeteilt, dass er „nach drei Jahren nun einen anderen Weg gehen will. Das ist völlig legitim, und ich habe damit auch kein Problem, denn das gehört zum Trainergeschäft.“

Und daher ist es für Ripke auch ganz normal, seinen Job in Wetschen jetzt zu Ende zu bringen: „Wir sind sportlich gefordert, wieder in die Spur zu kommen.“ Auch Stefan Müller wird bis zum Saisonende in Wagenfeld bleiben. Sein Ziel: der Klassenerhalt. „Der Verein hat so lange gebraucht, um aus der Kreisliga rauszukommen, da wäre es fatal, wenn die Mannschaft gleich nach nur einem Jahr wieder runter geht“, so Müller.

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