Bezirksligist TSV Wetschen will als Team überzeugen / Etappenziel 30 Punkte

Ripke: „Ich erwarte von jedem Spieler Torgefahr“

Kreis-Diepholz - Von Dennis SchottWETSCHEN · Die Zielvorgabe hebt sich von denen anderer Trainer durchaus ab. Nicht die finale Platzierung ist das ausschlaggebende Kriterium ob der anstehenden Saison – für Franz-Josef Ripke, den neuen Trainer des Fußball-Bezirksligisten TSV Wetschen, sind Punkte das zu befolgende Richtmaß. Bis zum Ende der Halbserie sollen davon 30 eingefahren werden, was sich darüber hinaus ergibt, „wird sich zeigen“, so Ripke.

Er müsse die Mannschaft kennenlernen, die Mannschaft müsse ihn kennenlernen, und außerdem betritt Ripke mit der Bezirksliga Hannover unbekanntes Terrain. Allesamt Gründe, die ihn im Vorfeld der Saison nicht zur Überschwänglichkeit verleiten lassen. „Ich glaube, damit fahren wir ganz gut“, will der 55-Jährige die Erwartungen nicht zu sehr schüren. Obwohl: Mit der ausgegebenen Punktezahl würde sich der TSV Wetschen – gemessen an der vorigen Saison – mit an der Spitze platzieren. Damals reichten dem STK Eilvese 28 Zähler für Rang drei. Von dieser Warte aus gesehen ist die Vorgabe ein alle Mal ehrgeiziges.

Dass der TSV Wetschen dazu in der Lage ist, bewies die abgelaufene Spielzeit. Da belegte man nach der Halbserie mit 26 Punkten den fünften Rang, ehe in der Rückserie nur noch 14 Zähler ergattert werden konnten. Es folgte das Abrutschen auf Platz acht. Franz-Josef Ripke und Co. werden also daran gemessen werden, das ausgegebene Ziel auch in der zweiten Saisonhälfte zu bestätigen. „Es wird einiges von einem guten Start abhängen. Denn sonst gerät man unter Druck und vieles fällt einem schwerer“, spricht Ripke aus eigener Erfahrung. Die ist groß. Der TSV Wetschen ist mittlerweile seine siebte Trainerstation, und auch als Spieler kann er auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken. In den 70er Jahren absolvierte Ripke vier Bundesliga-Spiele für den SV Werder Bremen, danach spielte er in der Oberliga für den SV Meppen.

Ripke steht ein Team zur Verfügung, dessen Gesicht sich im Vergleich zum Vorjahr etwas gewandelt hat. Torsten Preuß und Sascha Franz gehen in „Fußball-Rente“ und spielen künftig für die Alte Herren des SV Barnstorf. Oliver Marcordes wird Spielertrainer beim SV Dickel, und Yalcin Housein steht nur noch eingeschränkt zur Verfügung. Damit stehen Ripke zumindest zwei Leistungsträger nicht mehr zur Verfügung. Ein Aderlass, der mit fünf Zugängen aufgewogen wurde. Falk Zboron kehrt vom TuS Lemförde zurück, Halil Akbas, ebenfalls vor vier Jahren in Wetschen aktiv, kommt vom TSV Brockum. Faruk Gören (St. Hülfe-Heede) und Andreas Wagner (eigene Zweite) komplettieren das Feld der Neuankömmlinge. Als Stand-by-Spieler zur Verfügung stehen wird Trainersohn Michael Ripke, der zudem als Co-Trainer fungiert.

„Ein festes Bild, wie die Mannschaft aussehen wird, gibt es noch nicht“, will der TSV-Coach die Vorbereitung abwarten. Das erste Fazit? „Die Mannschaft zieht gut mit. Man merkt, dass alle wollen“, so Ripke, der das Hauptaugenmerk zu allererst auf die Fitness legt, ehe am Spielsystem gefeilt wird. „Der Mannschaft muss klar sein, dass sie immer in Bewegung sein muss, so dass sich möglichst viele Anspielmöglichkeiten ergeben“, sagt Ripke. Ein ausschließlich auf Top-Torjäger Giovanni Esposito (27 Treffer) gemünztes Spiel schwebt ihm demnach nicht vor. „Da wären wir für den Gegner zu leicht auszurechnen. Ich erwarte von jedem Spieler Torgefahr“, meint er. 30 Punkte sind eben kein Pappenstiel . . .

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