Rieken: „Es muss alles besser laufen“ 

HSG Barnstorf/Diepholz steht im Kellerduell in Beckdorf unter Druck

Ist nicht fit, und es läuft nicht beim Polen: Kamil Chylinski (beim Wurf) hat schon bessere Tage mit dem Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz erlebt. Der Einsatz des 26-jährigen Rückraumspielers am Samstag in Beckdorf ist noch fraglich.

Barnstorf – Schwache Leistungen, schlechte Stimmung: Bei den Oberliga-Handballern der HSG Barnstorf/Diepholz läuft es derzeit nicht. „Wir müssen selbstkritisch sein. Wir stehen zu Recht unten in der Tabelle, haben zuletzt keine guten Spiele gemacht“, unterstreicht Barnstorfs Trainer Dag Rieken. Der 50-Jährige hebt mahnend den Finger: „Nicht jedem Spieler ist bewusst, in welcher Situation wir sind.“

Nach drei Niederlagen in Folge steht der Tabellenzwölfte (4:14 Punkte) am Samstag im Kellderduell (Anwurf 19.30 Uhr) beim SV Beckdorf (4:12 Zähler) gehörig unter Druck. Das weiß auch der HSG-Coach: „Das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Wir müssen uns am eigenen Schopf aus dem Schlamassel ziehen.“

Auch Kapitän und Kreisläufer Cedric Quader nimmt sich und seine Mitspieler in die Pflicht: „Wir müssen uns als Mannschaft bewusst sein, dass wir bis zum Ende gegen den Abstieg kämpfen. Abstiegskampf ist vor allem Kopfsache. Da gewinnt die Mannschaft, die am meisten kämpft. Den Kampf sollten wir annehmen. In der Abwehr müssen wir viel aggressiver arbeiten und die Räume für den Gegner enger machen. Im Angriff ist es viel Stückwerk, da müssen wir länger durchspielen.“

Bei der jüngsten 22:23-Niederlage gegen den Tabellenfünften HC Bremen unterliefen den Barnstorfern im Angriff mehrere technische Fehler. Außerdem vergaben Marko Pernar, Kamil Chylinski und Jan Linné drei von vier Siebenmetern. „Wir müssen auf uns schauen, viel flüssiger spielen und die Außen mehr einbeziehen. Außerdem gilt es, in der Abwehr aggressiv zu sein“, sagt Rieken. Der B-Lizenz-Inhaber geht auch mit sich kritisch um: „Ich muss die Mannschaft so einstellen, dass sie ein besseres Spiel macht und die Vorgaben umsetzt.“

Personell haben die Barnstorfer drei angeschlagene Akteure in ihren Reihen. Kamil Chylinski knickte im Training erneut mit dem Fuß um, hat ein geschwollenes Sprunggelenk. Rückraumakteur Stefan Beljic klagt über Kniebeschwerden. Er hat genauso wie Kreisläufer Andrius Gervé (Rückenprobleme) in dieser Woche nicht alle Übungseinheiten mitgemacht. Dafür ist Arunas Srederis nach verheiltem Muskelfaserriss in der Wade und der Rückkehr aus Litauen (Studium) wieder dabei, könnte zum Kader gehören. Mittelmann Marko Pernar hatte einen Arzttermin wegen seiner Leistenprobleme. Der Kroate hat einen Beckenschiefstand, bekommt Physiotherapie, kann morgen aber spielen.

Die Beckdorfer verfügen in Karol Moscinski, der bereits 60/8 Tore erzielt hat, über einen starken Rückraumakteur. Aufgrund einer Schultereckgelenksprengung fehlte der Pole zuletzt. Beim 30:27 über die SG Achim/Baden wirkte der wurfstarke Linkshänder Stefan Völkers mit. Der Routinier half aus, steuerte zum zweiten Saisonsieg acht „Buden“ bei. Auch der reaktivierte Kreisläufer Markus Bowe (23/5) wirkt wieder mit. Zu beachten ist ferner der schnelle Mittelmann Michael-Leon Williams (27 Treffer), der in der 5:1-Abwehr in der Spitze spielt.

„Das ist ein schwieriges Spiel. Es muss alles besser laufen. Wir müssen an uns glauben und dürfen nicht den Kopf in den Sand stecken“, sehnt Rieken eine Wende herbei. Dass die Barnstorfer es können, das haben sie bei den Siegen gegen den VfL Fredenbeck (28:24) und ATSV Habenhausen (30:23) gezeigt.

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