Vereine geben das Bremer Fußballjahr 2020 noch nicht auf

Ringen um eine Zukunftsperspektive

Schluss mit Fußball für 2020? Das kommt für Brinkums Manager Jörg Bender zu früh.
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Schluss mit Fußball für 2020? Das kommt für Brinkums Manager Jörg Bender zu früh.

Bremen – Am vergangenen Wochenende und in dieser Woche ließ und lässt der Bremer Fußball-Verband (BFV) seinen Spielbetrieb auf Verbandsebene und im Stadtgebiet Bremen aufgrund der in Bremen stark gestiegenen Corona-Fälle ruhen. Das dient jedoch nur dazu, etwas Zeit zu gewinnen, um ein längerfristiges Vorgehen zu besprechen – und das dann auch zu entscheiden.

Am Dienstagabend gibt es eine Videokonferenz mit dem BFV-Präsidium und allen angeschlossenen Vereinen. „Wir wollen die Vereine unbedingt mit im Boot haben und werden in der Konferenz ausloten, wohin die Reise gehen soll. Wir werden das Mehrheitsvotum dann umsetzen und wohl am Mittwoch eine öffentliche Erklärung herausgeben“, meinte BFV-Spielausschuss-Chef Andreas Kramer gestern.

Denkbar sind sehr viele Szenarien: Die Pause noch weiter auszudehnen, oder aber bis zum Jahresende gar nicht mehr zu spielen – um dann im neuen Jahr nur noch die Hinrunde zu beenden. Alles scheint momentan aufgrund der Corona-Krise denkbar.

Beim Brinkumer SV geht man die Gespräche mit anderen Vereinen und dem Verband ziemlich ergebnisoffen an. Nur eines ist für Jörg Bender, Manager des Tabellenführers der Bremen-Liga, klar: „Ich bin dagegen, jetzt schon zu sagen, dass wir für dieses Jahr komplett Schluss machen mit dem Spielbetrieb.“ Eine Verlängerung der Pause um zwei, drei Wochen ist für Bender hingegen vorstellbar.

Beim Landesligisten TSV Melchiorshausen plädieren sie eindeutig für eine Ausweitung des derzeitigen Spielbetriebstopps. „Wir müssen jetzt einfach Verantwortung übernehmen und mal sagen, im Moment geht es nicht“, betont Melchiorshausens Spartenleiter Heiner Böttcher. Dass zum Beispiel jetzt der Hamburger Fußball-Verband nachgezogen habe, zeige ja, dass der Ansatz des BFV nachvollziehbar sei. Ein Saisonabbruch sei jedoch keine Alternative. Falls es 2020 gar nicht mehr losgehen könnte, müsse man eben ab Frühjahr weitermachen und die Hinrunde beenden.

Für etliche Vereine des BFV ist das Hauptproblem scheinbar nicht die Angst vor Infektionen während der 90 Minuten. Das Drumherum macht einigen Clubs viel mehr zu schaffen. Gerade auf den engen Sportanlagen in der Hansestadt sei es schwierig, alle Auflagen zu bewältigen. Heimspiele würden somit zu einer richtigen Last für die Vereine werden.  töb/wie

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