Lasse Pixberg verletzt sich am Oberschenkel und muss Zehnkampf-DM abbrechen

Riesenpech beim Einspringen

Beim Hochsprung war schon nicht mehr alles in Ordnung. Dennoch schaffte Lasse Pixberg 1,80 Meter.
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Beim Hochsprung war schon nicht mehr alles in Ordnung. Dennoch schaffte Lasse Pixberg 1,80 Meter.

Vaterstetten – Hin und zurück 1 500 Kilometer zurückgelegt – und dann den Wettkampf nach dem ersten Tag schon zwangsweise abgebrochen: Die Deutschen Meisterschaften im Zehnkampf der U 20 in Vaterstetten liefen für Lasse Pixberg vom LC Hansa Stuhr wahrlich nicht nach Wunsch. Der 18-Jährige verletzte sich am Freitagnachmittag beim Einspringen zum Weitsprung am Oberschenkel, zog die Wettbewerbe des Tages aber noch durch, gab dann jedoch am Samstagmorgen auf. Die Beschwerden wurden trotz Betreuung durch die Ärzte und Physiotherapeuten des DLV nicht weniger.

„Das ist natürlich sehr frustrierend, weil dieser Wettkampf mein Saisonhöhepunkt sein sollte. Da war es gut, dass ich meine Freundin Esther (Esther Boeijink ist ebenfalls Mehrkämpferin/Anm. d. Red.) an meiner Seite hatte“, erklärte Pixberg.

Dessen Heimtrainer Helge Ellwart, früher auch mal Zehnkämpfer, meinte zum Ausscheiden: „Das ist kein Weltuntergang. Es lag auch nicht daran, dass sich Lasse vielleicht nicht richtig aufgewärmt hat. Da können viele Faktoren zusammenkommen. Da reicht schon ein falscher Schritt beim Anlaufen –und schon ist es passiert.“

Der erste Tag begann für den Stuhrer Mehrkämpfer durchaus positiv mit einer Saisonbestleistung (SB) über 100 Meter in 11,41 Sekunden.

Aber dann ging es zum Weitsprung, wo sich Pixberg in der Vorbereitung offenbar den Oberschenkel zerrte. Dass er im dritten Versuch noch 6,71 m (SB 6,83 m) in die Grube setzte, war mit diesem Handicap schon erstaunlich. Verkleinern konnte er den Rückstand danach im Hochsprung nicht. Irgendwie hielt der Oberschenkel, sodass am Ende 1,80 m (SB 1,87 m) heraussprangen. „Das war natürlich klar unter seinem Leistungsvermögen, aber Lasse konnte eben nicht richtig abdrücken“, erklärte Hansas Spartenleiter Berthold Buchwald. Nach dem Hochsprung ließ sich Pixberg behandeln und trat tatsächlich zum Kugelstoßen an. Dort sprangen 12,81 m (SB 13,11 m) heraus, sodass Pixbergs Abstand zur Spitze größer wurde.

Pixberg biss danach noch einmal für die Stadionrunde auf die Zähne und schaffte die 400 m in 52,69 Sekunden (SB 51,86 sek.). Am Ende des ersten Tages standen damit 3 495 Punkte und Platz fünf zu Buche.

Nach einer erneuten Physio-Behandlung am Samstagmorgen und einem leichten Warm-Up gab Pixberg dann auf. „Es hatte einfach keinen Zweck. Ich hatte immer noch Schmerzen bei den Steigerungsläufen“, erklärte der 18-Jährige.

Am Ende setzte sich Marcel Meyer (Hannover) mit 7607 Punkte recht deutlich durch und holte den Titel. Und was wäre für Pixberg drin gewesen? „Ich denke, dass er seinen fünften Platz gehalten hätte. Sogar Platz drei wäre möglich gewesen. Lasse soll sich jetzt aber erst einmal richtig auskurieren und eine Wettkampfpause einlegen“, meinte Trainer Ellwart. „Ohne die Verletzung wäre das Podium wirklich drin gewesen, weil noch ein weiterer Athlet aus den vorderen Plätzen (Till Steinforth/Anm. d. Red.) ausgestiegen ist“, so Pixberg. Momentan ist eher nicht davon auszugehen, dass der Hansa-Athlet bei den Deutschen Jugendmeisterschaften (4. bis 6. September in Heilbronn) teilnehmen wird. Der Stuhrer hatte sich dafür über die 110 Meter Hürden qualifiziert. Doch Pixberg will das so noch nicht unterschreiben: „Mal sehen, wie sich das so entwickelt. Komplett habe ich die DM in Heilbronn noch nicht aus meinem Kopf gestrichen.“

Von Gerd Töbelmann

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