Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz hat mit dem Gegner noch eine Rechnung offen

Rieken weiß: „Delmenhorst steht bereits unter Zugzwang“

Hat in zwei Begegnungen 17 Tore für Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz erzielt: Rückraumakteur Kamil Chylinski (beim Wurf). Der Pole ließ aber zuletzt in Bremen mehrere Chancen ungenutzt. In Delmenhorst will er es am Sonnabend besser machen.

Barnstorf - Zweites Auswärtsspiel in Folge: Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz stellt sich morgen Abend um 19.15 Uhr bei der punktlosen HSG Delmenhorst vor. Die Gastgeber hatten sich eigentlich einen besseren Start erhofft. „Die Delmenhorster stehen bereits unter Zugzwang“, weiß Dag Rieken, Trainer der HSG Barnstorf/Diepholz.

Der B-Lizenz-Inhaber hat durchaus Respekt vor dem Tabellen-13.: „Die Delmenhorster verfügen über einen großen Kader. Für uns wird’s eine schwere Aufgabe werden. Die Chancen stufe ich fifty-fifty ein.“ Er hatte den Gegner beim 26:30 gegen Aufsteiger SG HC Bremen/Hastedt beobachtet. „In der ersten Halbzeit hatten sie das Spiel im Griff gehabt, danach aber aus der Hand gegeben“, sagt der 47-Jährige rückblickend. Zu beachten sind bei den Gastgebern vor allem die Rückraumakteure Torben Suchau, Frederic-Serafino Oetken, Stefan Timmermann und Benjamin Janssens. Auch Schlussmann Mirko Lettmann versteht sein Handwerk.

Personell können die Barnstorfer aus dem Vollen schöpfen. Kreisläufer Andrius Gervé hat zwar noch Schulter-Probleme, aber dennoch kann der Litauer mitwirken. „Wir brauchen eine absolute Topleistung, um in Delmenhorst gewinnen zu können“, unterstreicht Rieken. Seine Marschroute steht: „Wir werden aggressiv decken, müssen aber effektiver nach vorn spielen.“ Das klappte zuletzt in der Partie bei der SG HC Bremen/Hastedt zumindest in der Defensive, doch vorn ließ der Tabellendritte zu viele Chancen ungenutzt.

Rieken ist nach zwei Begegnungen mit dem Zwischenstand von 3:1 Punkten zufrieden, sagt allerdings auch: „Wir sind noch nicht im Spielfluss.“ Positiv: „Wir treten als Team auf.“ Der Wildeshauser sieht vom Leistungsspektrum beide Mannschaften auf einem ähnlichen Niveau. Seine Forderungen: „Wir müssen topfit sein und fighten.“ Auf alle Fälle fahren die Barnstorfer gut vorbereitet nach Delmenhorst.

Dass das Team um den verletzten Spielertrainer Andre Haake (Schlüsselbein gebrochen) die HSG Barnstorf/Diepholz bezwingen kann, hat es vergangene Saison beim Sieg in Diepholz bewiesen. „Da haben wir noch eine Rechnung offen, denn die Delmenhorster hatten unseren Heimnimbus zerstört“, kann sich Rieken noch an das 26:30 erinnern.

Die Gäste treffen auf eine eingespielte Mannschaft. Aus einer aggressiv arbeitenden 3:2:1-Deckung wollen sie mit Tempo nach vorn spielen. Heiß sein dürfte Bastian Carsten-Frerichs, denn er hatte bereits nach 16 Minuten nach einem Foul in Bremen die Rote Karte gesehen. Die Tore des Allrounders fehlten dem Tabellendritten schließlich am Ende. Im Abschluss müssen sich Linksaußen Lukas Brenning, Rückraumakteur Kamil Chylinski, Kevin Heemann und Arunas Srederis steigern. Sie haben noch viel Luft nach oben. 

mbo

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