BSV verliert in Hildesheim mit 0:2 und zittert um Meisterrunde

Riesen-Rückschlag für Rehden

Weitgehend abgemeldet war am Sonntagnachmittag Rehdens Stürmer Michael Seaton (li., hier im Laufduell mit Hildesheims Silas Steinwedel).
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Weitgehend abgemeldet war am Sonntagnachmittag Rehdens Stürmer Michael Seaton (li., hier im Laufduell mit Hildesheims Silas Steinwedel).

Das war anders geplant: Statt einen großen Schritt Richtung Meisterrunde zu machen, kassiert der BSV Rehden in Hildesheim ein bitteres wie verdientes 0:2. Dadurch gerät das Saisonziel der Schwarz-Weißen in der Regionalliga stark in Gefahr.

Hildesheim – Während die Hildesheimer an der Eckfahne Jubeltänze auf den ramponierten Rasen des Friedrich-Ebert-Stadions legten, betrieb Flemming Niemann Schuhpflege. Klack, klack, klack – Stollen treffen Pfosten. Der Torhüter des Fußball-Regionalligisten BSV Rehden war nicht wirklich erfreut in diesem Augenblick, schließlich hatte er kurz zuvor ein Gegentor kassiert.

Später folgte noch eins – und so verloren die Schwarz-Weißen mit 0:2 (0:0) beim VfV 06 Borussia Hildesheim. Es war eine verdiente Niederlage, die für Rehden (16 Punkte) einen heftigen Rückschlag im Rennen um die Qualifikation für die Meisterrunde bedeutet. Hildesheim hat als Dritter mit 22 Punkten hingegen eine glänzende Ausgangsposition, um am Ende unter den ersten Fünf zu landen.

Unger: „Wir müssen schon noch ranklotzen“

„Ich habe meinen Jungs in der Halbzeit noch gesagt, dass sie bitte aufhören sollen, so früh anzulaufen, darauf hat Hildesheim ja nur gewartet“, verriet Rehdens Trainer Andreas Golombek auf der Pressekonferenz: „Aber dann haben sie es leider trotzdem wieder gemacht – und so eine Naivität wird dann bestraft.“ Der Ex-Profi, der viele Jahre die Hildesheimer trainiert hatte, verteilte noch Komplimente an das Team von Coach Markus Unger: „Seine Truppe hat das wirklich diszipliniert gemacht.“ Ähnlich sah es Unger: „Wir haben in Oldenburg angefangen, gut zu verteidigen – und das haben wir heute fortgesetzt.“ Der 39-Jährige wollte aber nichts davon hören, dass bereits eine Vorentscheidung im Quali-Rennen um die Quali gefallen sei. „Wir haben sechs Punkte Vorsprung, es sind aber noch vier Spiele, deshalb müssen wir schon noch ranklotzen.“ Aber nicht sofort. Er gab seinen Spielern erst mal zwei Tage frei.

Rehden muss jetzt schnell die Partie aufarbeiten und sich auf die kommenden Aufgaben konzentrieren. Schon am Freitag geht es mit einem Heimspiel gegen Jeddeloh weiter, dann geht es zum SV Atlas Delmenhorst. „Wir werden weiterhin alles versuchen“, betonte Golombek.

Coleman und Seaton verpassen Führung

Auf dem Hildesheimer „Rübenacker“ hatten die Gastgeber den besseren Start erwischt. Den Drehschuss (8.) aus acht Metern von Jane Zlatkov entschärfte Niemann jedoch. Rehden tat sich mit Kombinationsfußball schwer. Die erste gefährliche Aktion hatten die Schwarz-Weißen nach einer Ecke, doch der Kopfball (17.) von Pierre Becken trudelte am langen Pfosten vorbei. Neun Minuten später vergab Hildesheims Mohammad Baghdadi eine Riesen-Chance, ehe Kevin Coleman (28.) und Michael Seaton (34.) die Führung für Rehden verpassten.

Drei Minuten nach der Pause schlug es dann in Niemanns Tor ein. Jan Roschlaub und Serkan Temin hatten Thomas Sonntag aus den Augen verloren, der 25-Jährige schlenzte den Ball aus halblinker Position mit dem rechten Fuß ins lange Eck. Mitte der zweiten Halbzeit legte der quirlige Marco Drawz nach einer Linksflanke am zweiten Pfosten stehend quer, Moritz Göttel köpfte zum 2:0 (65.) ein.

Die Rehdener steckten zwar auch danach nie auf, warfen sich in die Zweikämpfe, wählten den Vorwärtsgang, brachten ihre Stärken im Kombinationsfußball an diesem typischen Herbstnachmittag allerdings nicht auf den Rasen. Dieser ließ Passstafetten allerdings auch kaum zu.

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