Melchiorshauser Stürmer beim 7:3 gegen Surheide Matchwinner / Nach 0:2 aufgewacht

Riekers-Viererpack für den perfekten Freimarktbummel

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War diesmal äußerst effektiv: Oliver Riekers (rechts) langte gegen Surheide viermal für Melchiorshausen zu.

Melchiorshausen - Von Gerd Töbelmann. An ihm scheiden sich die Geister: Die einen finden die Vorwärtsdynamik von Oliver Riekers super.

Ihm nicht so wohl gesonnene Beobachter regen sich über die mangelhafte Rückwärtsbewegung des 31-Jährigen auf. Am Samstag zeigte der Stürmer des Fußball-Landesligisten TSV Melchiorshausen seine Schokoladenseite und traf beim 7:3 (3:2)-Heimsieg gegen Tuspo Surheide gleich viermal.

„Die Ausbeute war nicht schlecht. Dabei hab’ ich sogar noch ein, zwei Hundertprozentige ausgelassen“, meinte der Vierfach-Schütze nach dem Match. Trainer Mike Barten meinte zum Riekers-Auftritt nur kurz und knapp: „Mit wenig Aufwand fast maximaler Ertrag.“

Der Melchiorshauser Coach erinnerte vielmehr an den holprigen Start seiner Mannschaft. Immer wieder rief er seinen Spielern in den ersten Minuten zu: „Vor, vor. Das ist alles Alibi, was ihr da spielt.“

So kam es fast aus heiterem Himmel, dass die Gäste aus Bremerhaven schnell mit 2:0 in Führung gingen. In der siebten Minute bekamen die Blau-Weißen den Ball nach einer Ecke nicht weg, Surheides Nico Bauermeister fasste sich ein Herz und knallte den Ball per Vollspann zum 1:0 in die Maschen. Neun Minuten später der zweite Schock für Melchiorshausen: Fabian Nord hatte Glück, dass sein 22-Meter-Freistoß abgefälscht wurde und damit unhaltbar für Keeper Florian Aschoff zum 2:0 ins Netz flatterte. Der Stunden später geplante Freimarktbummel der Gastgeber schien nicht gerade von Euphorie getragen zu sein.

Doch alles nahm dann doch noch einen ganz anderen Verlauf. Zunächst verkürzte Sascha Otten nach Foul an Dennis Dörgeloh per Elfmeter zum 1:2 (26.). Die Köpfe der Melchiorshauser gingen wieder hoch. Erst recht, als Riekers seine beiden ersten Treffer erzielte. In der 39. Minute steckte ihm Dörgeloh den Ball durch, der Rest war Formsache – 2:2. Sekunden vor der Pause nahm der Angreifer eine lange Flanke gekonnt mit der Brust an, lief einige Meter und zog ab. Surheides Keeper Paul Zielinski konnte zwar parieren, aber gegen den Nachschuss von Riekers war er dann machtlos. „Der Ausgleich kam natürlich zum rechten Zeitpunkt. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann erzwungen“, meinte Barten.

Gerade 60 Sekunden waren gespielt, da ging Melchiorshausen erstmals in Führung, als Riekers aus kürzester Entfernung getroffen hatte. Kollege Yannik Funck wähnte sich schon als Torschütze, doch Riekers war zuletzt dran und bat bei Funck um Entschuldigung für den „Tor-Klau“: „Ich schwöre, dass der Ball von Yannik nicht von allein reingegangen wäre . . .“ Auf der Bank nahm ihm das keiner ab – war aber auch egal.

Nach dem 4:2 sackte Surheide in sich zusammen, leistete kaum noch Gegenwehr. Andre Schmidt (57.) und erneut Riekers (75.) legten zum 6:2 nach. Sebastian Seebeck verkürzte per Elfmeter (86./Foul von Otten), doch dann durfte Funck beim 7:3 (87.) doch noch jubeln. Mike Barten indes hielt sich nicht lange mit Feierlichkeiten auf und blickte schon voraus: „DJK Blumenthal wird uns nächste Woche mit Sicherheit mehr fordern.“

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