Rieken mit Punkt gegen Spitzenreiter HSG Schwanewede/Neuenkirchen zufrieden

21:21 – Ulf Grädtke rettet HSG Barnstorf/Diepholz Remis

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Volles Haus gestern Abend in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle: Da können die Schwaneweder Mirco Ahrens (l.) und Andreas Swalkiewicz nur hinterherschauen, wie Barnstorfs Kreisläufer Ulf Grädtke (r.) beim 21:21 ein Tor erzielt.

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Pure Begeisterung in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle: Vor über 400 Zuschauern trennte sich Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz gestern Abend im Spitzenspiel von Tabellenführer HSG Schwanewede/Neuenkirchen 21:21 (9:9). Zwei Sekunden vor dem Abpfiff rettete Kreisläufer Ulf Grädtke den Hausherren das Remis.

Positiv: Die Gastgeber bleiben daheim eine Macht. Zuletzt hatten sie ein Heimspiel am 27. September 2013 gegen die TSG Hatten-Sandkrug mit 34:35 verloren. „Ich bin mit dem Punkt zufrieden. Wir hatten in der zweiten Halbzeit im Angriff eine Phase, in der wir total abgebaut haben. Mit dem Spiel vorne bin ich nicht zufrieden, denn da haben wir nicht das umgesetzt, was wir abgesprochen hatten“, analysierte Barnstorfs Trainer Dag Rieken. Beide Teams begannen nervös, ihnen unterliefen im Angriff mehrere Abspielfehler. So gelang Barnstorfs Bastian Carsten-Frerichs erst nach sieben Minuten mit verwandeltem Siebenmeter das erste Tor zum 1:0. Bis zum 3:2 (12.) lag der letztjährige Vizemeister vorn, doch danach folgte eine schwache Phase. Die Folge: Die „Schwäne“ drehten mit drei Treffern nacheinander den Spieß zum 5:3 (15.) um. Bei den Hausherren lief’s in der zweiten Reihe nicht. Mittelmann Kamil Chylinski setzte keine Akzente, blieb blass. Seinen Part übernahm Mitte der ersten Hälfte Mannschaftskapitän Martin Golenia. Als Rückhalt erwies sich Donatas Biras, der Würfe von den Schwanewedern Mirco Ahrens (6) und Torben Pilger (2) hielt.

Über den Kampf steigerten sich die Barnstorfer. Per Tempogegenstoß glich Carsten-Frerichs zum 6:6 (24.) aus. In Unterzahl traf Linksaußen Raul-Lucian Ferent zum 7:6 (25.). Zwar brachte Arunas Srederis die Heim-mannschaft beim 9:8 (28.) erneut in Front, doch Schwanewedes Mittelmann Mathias Ruckh (3/2) egalisierte per Strafwurf zum 9:9 (29.). Dass es zur Pause unentschieden stand, hatten die Gäste Torwart Antonio Veronese zu verdanken, der freie Würfe von Tobias Meyer, Ulf Grädtke und Raul-Lucian Ferent meisterte.

In der zweiten Hälfte wechselte die Führung. Mirko Ahrens sorgte für das 15:15 (46.), Carsten-Frerichs (Siebenmetertor) und Srederis brachten die Barnstorfer beim 17:15 (49.) zurück auf die Siegerstraße, aber sie setzten nicht nach, gerieten aus dem Rhythmus. Die Folge: Der Tabellenzweite kassierte fünf Tore in Folge zum 17:20 (54.), warf etliche Fahrkarten. Rieken stellte die Abwehr auf 4:2 um. Das zahlte sich aus, denn die Barnstorfer kamen zu Ballgewinnen. Der eingewechselte Finn Richter sorgte für frischen Wind, verwandelte seinen zweiten Siebenmeter zum 20:20 (58.). Mit seinem sechsten Tor glückte Linksaußen Ahrens das 21:20 (59.) für den Primus, doch per Gegenstoß traf Grädtke (4) zum 21:21-Endstand.

Weiter geht’s für die HSG Barnstorf/Diepholz am kommenden Freitag mit dem brisanten Nachbarschaftsduell beim TV Neerstedt, dem Ex-Verein von Dag Rieken und Allrounder Bastian Carsten-Frerichs. In der vergangenen Saison büßten die Gäste im Kampf um die Meisterschaft beim 25:25 einen wichtigen Punkt ein. Diesmal wollen sie die Halle aber als Sieger verlassen.

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