HSG Barnstorf/Diepholz geht bei Spitzenreiter SG VTB/Altjührden mit 13:28 unter

Rieken : „Wir haben in allen Mannschaftsteilen versagt“

Der 23-jährige Jan Linné war mit fünf „Buden“ bester Werfer der HSG Barnstorf/Diepholz in Varel. Der Tabellendritte ging am Samstag bei Oberliga-Spitzenreiter SG VTB/Altjührden mit 13:28 unter.

Varel - Ausgerechnet im Spitzenspiel erwischte die HSG Barnstorf/Diepholz einen rabenschwarzen Tag: Der Handball-Oberligist verlor am Samstag vor über 500 Zuschauern bei Tabellenführer SG VTB/Altjührden mit 13:28 (8:15). „Ich kann mich nicht daran erinnern, solch eine Klatsche zuvor als Spieler und Trainer bekommen zu haben. Diese Niederlage sitzt tief“, unterstrich Barnstorfs total enttäuschter Coach Dag Rieken.

„Wir waren völlig verunsichert, haben zu viele technische Fehler im Angriff gemacht und wurden überrannt. Im Namen der Mannschaft muss ich mich für eine solche Leistung bei allen mitgereisten Fans entschuldigen“, sagte Kapitän Cedric Quader. Dagegen freute sich Altjührdens Spielertrainer Ivo Warnecke über die stärkste Saisonleistung: „Uns hat heute vieles in die Karten gespielt. Unsere 6:0-Abwehr war stark, und Torwart Levin Stasch hat von Außen praktisch alles weggefangen.“

Zwar brachte Kevin Heemann den Tabellendritten per Tempogegenstoß mit 1:0 (1.) in Front, doch danach gerieten die Gäste mit 1:3 (6.) in Rückstand. Zwar verkürzte Linkshänder Jan Linné noch einmal auf 2:3 (7.), aber nach einem Dreierpack von Jochen Toepler (6) zog die Heimmannschaft auf 6:2 (12.) davon. „Wir haben nur in den ersten zehn Minuten mitgehalten. Danach haben wir im Angriff völlig kopflos agiert, keinen Zugriff auf die gegnerische Abwehr gehabt und sind mehrfach am Innenblock hängengeblieben“, analysierte Rieken. Zwar trafen Kamil Chylinski mit verwandeltem Strafwurf und Linné zum 4:6 (15.), doch der Drittliga-Absteiger baute mit einem 4:0-Lauf seinen Vorsprung auf 10:4 (20.) aus. Torjäger Oliver Staszewski (8) traf zum 15:8-Pausenstand.

„Der Drops war schon nach der ersten Halbzeit gelutscht“, betonte B-Lizenz-Inhaber Rieken. Völlig von der Rolle präsentierten sich Arunas Srederis und Goalgetter Kamil Chylinski.

Erstmals mit zehn Treffern zurück lagen die Barnstorfer nach einem weiteren Tor von Rechtsaußen Toepler zum 10:20 (39.). Der Primus hatte in Levin Stasch den besseren Keeper im Kasten, der nicht nur Siebenmeter von Chylinski und Linné hielt, sondern auch noch Würfe von den Außenpositionen von Bastian Carsten-Frerichs und Kevin Heemann. Rieken lobte den Schlussmann: „Er hat eine grandiose Leistung gezeigt.“ Dagegen wehrten die HSG-Torhüter Donatas Biras, Frederik Hohnstedt und Jakob Kasperlik nur acht Bälle ab.

Die Barnstorfer hatten am Ende 23 Fehlversuche und kassierten in der Endphase mehrere Gegenstoßtore.

Rieken stellte seiner Mannschaft ein schlechtes Zeugnis aus: „Wir haben in allen Mannschaftsteilen versagt, vor allem aber eine schwache Angriffsleistung gezeigt. So dürfen wir uns nicht präsentieren.“ - mbo

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